Vereinsring Aschaffenburg-Nilkheim
Wie geht es weiter mit dem Vereinsring Nilkheim?
- Der Maibaum in Nilkheim
- Foto: Wolfgang Giegerich
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Brauchen die Vereine im Aschaffenburger Stadtteil Nilkheim einen Vereinsring? Diese Frage, gestellt von der Vereinsringvorsitzenden Anne Lenz-Böhlau, stand über der Vereinsring-Sitzung im Juli. Die Meinungen der Vereinsringvertreter gingen dazu auseinander. Anne Lenz-Böhlau fand klare Worte: "Die Neuwahl des Vorstands ist überfällig. Da ich meine Vorstandsarbeit an mein Stadtratsmandat geknüpft habe und ich nicht mehr Stadträtin bin, stelle ich mich nicht mehr zur Wahl. Ich bitte um Vorschläge diesen Vorstand zu übernehmen." Es kamen keine Vorschläge, aber eine angeregte Diskussion.
Den Vereinsring gibt es seit 1971. Mitglieder sind der VfR Nilkheim, der Sozialverband VdK Bayern e.V., die Einigkeit Kegelclub Nilkheim, die Wanderfreunde Schönbusch Nilkheim, der Albatros-Gleitsegelclub Aschaffenburg e. V., der Angelsportverein Nilkheim, die Katholische Pfarreien-Gemeinschaft und das Evangelisches Pfarramt. Das Engagement ist aber sehr unterschiedlich. Seit 1981 war Karl-Heinz Eiter der Vorsitzende des Vereinsring. Dem Einsatz Eiters ist es zu verdanken, dass der Vereinsring seit 2006 ein eingetragener Verein ist. "Der Vereinsring Nilkheim e. V. ist eine Gemeinschaft aus verschiedenen Vereinen und Organisationen, die das kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Leben in Nilkheim aktiv gestalten. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Vereine zu fördern, gemeinsame Projekte zu unterstützen und das vielfältige Engagement für alle Generationen sichtbar zu machen. Ob Sport, Kultur, Geschichte, Wandern, oder soziale Anliegen – jeder findet eine Möglichkeit, sich einzubringen und Teil einer lebendigen Gemeinschaft zu sein." So steht es auf der Homepage des Vereinsrings (https://vereinsring-nilkheim.de/ueber-uns/). Seit 15 Jahren führt Anne Lenz-Böhlau den Vereinsring.
Was macht der Vereinsring konkret? Er kümmert sich um das Maibaumfest und um den Maibau, der jährlich mehrere Hundert Euro Versicherung kostet. Er soll die Termine unter den Vereinen abstimmen. Er veröffentlicht einen Vereinskalender mit Adressen der Verantwortlichen und den Veranstaltungsterminen. Er kümmert sich um die Gedenk-Veranstaltung zum Volkstrauertag. Er sucht den Kontakt zu den Kommunalpolitikern, um örtliche Anliegen weiterzugeben oder anzustoßen. Deshalb werden auch immer wieder kommunalpolitische Themen auf die Tagesordnung der Treffen gesetzt.
Harald Menzel, der kommissarische Vorsitzende der Wanderer, blickte zurück: "Vielleicht ist sinnvoll einmal die Ergebnisse in Erinnerung zu rufen, die der Vereinsring - meistens in Zusammenarbeit mit den Stadtratsmitgliedern - erreicht hat:
- Initiative für den Bau eines Bürgerhauses und der Kegelbahn in Nilkheim,
- Info-Schautafeln für Veröffentlichungen von Nilkheimer Vereinen,
- Errichtung des ersten Bolzplatzes gegenüber dem "Hörnig-Gelände" (inzwischen verlegt auf den Platz hinter den Familienstützpunkt),
- Initiierung eines Sommerfestes (leider gelang es nicht wegen fehlendem Alleinstellungsmerkmal und der Terminballung in den Sommermonaten das Fest dauerhaft zu installieren),
- Sicherstellung der Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag (nach Ausfall der Reservistenkameradschaft),
- Unterstützung des Ausbaus der Darmstädter Straße als wichtige Zufahrtsstrecke in die Innenstadt mit dem gleichzeitigen Versprechen der Verkehrsberuhigung auf der Großostheimer Straße,
- Erhalt der Flughalle zur Nutzung durch Vereine, statt der geplanten Kommerzialisierung durch einen privaten Dienstleister/Anbieter,
- Maibaumfest,
- Errichtung eines Maibaums,
- Ausweisung des Kleinen Auwegs als Fahrradstraße (wenn auch nur in Ansätzen so umgesetzt wie von uns angestrebt)."
Die Liste weiterer Nilkheimer Anliegen ist nicht abschließend: Eisenbahnbrücke und Verkehrsberuhigung, Pflegeeinrichtung und Supermarkt, Radweg kleiner Auweg, Verschattung und Entsiegelung Geschwister-Scholl-Platz, Abwasserkanäle, Rechenzentrum am Jägerhof... .
Nach kontroverser Diskussion einigten sich die anwesenden Vereinsringsmitglieder auf eine Sitzung am 10. Novemberg 2026, bei der entgültig geklärt wird, ob sich der Vereinsring auflöst oder ob sich zwei Vorsitzende finden.
Autor:wolfgang giegerich aus Aschaffenburg |
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