Bildergalerie und Essay.
Europäischer Kunstwettbewerb „Europa – aber sicher!“
- Nicole Schwarz aus Würzburg malte dieses Bild zum Thema "Europa"
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Europa in der Schule – 72. Europäischer Wettbewerb 2025.
Ehrungen der unterfränkischen Siegerinnen und Sieger in Obernburg am Main.
München / Würzburg / Obernburg am Main /Elsenfeld / Amorbach. Der 72. Europäische Wettbewerb ist mit einer Rekordteilnehmerzahl zu Ende gegangen.
74.337 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen haben im 72. Europäischen Wettbewerb unter dem Motto “Europa? Aber sicher!” ihrer Kreativität freien Lauf gelassen – das ist ein Zuwachs von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
454 Arbeiten der knapp 22.000 im Wettbewerb erschaffenen Kunstwerke wurden mit Bundespreisen ausgezeichnet.
Die Landesjurys vergaben zudem etwa 6.500 Landespreise, die auf vielen regionalen Preisverleihungen feierlich übergeben wurden.
Die ersten Reisen für Bundesgewinnerinnen und -gewinner finden aktuell statt - so zum Beispiel in den Deutschen Bundestag nach Berlin oder in die Europäische Akademie Otzenhausen.
Gratulationen gingen an alle Gewinnerinnen und Gewinner des 72. Europäischen Wettbewerbs.
„Danke sagen“ heißt die Devise für die Zukunftsvisionen eines gemeinschaftlichen Europas! Ein Blick in diese Visionen lohnt sich in jedem Fall.
Ausgewählte Arbeiten von unterfränkischen prämierten Schülerinnen und Schülern wurden am Dienstagnachmittag, dem 15. Juli 2025, in der Aula der Main-Limes -Realschule unter der der Schirmherrschaft der Regierung und dem Bezirk von Unterfranken vorgestellt.
Die Preisverleihung wurde mit gestaltet vom Bezirksverband der Europa-Union Unterfranken.
Urkunden und Buch-Gutscheine überreichte Regierungspräsidentin Frau Dr. Susanne Weizendörfer.
Buch-Gutscheine gab es auch dankenswerterweise vom Bezirk Unterfranken, hier vom stellvertretenden Bezirkstagspräsidenten Thomas Schiebel.
Ein rund dreistündiges Programm umfasste die Preisverleihung.
Schulleiterin Katja Wehner-Theiner begrüßte in der Main-Limes-Realschule die Gäste aus nah und fern: Ehrengäste, Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern, Lehrkräfte, Schulleiter, Vertreter der Schulämter, von Städten und Gemeinden.
Der Schulbeauftragte der Europa Union Bayern, Oberstudiendirektor a.D. Georg Fath stellte den Europäischen Wettbewerb und die Europa Union vor.
Gerhard Luber StD a.D. präsentierte ausgewählte Schülerarbeiten.
Kurzweilig war auch ein Interview der drei Schüler-Moderatorinnen mit Frau Weizendörfer und Herrn Schiebel nach der Devise „Die Main-Limes-Realschule will’s wissen“.
Charlotte Scherf, Lina Neumann sowie Frizzi-Maria Wengerter aus der Klasse 9e „löcherten“ mit vielfältigen Fragen die beiden Ehrengäste und die für die Schirmherrschaft Verantwortlichen.
Interessante Antworten, auch Persönliches, gab es hier zum Thema „Europa“ hinsichtlich Zusammenarbeit, Freizeitgestaltung und Aspekten, die auch in verschiedenen Altersmodulen im Wettbewerb behandelt wurden.
Immer wieder überraschten Schülerinnen und Schüler der Main-Limes-Realschule mit gekonnten musikalischen und gesanglichen Beiträgen, die viel Beifall erhielten, so beispielsweise Laurin Schmitt und Christian Strobel auf der Trompete und Susanne Stenger (Horn) mit dem Musikstück „Ode an die Freude“ aus der neunten Sinfonie von Ludwig van Beethoven.
Linus Prennig überzeugte auf dem Klavier mit „I’m still standing“ von Elton John, ebenso begeisterte die Pianistin und Schülerin Elisa Gebele mit „River Flows in You“ von Yiruma.
Auf dem Cello faszinierte Fabian Müller mit „The Swan“ von Camille Saint-Saens.
Adeles „Hometown Glory“ meisterte vor der Verabschiedung schließlich Chiara Gravina mit einem exzellenten Gesangsvortrag.
[b]Zu den unterfränkischen Siegerschulen gehörte auch
- die Main-Limes Realschule / Staatliche Realschule Obernburg und
- das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld sowie
- das Karl-Ernst-Gymnasium Amorbach.
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Da nach dem Wettbewerb bekanntlich vor dem Wettbewerb ist, sind die Vorbereitungen für den
73. Europäischen Wettbewerb unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt, Realität?!“ bereits in vollem Gange.
Ein herzliches Dankeschön galt von den hiesigen Verantwortlichen und Ehrengästen allen Lehrkräften, die mit großem Einsatz, Kreativität und Ausdauer ihre Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme motiviert und den Arbeitsprozess begleitet haben – ohne Sie wäre der Wettbewerb nicht möglich gewesen.
„Das Wichtigste für Europa sind junge Menschen. Ihr seid die Zukunft und damit Teil einer großen Gemeinschaft.“ Ihre Worte fanden bei den Anwesenden große Resonanz und unterstrichen die gesellschaftliche Relevanz des Europäischen Wettbewerbs.
Für die musikalische Untermalung sorgten beeindruckende Schülerinnen- und Schülerbeiträge, instrumental und gesanglich, die dem unterfränkischen Festakt in Obernburg am Main einen würdigen Rahmen verlieh.
Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden für ihre originellen und tiefgründigen Beiträge in den Bereichen Bild, dreidimensionalen Objekten, Text und Multimedia ausgezeichnet – ein Zeichen für die Vielfalt und Qualität der eingereichten Werke.
Gemeinsam Europa gestalten
Die Preisverleihungen des Europäischen Wettbewerbs 2025 zeigen eindrucksvoll, wie junge Menschen in ganz Deutschland sich mit aktuellen Themen auseinandersetzen und kreative Beiträge leisten.
Ob in Schul-Aulen, Plenarsälen oder historischen Rathäusern – überall wurde deutschlandweit deutlich: Europa lebt von der Begeisterung, den Ideen und der Vielfalt seiner jungen Bürgerinnen und Bürger.
Ein herzliches Dankeschön galt allen beteiligten Schulen, Lehrkräften, Partnerorganisationen und politischen Vertreterinnen und Vertretern, die diese Veranstaltungen ermöglicht und bereichert haben.
Der Europäische Wettbewerb ist ein wichtiger etablierter Baustein in der europapolitischen Bildungslandschaft – und als dieser wichtiger denn je. Eine hohe Anzahl an Erstwählerinnen und Erstwählern wählten bei der Bundestagswahl 2025 zu einem beträchtlichen Teil anti-europäische Parteien.
Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Europäischen Bewegung Deutschland e.V. vom Dezember 2024 zeigt, dass fast 60 Prozent der deutschen Bevölkerung die EU und ihre Funktionsweise nicht verstehen.
Es wird zunehmend wichtiger, die Demokratie und die europäische Idee aktiv zu schützen und zu erklären. Die Teilnehmenden des Europäischen Wettbewerbs machen in ihren Werken genau das: Sie begreifen Europa als gemeinsames Projekt und entwickeln ein eigenes europäisches Bewusstsein.
Die Verzahnung kreativer Methoden mit klassischer Europabildung zählt zu den großen Stärken des Europäischen Wettbewerbs.
Projektleiter Enno Coordes, Europareferent der Europäischen Bewegung Deutschland e.V., erklärte: „Der Europäische Wettbewerb gehört zu den ältesten und renommiertesten Instrumenten schulischer Europabildung in Deutschland. Er verbindet kreative Ausdrucksformen mit politischer Bildung, stärkt Demokratieverständnis, Toleranz und interkulturelle Kompetenz.
Durch seinen interdisziplinären, inklusiven Ansatz macht er Europa im Klassenzimmer lebendig – von der Grundschule bis zur Berufsschule und quer durch alle Fachbereiche.”
Roland Schönmüller
Weitere Infos und Fotos folgen!
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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