So ungewöhnlich kann Sport sein

Begeisterte Bridgespieler bei den Aschaffenburger Bridge-Freunden.
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Von der Suche nach dem Fit

Was haben James Bond, Bill Gates, Mahatma Gandhi und Snoopy gemeinsam? Genau: Sie alle sind begeisterte Bridgespieler. Bridge geht in seinen Ursprüngen auf das Jahr 1529 zurück und entwickelte sich zum beliebtesten Kartenspiel weltweit.Es ist das einzige Spiel, das neben Fußball auf der ganzen Welt gespielt wird. Leider ist Bridge auch das verkannteste Spiel der Welt – vor allem in Deutschland. In anderen Ländern gilt Bridge als das interessanteste und variantenreichste Kartenspiel von allen. Aber es ist noch mehr. Es ist kein Glückspiel, sondern ein Strategiespiel, es ist Kommunikation, aber mit verschlüsselten Botschaften. Wer die „Sprache Bridge“ spricht, wird überall auf der Welt verstanden und findet schnell neue Freunde. Übrigens: einen „Fit“ finden bedeutet, zusammen mit dem Partner ausreichend Trümpfe zu finden, um den Gegner zu besiegen.

Hochleistungssport Bridge

Seit 1998 ist Bridge vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell als Sportart anerkannt. 2020 wird es in Tokio vorgestellt und dann kann es sogar olympisch werden. In Deutschland gibt es ca. 29000 organisierte Mitglieder (die Dunkelziffer der nicht organisierten Spieler dürfte mindestens doppelt so hoch sein) und bis zu 100 Mio. Spieler weltweit. Bridge wird gerne auch als Schach mit Karten bezeichnet und es steht in dem Ruf, das vermutlich schwierigste Spiel der Welt zu sein. Dabei sind die Grundregeln denkbar einfach, so dass es von Menschen aller Altersstufen in kürzester Zeit erlernt werden kann. Allerdings hört beim Bridge das „Dazulernen“ nie auf und seine Komplexität lässt es auch langjährigen guten Spielern nicht langweilig werden.

„Bridge ist besonders gut für gestresste Menschen geeignet, denn damit kann man wunderbar abschalten. Je früher man Bridge erlernt, desto besser ist es. Aus diesem Grund bieten wir auch Jugendlichen die Chance, dieses wundervolle Kartenspiel zu erlernen. Das kann sowohl bei einem freiwilligen Kurs im Gymnasium sein oder bei unserem beliebten Sommercamp für Kinder und Jugendliche von 9 „bis 19 Jahren. Das bedeutet eine Woche Bridge, Spaß, Action und die Möglichkeit, neue Freunde zu finden. Übrigens ist es erwiesen, dass Kinder, die Bridge spielen, nach drei Jahren in der Schule vor allem im mathematischen Bereich um bis zu zwei Notenstufen besser sind. Das Camp wird vom Deutschen Bridgeverband unterstützt und ist auch für Bridgeneulinge geeignet“, erklärt Klaus Polap.

Erika Lindenthal findet es faszinierend, dass beim Bridge gute und schlechte Spieler sowohl miteinander als auch gegeneinander spielen können. „Bridge ist ein Partnerspiel und wenn man sich gut mit seinem Partner versteht, dann ist das ein absolutes Highlight. Unser Club bietet neben dem Spiel auch viele soziale Kontakte. Mit Bridge bist Du nie allein. Ich spiele auch gerne große Turniere wie zum Beispiel die Deutschen Meisterschaft oder die Liga, weil man sich da mit den besten Spielern Deutschlands messen kann. Am 29. Und 30. Oktober 2016 richten wir die Aufstiegsspiele für die Paar-Bundesliga bei uns, den Aschaffenburger Bridge-Freunden, aus. Zuschauer sind jederzeit herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei“, erzählt die Präsidentin.
Wer die „Musik mit 52 Karten“ (Leonard Bernstein) einmal ausprobieren möchte, kann sich an die Bridge-Freunde Aschaffenburg wenden. Am 22. September 2016 findet in der Stadtbibliothek in Aschaffenburg ein kostenloser Schnupperkurs statt und Ende September 2016 beginnt wieder ein neuer Anfängerkurs für Interessierte jeden Alters.
Nähere Infos:
www.bridge-freunde.de
oder bei
Erika Lindenthal
Info@bridgewerkstadt.de
Tel. 0160-90352971
Clubräume
Darmstädter Str. 125/Im Jägerhof
63741 Aschaffenburg
Tel. 06027-400427

Stacking – mit Bechern Sport betreiben

Aus Bechern kann man trinken oder mit ihnen Meisterschaften bestreiten. Erfunden wurde das „Cup Stacking“ wahrscheinlich in den 80er Jahren in den USA als Beschäftigung und vermutlich auch als Therapie für Schlaganfall Patienten. 2005 wurde der Sport von einer Lehrerin aus USA mit nach Butzbach gebracht. Von dort aus entwickelte sich schnell eine kleine deutsche Stacker Community. 2006 gab es bereits die erste deutsche Meisterschaft und deutsche Sportler nahmen sehr erfolgreich an Weltmeisterschaften teil.

Norbert Abb erzählt: „Meine Tochter und ich kamen zum Sport Stacking als Salome an Weihnachten 2014 ihre ersten Becher geschenkt bekam. Wir haben dann 2015 an einem Anfängerturnier in Stockstadt/Rhein teilgenommen und im Februar bereits an den deutschen Meisterschaften in Butzbach. Im Sommer habe ich eine Sport Stacking Gruppe im örtlichen Turnverein gegründet. Dort stacken mittlerweile über 10 Kinder.
Wir haben auch begonnen das Sport Stacking an Salomes Schule in Erlenbach einzuführen.Eine Lehrerin kannte den Sport bereits und war begeistert, dass eine Schülerin in die Schule kommt, die das so gut beherrscht und weiter geben kann. Auch in Wörth und Bürgstadt haben wir Stacking schon an den Schulen bei der Mittagsbetreuung vorgestellt und versuchen das Stacking bekannter zu machen. In unserer Region ist das Sport Stacking noch nicht sehr verbreitet.“
„Die Sport-Freunde aus Speichersdorf haben es übrigens geschafft, dass Sport Stacking im letzten Jahr vom BLSV als Sportart anerkannt wurde“, erklärt Norbert Abb.
Insgesamt dürften es ca. 1000 Stacker sein, die an Turnieren teilnehmen. Der Sport kann vom Kindergartenalter bis zum hohen Rentenalter ausgeübt werden. Bei der deutschen Meisterschaft waren die jüngsten Teilnehmer 5, die älteste Teilnehmerin 77 Jahre alt. Auch Behinderte nehmen an den Wettbewerben teil. Die sogenannten ‚Special Stacker‘ haben ihre eigene Wertung, sind aber im ganz normalen Turniergeschehen integriert. Eine besondere Spezialität ist es, dass Eltern mit ihren Kindern im Doppel antreten dürfen (auch mit erwachsenen Kindern).
Die Gemeinschaft und Atmosphäre bei diesen Events ist wirklich toll. Das bestätigen auch alle, die das erleben durften. Es freut alle, wenn super Leistungen erreicht werden.
Sport Stacking fördert nicht nur koordinative Fähigkeiten, sondern allgemein die Gehirnleistung. Durch den abwechselnden Einsatz der Hände und das Arbeiten über die Körpermitte hinweg wird die Verbindung der beiden Gehirnhälften gefördert.
Leider gibt es in Deutschland nur wenige größere Turniere. In diesem Jahr fanden die Weltmeisterschaften in Deutschland (Speichersdorf) statt (Infos: http://www.hochstapler-speichersdorf.de/ ). Im nächsten Jahr sind sie in Asien“, erläutert Norbert Abb.

Infos zu Sport Stacking:
www.speedstacks.de
www.wssa-deutschland.de
norbert@norbert-abb.de, oder einfach vorbei schauen:
Donnerstag 17:00 – 18:30 TV Turnhalle Trennfurt.

Autor:

Liane Schwab aus Miltenberg

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