Unsere vier Köpfe in Berlin

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Die frisch gewählten Bundestagsabgeordneten unserer Region
sagen, wie sie den Untermain im Bundestag vertreten wollen


Nach der Wahl ist vor der Arbeit. Das gilt für unsere Bundestagsabgeordneten, die die Region in Berlin vertreten, wie auch für alle anderen Politiker. Die politische Landschaft hat sich mit dem Einzug der AfD und der Rückkehr der FPD gewandelt. Während sich Union, Grüne und FPD noch über Inhalte der Koalition unterhalten und die SPD sich in der Opposition wohl fühlt, geht es für unsere Köpfe im Bundestag auch um Schwerpunktthemen und möglichst viele Erfolge für den bayerischen Untermain. Während Andrea Lindholz und Alexander Hoffmann jeweils die Direktmandate ergattern konnten, schaffte es Bernd Rützel erneut über die Landesliste in die Hauptstadt. Neu dabei ist FPD-Mann Karsten Klein, der ebenfalls über die Landesliste gewählt wurde. Wir wollten von unseren vier Abgeordneten in 800 Zeichen wissen, wie sie den Untermain in Berlin vertreten wollen, wo sie ihre Schwerpunkte sehen und was für sie das wichtigste Thema der Legislaturperiode ist. Die jeweiligen Antworten mit einem kleinen Porträt der Befragten finden Sie hier:

Andrea Lindholz (CSU)
Die 47-jährige Andra Lindholz wurde in Bonn geboren, ist verheiratet und hat ein Kind. Nach dem Abitur 1991 in Hösbach folgten das erste und zweite jurstische Staatsexamen 1996 und 1999. Seit 2000 war Lindholz als Fachanwältin für Familienrecht tätig. 2013 bekam sie mit 52,4 % der Stimmen das Direkmandat und damit die Nachfolge von Norbert Geis im Bundestag erteilt. Auch bei der Wahl 2017 erteilten ihr die Wähler mit 39,7% diesen Auftrag.
„48.8 % der Wählerinnen und Wähler in Stadt und Landkreis Aschaffenburg haben mir am 24. September ihre Stimme gegeben. Vielen Dank für das Vertrauen! Dieses gute Ergebnis nehme ich als Ansporn, mich auch in Zukunft mit voller Kraft in Berlin für unsere Region einzusetzen. Die in den letzten vier Jahren vor Ort angestoßenen Projekte möchte ich weiter vorantreiben und neue Impulse setzen. Das heißt z. B. den Lärmschutz an Schiene und Straße zu verbessern. Ebenso möchte ich den barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe vorantreiben, weiter für den ICE-Halt in Aschaffenburg kämpfen und die Mottgers-Spange verhindern. Die Chancen der Digitalisierung sollten wir für den ländlichen Raum und für unsere Schulen nutzen. Auch in Deutschland gibt es einiges anzupacken. Hier denke ich z. B. an die Förderung von Familien, zukunftsfeste Renten, den Wohnungsbau, mögliche Steuerentlastungen, Sicherheit und die Herausforderungen der Migration.“

Bernd Rützel (SPD)
Der 49-jährige Rützel wurde in Gemünden geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach den Ausbildungen zum Maschinenschlosser und Werkzeugmeister studierte er Maschinenbau und Elektrotechnik in Karlsruhe und war dann als Werkmeister im Beamtendienst, später als Betriebsrat tätig und hatte Leitungs- und Führungspositionen inne. Er ist technischer Oberamtstrat a. D. bei der Deutschen Bahn AG und seit 1992 in der SPD. 2013 (22,6% der Stimmen) und nun erneut (23,3%) kam er über die Landesliste nach Berlin
„Ich werde Mainfranken weiter beständig und hartnäckig in Berlin vertreten. Fairness, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit sind für mich besonders wichtig. Meinen inhaltlichen Schwerpunkt in der Berliner Arbeit möchte ich weiter im Bereich Arbeit & Soziales setzen. Hier kann ich mich der Dinge annehmen, die für die Menschen besonders wichtig sind – z. B. eine zuverlässige Rente für heute und für morgen. In den nächsten Jahren werden außerdem die bessere finanzielle Ausstattung unserer Kommunen, der Schutz der Umwelt und Energiesicherheit, der Ausbau unserer Infrastruktur und Gerechtigkeit im Gesundheitswesen an Bedeutung gewinnen. Ich möchte unsere Region bei der Lösung künftiger Herausforderungen in diesen und anderen Bereichen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern unterstützen.“

Alexander Hoffmann (CSU)
Der 42-jährige Hoffmann wurde in Würzburg geboren, ist verheiratet und hat ein Kind. Er studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften und legte seine beiden juristischen Staatsexamen 2002 und 2005 ab. Seit 2006 war er dann als juristischer Staatsbeamter des Freistaates Bayern in der inneren Verwaltung tätig. Leitende Tätigkeiten der Abteilung 5 und 4 am Landratsamt Miltenberg sowie Leiter des FB ABD bei der Stadt Würzburg und seit 2010 verschiedene Lehraufträge im bayerischen Verwaltungswesen füllen Hoffmanns weiteren Lebenslauf. 2013 (51,7% der Stimmen) und 2017 (46,6%) wurde ihm von den Wählern das Direktmandat für Berlin erteilt.
„Ich möchte auch in Zukunft als Abgeordneter Ihr Ansprechpartner aus der Region für die Region sein und die Anliegen des Wahlkreises mit großem Nachdruck vertreten. Hierzu gehört, die Investitionen in unsere Infrastruktur, vor allem in Digitalisierung und Bildung, weiter anzuheben. Gleichzeitig wollen wir den Soli endlich abschaffen und Steuern senken. Insbesondere die Familien sollen gestärkt werden durch die Erhöhung des Kindergelds, des Kinderfreibetrags sowie durch die Einführung eines Baukindergeldes. Zudem wollen wir eine unabhängige, überparteiliche Kommission einsetzen, die konkrete Vorschläge erarbeiten soll, wie die Rente über das Jahr 2030 hinaus finanziell solide und generationengerecht aufgestellt werden kann. Das sind nur einige der Themen, mit denen wir uns – zusätzlich natürlich zum Schwerpunkt-Thema Flüchtlings- und Asylpolitik – beschäftigen werden.“

Karsten Klein (FPD)
Der 39-jährige Klein wurde in Aschaffenburg geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder. Nach dem Abitur 1999 und dem darauffolgenden Grundwehrdienst studierte er BWL in Würzburg, ehe er im Marketing tätig war. 2008 bis 2013 war er Landtagsabgeordneter für die FDP, im Anschluss Geschäftsführer einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und seit 2015 EU-Forschungsreferent. Seit 1998 ist er FDP-Mitglied. Für die Bundestagswahl 2017 erhielt der 39-Jährige Platz 2 auf der Landesliste und konnte nach dem starken Wahlergebnis der Liberalen nun nach Berlin reisen.
„Mit dem Blick auf meine Heimat am Untermain ist mir vor allem das Thema Infrastruktur wichtig. Um als Region attraktiv zu bleiben, brauchen wir eine gute Verkehrsanbindung. Ich werde mich daher für den ICE-Halt in Aschaffenburg und den Ausbau von B26 und B469 einsetzen. Schon in meiner Zeit als Landtagsabgeordneter war die Haushalts- und Finanzpolitik mein Themenschwerpunkt. Darum möchte ich mich jetzt auch im Deutschen Bundestag kümmern. Die Steuern und Abgaben sind in den vergangenen Jahren gerade für die Mitte der Gesellschaft immer weiter gestiegen. Das bringt die Balance zwischen Bürger und Staat ins Wanken und hier wollen wir Freien Demokraten gegensteuern und den Menschen etwas zurückgeben. Eine erste konkrete Maßnahme wäre an dieser Stelle die Abschaffung des Solidaritätszuschlags.“ tp

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