Ab 2. Mai 2017 wird die Ortsdurchfahrt von Großheubach wieder wegen Baumaßnahmen gesperrt

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Die Bürgerversammlung am 6. April 2017 in Großheubach im Gemeinschaftshaus war gut besucht. Zu Beginn informierten Heike Weißenbach Abteilungsleiterin des Staatlichen Bauamtes Aschaffenburg und Klaus Gernhart vom Staatlichen Bauamt sowie Ingenieur Bernd Eilbacher über die geplanten Baumaßnahmen der Ortsdurchfahrt Großheubach.

Vollsperrung

Der Ausbaubereich geht von der Einmündung der Langgasse bis Ende bestehende Bus-Bucht nach der Apotheke Fahrtrichtung Klingenberg. Er wird in zwei Bauphasen unterteilt: Bereich Altes Rathaus bis Langgasse (Mai bis Mitte Juli) und der Bereich aus Richtung Klingenberg bis altes Rathaus (Mitte Juli bis Anfang Oktober). Die Baumaßnahme erfolgt unter Vollsperrung der St 2309. Der Durchgangsverkehr wird hierbei wie an den Markttagen über den Frankenring, Sportplatzstraße, Beim Trieb, Friedensstraße und Langgasse umgeleitet.
Für die Anlieger werden Parkausweise ausgestellt.

Weiterhin wird im Bereich Friedhof auf einer Länge von ca. 175 m die Asphaltschicht erneuert. Hierbei werden auch Hochborde mit Entwässerungsrinnen vor der Friedhofsmauer erstellt und die Bus-Bucht mit Kasseler Hochborden versehen. Hier wird es zu einseitiger Sperrung der Fahrbahn und auch zu Vollsperrungen kommen. Erfolgen soll diese Erneuerung gleichzeitig mit der Bauphase 1 ab 2. Mai.

Welche Baumaßnahmen sind vorgesehen?

Der Freistaat Bayern ist zuständig für: Fahrbahn, Entwässerungsrinnen und Straßenentwässerung (Einläufe und Anschlussleitungen), Sanierung Heubachbauwerk
Der Markt Großheubach ist Verantwortlich für: die Wasserleitung, Hausanschlüsse Wasserleitung, Hausanschlüsse Kanal, Bordsteine und Gehwege, Angleichungen von Gemeindestraßeneinmündungen, Verlegung der Speedpiperohre für DSL.
Die Kosten belaufen sich auf 1,55 Millionen Euro (ohne Grunderwerb und Abbruchkosten Gasthaus „Adler“) und werden je zur Hälfte vom Freistaat Bayern und dem Markt Großheubach getragen.

Abbruch Gasthaus „Adler“ zugunsten einer breiteren Straße

Das Gasthaus Adler gegenüber dem alten Rathaus wurde vom Markt Großheubach zusammen mit dem Freistaat Bayern erworben und wird zeitgleich zur Straßenbaumaßnahme abgerissen. Somit kann die Staatsstraße hier um ca. 3,0m verschwenkt werden, so dass vor dem alten Rathaus und gegenüber Platz für beidseitige Gehwege (1,80 m breit) entsteht. Weiterhin wird die vorhandene Bus-Bucht nach der Apotheke in Fahrtrichtung Klingenberg in den Bereich unmittelbar gegenüber dem alten Rathaus verlegt.

Die vorhandene Fußgängerampel im Bereich Café König wird um ca. 30 m in Richtung Klingenberg verschoben und somit vor dem Gebäude des ehemaligen Gasthauses „Zum Hirschen“ neu errichtet. Diese Fußgängerampel erhält zudem eine Vorampel, die aus Fahrtrichtung Klingenberg kommend unmittelbar vor der Zufahrt Mainstraße (vor dem alten Rathaus) steht und somit in der Rotphase dem Autofahrer ein Ausfahren aus der Mainstraße bzw. ein Überqueren der Staatsstraße im Bereich des alten Rathauses ermöglicht bzw. erleichtert.

Weitere Planungen

Im Einmündungsbereich der Röllbacher Straße werden in der St 2309 und in der St 2441 zwei Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer eingebaut.
Die St2309 erhält im Bereich des Bauabschnittes 2 eine lärmarme Asphaltdeckschicht.

Die Bus-Bucht bzw. die Bushaltestellen werden mit Kasseler Hochborden ausgestattet, die eine leichteres Ein- bzw. Aussteigen aus den Bussen für Rollstuhlfahrer bzw. für Kinderwagen ermöglichen.

Zwei im Lichtraumprofil des Heubachbauwerks vorhandene Versorgungsleitungen (Gas-und Wasserleitung) werden im Zuge der Baumaßnahme unter dem Bauwerk hindurch verlegt, da die vorhandenen Leitungen bei starken Unwetterereignissen durch Wasser oder Treibgut abgerissen werden können. Die Umverlegung der beiden Leitungen erfolgt durch ein Bohrspülverfahren.

Zusammen mit der neuen Wasserleitung und den jeweiligen Hausanschlüssen werden vom Markt Großheubach sogenannte Speedpiperohre verlegt, in die später Gasfaserkabel für DSL Anschlüsse eingezogen werden können.

Historisches Rathaus

Die Marktgemeinde Großheubach wird den Tunnel-Durchgang durchs Alte Rathaus schließen. Durch den gewonnen Platz sollen Lagerräume und ein barrierefreies WC darin Platz finden.

Wissenswertes im abgelaufenen Jahr 2016

Nach den ausführlichen Informationen zur Baumaßnahme dankte Bürgermeister Günther Oettinger allen, die in der Marktgemeinde Verantwortung tragen. Ohne sie wäre Großheubach nicht lebenswert. Anschließend gab er unter anderem die Einwohnerzahlen bekannt: zum 31. 12.2016 hatten 5.111 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Großheubach und 259 ihren Nebenwohnsitz. Gewerbebetriebe seien 518 gemeldet.

Zwei neue Urnenwände wurden errichtet. „Der Trend geht hin zu Urnenbestattung, es besteht eine große Nachfrage“, so Oettinger. Auf vier freigewordenen Gräbern im Alten Friedhof, werden Ahornbäume gepflanzt. Darunter gibt es ein Urnenfeld in dem Bestattungen anonym oder halbanonym erfolgen können.

Der Vermögenshaushalt schloss 2016 mit 2.580 Euro, berichtete Oettinger. Die Schulden konnten im vergangenen Jahr abgebaut werden. Er erläuterte noch die Einnahmen und Ausgaben. Es gebe 85 Neubestellungen für eine Engelbergstufe, so Oettinger, die Versetzung erfolge innerhalb des ersten Halbjahres 2017.

In Großheubach sind 246 Ruhebänke und 23 Tische aufgestellt. Diese werden regelmäßig kontrolliert und repariert. „Großheubach ist die einzige Gemeinde, die so viele Ruhebänke hat“, betonte Oettinger. Gerade für unsere älteren Mitbürger sei es gut zu wissen, dass man sich auf einem Spaziergang immer wieder auf den Bänken ausruhen kann.

Der Kindergarten wird um zwei Krippengruppen erweitert. Ebenso wird das Atrium im Kindergarten St. Peter überdacht um einen Speisesaal zu erhalten. Auch der Platz im Hort wird um den Computerraum erweitert dadurch können 54 Kinder mehr aufgenommen werden.

Umbau Gemeinschaftshaus

Eine Fluchttreppe aus der Bar wurde bereits angelegt. Ferner wird die Hausmeisterwohnung vom Gemeinschaftshaus abgetrennt und ist dann über eine eigene Treppe erreichbar. Ein behinderten-gerechtes WC wird eingerichtet. Eine Be- und Entlüftungsanlage muss eingebaut werden. Die Heizkörper fallen weg. Für die Brandmeldeanlage müssen 90.000 Euro investiert werden. Der Fluchtweg vom Balkon wird vergrößert.

Allgemeines
Ein Antrag von Annemarie Dietrich auf erneute Beratung im Gemeinderat über die Abschaffung der Stellplatzverordnung wurde von der Versammlung abgelehnt.
Helmut Flicker beantragte ein Podium für die Vereine.

Autor:

Susanne Flicker aus Miltenberg

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