SPD Ortsverein Nilkheim-Leider
Die SPD Nilkheim will LKW-Durchfahrtsverbot auf der Großostheimer Straße
- Die Eisenbahnbrücke über die Großostheimer Straße
- Foto: Wolfgang Giegerich
- hochgeladen von wolfgang giegerich
Der Neubau der Eisenbahnbrücke in Nilkheim über die Großostheimer Straße wird vom SPD-Ortsverein kritisch gesehen, weil damit keine Reduzierung des LKW-Verkehrs verbunden ist, sondern eine Zunahme. Die Großostheimer Straße ist in Nilkheim beiderseits mit Wohnungen bebaut. Deren Belastung nehme zu, um geschätzte 360 LKW-Fahrten, so das Main-Echo.
Aus Sicht der SPD gibt es nur eine nachhaltige Lösung: ein Durchfahrtsverbot für LKWs. Die SPD setzt sich ausdrücklich für einen sicheren Rad- und Gehweg in der Großostheimer Straße ein. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer muss oberste Priorität haben. Weitere Verkehrsschilder, Temporeduzierungen oder zeitliche Beschränkungen werden nach Einschätzung der Nilkheimer SPD keine wirksame Lösung darstellen. Schon heute missachten zahlreiche Lkw-Fahrer die bestehende Höhenbeschränkungen.
Die Darmstädter Straße wurde für mehrere Millionen Euro ausgebaut, um den Lkw-Verkehr gezielt zu bündeln und eine zusätzliche Belastung der Stadtteile Nilkheim und Leider durch Schwerlastverkehr zu vermeiden. Aus unserer Sicht muss sichergestellt werden, dass dieses Ziel auch weiterhin erreicht wird. Schon 2008 schrieb der damalige Oberbürgermeister Klaus Herzog: „Auch die schon seit Jahren angestrebte Entlastung der Großostheimer Straße ist erst dann möglich, wenn ein Teil des Verkehrs auf die leistungsfähigere Darmstädter Straße verlegt werden kann.“ Die Darmstädter Straße wurde ausgebaut. Jetzt ist eine Entlastung der Großostheimer Straße an der Reihe. Auch ehemalige Stadträte, die den Ausbau der B26 unterstützt haben, fühlen sich von den aktuellen Entscheidungen des Aschaffenburger Stadtrats belogen.
Kritisch sieht die SPD die geplante einjährige Sperrung der Großostheimer Straße. Es sollte geprüft werden, ob die neue Brücke – ähnlich wie bei der Überführung im Bereich der Firma Linde – zunächst neben der Unterführung montiert werden kann. Anschließend könnte die Straße nur für wenige Wochen gesperrt werden, um die alte Brücke abzubrechen und die neue Brücke einzusetzen. Dieses Verfahren würde die Belastungen für Anwohner, Pendler und Gewerbetreibende deutlich reduzieren.
„Wir erwarten, dass alle Möglichkeiten geprüft werden, um die Bauzeit zu verkürzen und die Belastungen für Bürgerinnen und Bürger sowie örtliche Unternehmen so gering wie möglich zu halten. Eine einjährige Vollsperrung darf nicht die einzige Option sein“, erklärt Serkan Kazan, der Vorsitzende des Ortsvereins. Sollte sich bestätigen, dass aufgrund der Einstufung als Staatsstraße tatsächlich keine Alternativen geprüft werden können, werden wir rechtlichen Rat einholen. Wir möchten klären lassen, ob die Aussagen des Tiefbauamtes zutreffen und ob tatsächlich keine Möglichkeit besteht, eine bürgerverträglichere Lösung umzusetzen.
„Wir werden wir uns weiterhin mit Nachdruck für eine vernünftige und praktikable Lösung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger einsetzen und bis zum Schluss dafür kämpfen“, betont Serkan Kazan.
Autor:wolfgang giegerich aus Aschaffenburg |
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