Wohl dem, der jetzt eine gute Heizung hat

Jetzt im Oktober ist es oft schon recht unangenehm kühl. Die Tage sind kürzer und werden zunehmend grauer, da freut man sich abends schon auf ein gemütlich warmes Wohnzimmer oder kuscheliges Badezimmer. Viele Menschen versuchen aber, den Heizbeginn noch etwas hinauszuzögern - nur um Energie und damit Kosten zu sparen. Aber das muss nicht sein, denn mit den neuen energiesparenden Heizungsarten, können Sie ohne schlechtes Gewissen die Heizung starten und die wohlige Wärme in ihrem Zuhause genießen.
Wer neu baut oder ein Eigenheim modernisiert, sollte bei der Gebäudetechnik in langen Etappen denken: Welche Heiztechnik verspricht auf zehn oder 20 Jahre betrachtet die günstigste Kostenentwicklung und ist umweltfreundlich?

Solarthermie - Wärme bei jeder Witterung

Lacht die Sonne über Deutschlands Dächern, freut das besonders die Eigentümer von Photovoltaikanlagen. Seit dem Einzug der Energiewende liegt Photovoltaik im Trend. Die rund 1,3 Millionen Solaranlagen in Deutschland erzeugten laut Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSWSolar) im vergangenen Jahr rechnerisch Strom für acht Millionen Haushalte – fast doppelt so viel Energie wie noch 2011. Zwischen 12.000 und 14.000 Euro müssen Hausbesitzer durchschnittlich aufbringen, wenn sie ihr Einfamilienhaus mit Photovoltaikmodulen ausrüsten wollen - eine Investition, die sich in Zeiten steigender Strompreise rechnet.

Besonders beliebt bei Bauherren und Sanierern ist die ökologisch und ökonomisch sinnvolle Kombination aus Holzpellets und Solarenergie. Wer Solarkollektoren mit einem Pelletkessel verbindet, kann das ganze Jahr über witterungsunabhängig, also auch an trüben Tagen, Wärme kostengünstig erzeugen. Die beiden erneuerbaren Energiequellen ergänzen sich gut, denn Holz ist dank der Photosynthese nichts anderes als im Baum gespeicherte Sonnenenergie.

Ist der Himmel klar, kann der gesamte Warmwasser- und Heizungsbedarf durch Sonnenenergie gedeckt werden. Ist der Himmel bedeckt und steht nicht genügend Sonnenwärme zur Verfügung, um die nötige Temperatur im Pufferspeicher zu halten, wird die Pelletheizung in den Heizkreislauf zugeschaltet. Mit Hilfe einer klugen Regelung arbeitet jeder Teil des gesamten Systems mit größtmöglicher Effizienz.

Wärmepumpen sind im Trend

Heute setzen Hauseigentümer Umwelttechniken wie etwa die Wärmepumpe nicht nur ein, um ihr Haus preiswert und umweltfreundlich zu beheizen, sondern auch bei einem privaten Schwimmbad im Garten ist die Wärmepumpe immer öfter im Einsatz. Und das aus gutem Grund: Nicht nur die Umwelt profitiert von dieser klimafreundlichen Technik, auch die Betriebskosten für den Pool sinken spürbar.
Bisher sind alleine Wärmepumpen in der Lage, Wärme energieeffizient ohne die Verbrennung von Holz, Kohle, Gas oder Öl zu liefern. In einem sogenannten thermodynamischen Prozess heben sie Wärme, die sie direkt aus der Umwelt beziehen, auf ein höheres Temperaturniveau. Rund drei Viertel der Wärme, die am Ende des Prozesses für den Pool zur Verfügung steht, stammen kostenlos aus Umweltwärme, nur etwa ein Viertel kommt aus der Steckdose und wird für den Betrieb des Kompressors und der Umwälzpumpe benötigt. Kann die Wärmepumpe teilweise über Eigenstrom von einer hauseigenen Photovoltaikanlage betrieben werden, fällt die Bilanz noch günstiger aus.

Bequemes heizen mit Hackschnitzel oder Pellets

Moderne Hackschnitzelheizungen sind nicht nur eine umweltfreundliche, sondern auch eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Zentralheizungen, denn steigende Öl- und Gaspreise machen eine Hackschnitzelheizung bei gleichzeitig niedrigen Holzpreisen und staatlichen Förderungen zu einer zukunftssicheren Investition.
Die Nutzung erneuerbarer Energien aus nachwachsenden Rohstoffen für die Heizung und Warmwasserbereitung ist kinderleicht geworden, denn das Handling wurde seit den Anfängen stetig verbessert. Hackgut oder Hackschnitzel sind derzeit einer der günstigsten verfügbaren Biomasse-Brennstoffe und haben eine hervorragende Energiebilanz. Hackschnitzelheizungen eignen sich nicht nur für kleine Wohnhäuser, sondern auch für größere Ein- und Mehrfamilienhäuser, sowie für landwirtschaftliche Betriebe und zum Aufbau eines Nahwärmenetzwerkes.
Leistungsstarke Niedertemperatur-Pelletheizungen sind echte Alternativen zu bestehenden Öl- und Gasheizungen. Dabei profitieren nachhaltig produzierte Holzpellets von höchster Versorgungssicherheit. Pelletheizungen eignen sich für Niedrigenergiehäuser und energiesanierte Häuser ebenso wie für klassische Ein- und Mehrfamilienhäuser, sowie für den Einsatz in Großanlagen.

Öl- oder Gasheizungen

Auch mit den schon immer bekannten Öl- und Gasheizungen lässt sich durch einen neuen und effizienten Brenner viel Geld sparen. Öl- und Gasheizungen sind eine ausgereifte Spitzentechnik, die zusätzlich die Wärme aus den Abgasen der Anlage nutzt. In einem Neubau mit sehr geringem Verbrauch kann die Niedertemperaturtechnik wirtschaftlicher sein als die Brennwerttechnik, weil der bessere Wirkungsgrad die Mehrkosten nicht kompensiert. Gasanlagen haben einen geringen Platzbedarf, gute Umweltwerte und niedrige Anschaffungskosten. Die Nachteile bei diesen Arten des Heizens sind die
hohen Betriebskosten, die wahrscheinlich weiter steigen. Die Investitionskosten sinken deutlich, wenn ein Gasanschluss bereits vorhanden ist. Der erhöhte Platzbedarf einer Ölheizung sollte auch bedacht werden.

Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik für alle

Im Auto möchte wohl kaum jemand noch auf den angenehmen Komfort einer Klimaanlage verzichten, dank derer man entspannt statt verschwitzt am Fahrziel ankommt. Auch in Büros und öffentlichen Gebäuden, Hotels, Restaurants und Privathäusern sorgt Klimatechnik immer öfter dafür, dass die Menschen auch an heißen Sommertagen einen kühlen Kopf bewahren können und im Winter nicht frieren. Hohe Spitzentemperaturen an heißen Tagen sind auch in unseren gemäßigten Breitengraden keine Ausnahme mehr. Viele neue Wohnhäuser werden daher heute mit einer Klimaanlage geplant, damit die Bewohner auch an den "Hundstagen" einen kühlen Kopf bewahren können. Und auch die Besitzer einer älteren Immobilie greifen immer öfter zu einer Nachrüstungslösung für die Klimatisierung des Hauses.

Gemütlichkeit mit Kachelofen oder Heizkamin

Wer sein Geld nicht "verheizen" will, hat mit einem modernen Kachelofen, Heizkamin oder Kaminofen eine effiziente Alternative. Die flexible und effiziente Heiztechnik lässt sich ideal mit anderen regenerativen Wärmeträgern wie Solarthermie und auch mit bereits vorhandenen Heizsystemen koppeln. Ob im Neubau oder bei einer Modernisierung - ein vom Fachmann auf den Bedarf abgestimmtes System liefert den optimalen Energiemix und sorgt für behaglichen Wärmekomfort. Die Verkaufszahlen für die häuslichen Einzelfeuerstätten steigen deshalb weiter an, die meisten Öfen werden gekauft, um Heizkosten zu sparen. Immer mehr Haushalte realisieren auf diese Weise ihre persönliche Energiewende und heizen mit Holz. Seit Jahren liegen die Preise für den regenerativen Brennstoff aus heimischen Wäldern deutlich unter denen fossiler Brennstoffe. Mit Scheitholz heizt man um rund ein Drittel günstiger als mit Öl.
Ein Kachelofen mit innovativer Feuerungstechnik erreicht bis zu 90 Prozent Wirkungsgrad und bietet hohen Heiz- und Bedienkomfort - zum Beispiel mit automatischer Verbrennungsluftregelung und Abbrandsteuerung. So wird jedes Gramm Holz hocheffizient ausgenutzt und in Wärmeenergie umgewandelt. Die Verbrennung läuft gleichmäßig, schadstoffarm und CO2-neutral - das heißt, es wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum während des Wachstums gebunden und per Photosynthese in Holz umgewandelt hat. So leistet jeder, der mit Holz heizt, einen wichtigen Beitrag, um fossile Brennstoffe und die Umwelt zu schonen, denn die heutigen Heizsysteme vom Fachmann erfüllen alle neuen gesetzlichen Umweltvorschriften.
Das gemütliche Feuer im modern designten Kachelofen oder Heizkamin kann daher auf angenehme Art den eigenen Geldbeutel und zugleich auch die Umwelt entlasten.

Autor:

Liane Schwab aus Miltenberg

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