Feuerwehr
63 Feuerwehrleute für langjährigen aktiven Dienst ausgezeichnet

Die für 40-jährigen aktiven Dienst Geehrten stellten sich zu einem Erinnerungsfoto mit (von links) Kreisbrandinspektor Albert Klug, stellvertretendem Landrat Bernd Schötterl, Kreisbrandinspektor Hauke Muders und Kreisbrandinspektor Patrick Walter sowie (Sechster von links) Kreisbrandrat Martin Spilger auf. | Foto: Winfried Zang
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  • Die für 40-jährigen aktiven Dienst Geehrten stellten sich zu einem Erinnerungsfoto mit (von links) Kreisbrandinspektor Albert Klug, stellvertretendem Landrat Bernd Schötterl, Kreisbrandinspektor Hauke Muders und Kreisbrandinspektor Patrick Walter sowie (Sechster von links) Kreisbrandrat Martin Spilger auf.
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Die 63 Ehrungen für langjährig aktive Feuerwehrmänner und Feuerwehren beim Ehrenabend am Freitag, 20. März, in der alten Turnhalle in Amorbach haben gezeigt: Das ehrenamtliche Engagement in den Wehren ist kein Auslaufmodell, sondern wird in allen Feuerwehren gelebt. Alleine die Auszeichnung von zehn Aktiven, die seit einem halben Jahrhundert für Sicherheit sorgen, macht deutlich, wie tief dieses Engagement verankert ist.

Stellvertretender Landrat Bernd Schötterl begrüßte nicht nur die zu Ehrenden mit Partnerinnen und Partnern, sondern auch Vertreter der Feuerwehren, Bürgermeister, Politikerinnen und Politiker aus Landes-, Bezirks- und Kreispolitik sowie Mitarbeitende der Landkreisverwaltung. Sie alle erwiesen mit ihrem Erscheinen den zu Ehrenden ihren Respekt für die langen Dienstzeiten.

Es sei ihm eine Freude, die herausragenden Leistungen zu würdigen und für den unermüdlichen Einsatz persönlich danken zu können, so Schötterl zu den zu Ehrenden. Für ihn war es wichtig, auch die Partnerinnen und Partner der Geehrten herauszustellen, denn „ein Ehrenamt in dieser Dimension ist eine Aufgabe für die gesamte Familie.“ Ohne diesen Rückhalt wäre es nicht möglich, den Feuerwehrdienst mit so viel Engagement zu leisten. Für diesen Dienst gebe es im Landkreis Miltenberg seit 2017 die Bayerische Ehrenamtskarte – und zwar die goldene unbefristet für alle, die eine Dienstzeitauszeichnung nach dem Feuerwehr- und Hilfsorganisationen-Ehrenzeichen-Gesetz erhalten. Insgesamt wurden bislang 5.007 Ehrenamtskarten vergeben, wusste Schötterl, darunter 2.953 blaue und 2.054 goldene Karten. Dies sei eine zusätzliche Anerkennung und Wertschätzung, sagte er und verwies auf 198 Akzeptanzpartner im Landkreis. Dazu komme ein besonderes Dankeschön: Die Gemeinden ermöglichten den seit 50 Jahren Aktiven einen achttägigen Aufenthalt im Feuerwehr-Erholungsheim St. Florian Bayerisch Gmain. Das sei dem Kreisverband des Bayerischen Gemeindetags zu verdanken, sagte Schötterl und dankte dessen Vorsitzenden Gerhard Rüth, dessen Unterstützung maßgeblich dazu beigetragen habe, diese Anerkennung möglich zu machen.
Die Feuerwehraktiven stünden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bereit, lobte der stellvertretende Landrat. „Immer wenn Menschen in Not geraten, wenn Gefahren drohen oder Eigentum geschützt werden muss, sind Sie zur Stelle“, stellte er fest und sprach von Engagement, „das für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert ist.“ Gerade in Zeiten des Klimawandels mit Extremwetterereignissen werde immer deutlicher, wie wichtig die Arbeit der Wehren sei, lobte er den Dienst für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, der höchste Anerkennung verdiene. Das Ehrenamt in der Feuerwehr sei aber auch eine Quelle von Gemeinschaft und Stolz auf die gemeinsam erbrachte Leistung.

Die Freiwillige Feuerwehr Amorbach, Gastgeber des Ehrenabends, stelle Schötterl zufolge eine zentrale Einsatzkomponente für mehrere Kommunen sicher und trage maßgeblich zur schnellen Hilfe im Ernstfall bei. Darüber hinaus engagiere man sich intensiv in der Ausbildung der Feuerwehren des Landkreises, man beteilige sich aktiv an der Modularen Truppausbildung und stelle für besondere Ausbildungsthemen örtliche Möglichkeiten zur Verfügung. Die Feuerwehr Amorbach übernehme Verantwortung weit über die eigenen Stadtgrenzen hinaus und leiste damit einen wichtigen überörtlichen Beitrag zur Gefahrenabwehr in der Region. So sei Amorbach Standort der Gemeinschaftsdrehleiter der Stadt Amorbach sowie der Märkte Schneeberg und Kirchzell. Auch im Bereich des Katastrophenschutzes sei auf die Amorbacher Verlass. In der Planung der Hilfeleistungskontingente des Landkreises Miltenberg seien auch Fahrzeuge der Stadt Amorbach fest eingeplant. Für Schötterl, der seit über einem Jahr den erkrankten Landrat Jens Marco Scherf vertritt, war es sein letzter Feuerwehr-Ehrenabend in diesem Amt. „Es hat mir unheimlich Spaß gemacht“, bekannte er am Mikrofon, „es war mir eine Ehre.“ Die Gäste in der Halle würdigten Schötterl daraufhin mit stehenden Ovationen und lange anhaltendem Beifall.

Kreisbrandrat Martin Spilger freute sich, dass sich die Gemeinden geeinigt hätten, die Haftpflichtregelungen im Hinblick auf die Leistungen zu vereinheitlichen. In der nächsten Legislaturperiode gebe es dann vier Bürgermeister, die Feuerwehrleute seien, sagte er. Laut Amorbachs Bürgermeister Peter Schmitt braucht es freiwillig Engagierte wie die in der Feuerwehr, die die Sicherheit der Menschen gewährleisten. Die Feuerwehrleute könnten es sich nicht aussuchen, wann sie zu einem Einsatz ausrücken, sie seien jederzeit bereit. Die Wehren selbst kosteten die Gemeinden kein Geld, wohl aber die Sicherstellung des Brandschutzes. Dieser Aufgabe stellten sich die Kommunen aber gerne, so Schmitt. Er stellte das hohe Engagement der Aktiven heraus, die jederzeit und oft unter Einsatz ihres Lebens bereit seien, Menschen zu helfen. „Euer Herz sitzt am richtigen Fleck, ihr seid unverzichtbar“, rief er ihnen zu und würdigte auch die Familien der Feuerwehrleute sowie die Arbeitgeber für ihre Unterstützung.

Die anschließenden Ehrungen wurden wieder in bewährter Weise von den beiden Kreisbrandinspektoren Hauke Muders und Albert Klug moderiert. Nach den abschließenden Gruppenfotos trafen sich die rund 190 Gäste zum gemütlichen Ausklang des Ehrungsabends. Umrahmt wurde der Abend traditionell vom Kommunalen Gebläse mit Joachim Bieber, Andreas Fath-Halbig, Andreas Freiburg, Thomas Köhler, Kurt Repp, Gerhard Rüth, Rudi Schreck, Manfred Schüßler, Michael Schwing, Günther Winkler, Thomas Zöller und Hermann Englert. Der Abend wurde perfekt von der Freiwilligen Feuerwehr Amorbach mit Kommandant Thorsten Fritz an der Spitze gestaltet.

Geehrt wurden:

50 Jahre: Alfons Motzel (Collenberg), Matthias Becker (Elsenfeld), Peter Petana (Elsenfeld-Eichelsbach), Stefan Herkert (Kirchzell-Breitenbuch), Paul Zeitler und Rainer Zöller (beide Neunkirchen-Umpfenbach), Evangelos Dellis, Horst Hartlaub und Rainer Loy (alle Niedernberg), Günter Hold (Weilbach-Weckbach).

40 Jahre: Stefan Schell (Amorbach-Neudorf), Joachim Hennich (Eichenbühl-Guggenberg), Einhard Hettler (Elsenfeld), Gebhard Hein (Elsenfeld-Eichelsbach), Peter Schwab (Kirchzell-Watterbach), Stefan Herbert (Klingenberg-Röllfeld), Stephan Syndikus (Leidersbach-Roßbach), Andreas Genzler, Jochen Schell und Andreas Steiniger (alle Miltenberg-Breitendiel), Karlheinz Paulus (Miltenberg-Mainbullau), Ralf Hennich, Hartmut Neuberger, Matthias Neuberger und Klaus Seifried (alle Miltenberg-Schippach), Reiner Hirsch (Mönchberg), Dieter Scheurich (Neunkirchen-Richelbach), Udo Ditter (Neunkirchen-Umpfenbach), Klaus Hock und Alexander Zerkler (beide Niedernberg), Thomas Haas (Schneeberg-Hambrunn), Ludwig Diener, Reiner Dölger, Andreas Hirsch und Frank Nykrake (alle Sulzbach), Klaus Erbacher (Weilbach).

25 Jahre: Manuel Ripperger (Eichenbühl-Pfohlbach), Christof Zinsmayer und Bernd Stegmeier (beide Elsenfeld), Alexander Wolf (Elsenfeld-Eichelsbach), Peter Loschert (Elsenfeld-Rück-Schippach), André Freudenberger und Simon Mayer (beide Eschau), Raphael Dyroff (Eschau-Wildensee), Manuel Orth (Hausen), Daniel Meixner (Kirchzell-Watterbach), Tobias Schröder (Kleinwallstadt), Pascal Bitterschulte (Klingenberg-Röllfeld), Sandra Fath und Carmen Spielmann (beide Leidersbach-Roßbach), Matthias Wolf (Leidersbach-Volkersbrunn), Ulrike Werner-Paulus und Daniel Paulus (beide Miltenberg-Mainbullau), Andreas Bleifus und Manfred Federspiel (beide Miltenberg-Schippach), Christof Körbel (Mönchberg), Frank Weis (Mönchberg-Schmachtenberg), Bernd Seifried (Neunkirchen-Richelbach), Andreas Frank (Obernburg), Johannes Reichert und Michael Werner (beide Sulzbach), Timo Habedank (Weilbach-Weckbach), Bernd Kettinger (Wörth).

Die für 40-jährigen aktiven Dienst Geehrten stellten sich zu einem Erinnerungsfoto mit (von links) Kreisbrandinspektor Albert Klug, stellvertretendem Landrat Bernd Schötterl, Kreisbrandinspektor Hauke Muders und Kreisbrandinspektor Patrick Walter sowie (Sechster von links) Kreisbrandrat Martin Spilger auf. | Foto: Winfried Zang
Eng wurde es vor der Stellwand, als sich zahlreichen für 25-jährigen Dienst Geehrten den Fotografen stellten. Das Bild zeigt sie mit Kreisbrandinspektor Albert Klug (Zweiter von links), den Kreisbrandinspektoren Patrick Walter und Hauke Muders (Vierter und Fünfter von links) sowie Kreisbrandrat Martin Spilger und stellvertretendem Landrat Bernd Schötterl (Siebter und Achter von links).  | Foto: Winfried Zang
Die für ein halbes Jahrhundert aktiven Dienst Geehrten stellten sich mit dem stellvertretenden Landrat Bernd Schötterl (rechts), Kreisbrandrat Martin Spilger (hintere Reihe mitte) sowie (von links) den Kreisbrandinspektoren Patrick Walter und Albert Klug und Hauke Muders (Vierter von links) den Fotografen.  | Foto: Winfried Zang

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