In der allerletzten Sekunde

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Mittelschule Miltenberg gewinnt ein starkes Dribble&Dance-Basketballturnier

Davon hatte Sahin Selova geträumt. Wovon wohl viele Sportler träumen: In der letzten Sekunde den entscheidenden Wurf treffen und zum Helden zu werden. Im Finale vom Dribble&Dance-Basketballturnier in Miltenberg lief die Uhr gerade ab. Die Realschule Miltenberg führte 10:9. Fünf Sekunden blieben und die Mittelschule Miltenberg warf an der Grundlinie ein. Der erste Wurf verfehlte, der zweite ging daneben, 3, 2, 1... der Ball landete bei Selova. Der Wurf des Neuntklässlers ging durchs Netz, als die Uhr ablief. Beim Basketball zählt das noch. Die Mittelschule hatte gewonnen.

Das dritte Dribble&Dance-Turnier war größer und ausgeglichener als in den beiden Jahren zuvor. Zwölf Teams nahmen in der Churfrankenhalle teil, von Obernburg und Aschaffenburg bis Walldürn und Wertheim: Realschulen, Mittelschulen, Berufsschulen und eine Förderschule. Der veranstaltende Lehrer Maxim Stöckigt war stolz und froh über die tolle Resonanz, die Freude der Teilnehmer und den größtenteils fairen Umgang. In den letzten Spielen umarmten sich gegnerische Trainer und Spieler, nachdem sie sich zuvor hart bekämpften.

Die Mittelschule Miltenberg gewann dank einer leidenschaftlichen Verteidigung, einem variablen Angriffsspiel, starkem Rebounding und einer mannschaftlichen Geschlossenheit. „So eine großartige Mischung von Spielern hatte ich noch nie und wer weiß, wann wir wieder so ein tolles Schulteam haben werden. Die Jungs zeigten schon seit Monaten jede Woche in unserer Basketball-AG viel Begeisterung“, meinte Betreuer Stöckigt.

Herausragten neben dem Finalhelden Selova vor allem Center Georgy Malania, der insgesamt 24 Punkte erzielte und wie ein Ruhepol unter dem Korb wirkte. Dabei spielte der russischstämmige Zehntklässler mit einem angebrochenen Finger. Malania ist ein echter Basketballfreak. Vor ein paar Wochen brachte er an seinem Geburtstag eine riesige Basketballtorte in die Schule mit.

Außerdem überragte Flügelspieler Adrian Leinbach (22 Punkte). Dabei hatte der Neunklässler erst im Herbst überhaupt mit Basketball angefangen und erst noch den Korbleger lernen müssen. Lernbegierig und aufmerksam saugte er in Windeseile die Grundlagen des Spiels auf. „In der Schule würde man so einen Lerneifer als Streber bezeichnen. Wahnsinn, wie viel Energie er in den Basketball steckt“, meinte Stöckigt. Im Turnier trieb Leinbach sein Team mit starker Persönlichkeit an und dominierte mit kaum zu stoppenden blitzschnellen Drives zum Korb.

Die Mittelschule Miltenberg gewann, aber es hätte auch anders ausgehen können. Ab dem Halbfinale waren die Partien so eng, dass wohl auch die Realschulen aus Miltenberg und Wertheim den Pokal hätten holen können. Am Ende entschied ein wenig das Glück, so wie beim Wurf in der letzten Sekunde.

Maxim Stöckigt, Mittelschule Miltenberg

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