Schule und Ausbildung
WORKSHOPDAY an der Mittelschule in Miltenberg

Einen Tag in der Schule mal machen was man möchte. Am Workshopday was das möglich.
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Für Hildegard Bauer, Rektorin an der Mittelschule in Miltenberg, ist am Mittwoch, den 13.02.2019, wie sie sagt, „ein Traum in Erfüllung gegangen!“ An diesem Tag veranstaltete die Schule, einen ganzen Tag Workshops, mit den unterschiedlichsten Interessensrichtungen, für alle Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse.
Jeder Pädagoge und jede Pädagogin, jede Expertin und jeder Experte – darunter auch Schüler und Elternteile - zeigten und lehrten genau das, worin sie sich auskennen und was sie gerne weitergeben möchte. Ob anspruchsvollere Dinge wie Lego Robotics und Schach oder einfach etwas zum Entspannen wie etwa Singen. Das Ganze fand in drei Zeitschienen statt (8:00-9:25 / 9:45-11:10 / 11:30-12:55). Die Schüler wählten in jeder Zeitschiene einen Workshop ihrer Wahl aus und trug sich in eine Liste ein.

Ob Poker oder Yoga – Hauptsache mit Spaß dabei

26 Themenbereiche hatten die Kursleiter zur Auswahl - ob ein Hobby oder einfach ein Thema, dass den Kursleiter persönlich sehr interessiert: Schafkopf lernen, Singen, Jonglieren, Familienspiele, Babypflege Astronomie, Calisthonics, Entspannung, Schach, Siebdruck, Zaubern, Lego Robotics, Poker, String Art, Spuk in der Bibliothek, Mandalas, Kreatives Basteln, Fantasiereise, Rap-City-Mil, Origami, Visitenkarten, Tennis, Umwelt, Rhönrad, Kartentricks und Spiele Aula. „…und wenn die Jugendlichen für sich nur ein Spiel mit nach Hause nehmen, haben wir schon gewonnen“, meint Pädagogin Carolin Eckerlein, die ihre Teilnehmer mit dem Familienspiel „Rummycup“ begeisterte.

So gab es zum Beispiel beim Babypflege-Workshop auch gleich Wissensvermittlung am „lebenden Objekt“. Lehrerin Vera Geis, die den Workshop hielt, zeigte den meist Mädchen, den Umgang mit einem Baby. Was so ein kleines Wesen alles braucht, wie man es hält oder anzieht und hatte hierfür gleichmal ihre 3 Monate alte Tochter mitgebracht. Interessant für diejenigen, die vielleicht einmal als Kindermädchen oder auch Au-pair arbeiten möchten.

Für Pädagogen Bernd Bartenschlager, der in seiner Freizeit selbst Schafkopf spielt, war es ein Anliegen, Schülern mit „dem schafkopfen“, einem Kartenspiel das zum deutschen Kulturgut zählt, vertraut zu machen. Ein Schüler der 10. Klasse hatte sich mit einem Kurs angemeldet, um seinen Mitschülern Kartentricks beizubringen. Im Kurs von Sabine Stellrecht-Schmidt, Schüler-Mutter und aktiv in der Politik, wurde sich mit dem Thema „Umwelt“ befasst. Wen die musikalische Richtung eher interessierte, der konnte bei Maxim Stöckigt sein Rap-Talent unter Beweis stellen – um nur einige der Workshops näher zu erläutern.

„Sich sozusagen einen frei gestalteten Tag als Schule zu leisten, ist Luxus!“, meint Rektorin Bauer nicht ohne Stolz. „Und wie man sieht, ist das Projekt ein voller Erfolg und wurde super angenommen – ob im Vorfeld als ich die Idee den Kolleginnen und Kollegen vorschlug, oder am WorkshopDay von den Schülern. Ich habe bisher nur positive Resonanz“.

Und hier noch einige Stimmen von Schülern und Pädagogen:

Moritz Schmitt, aus der Klasse 8a: „Ich hatte mich für die Visitenkarten und das Origami angemeldet und bin begeistert! Es war mal was ganz anderes, cool. Ich hatte es mir im Vorfeld nicht so gut vorgestellt. Es wäre schön, wenn der WorkshopDay jedes Jahr stattfinden würde.

Fahriye Türkyilmaz und Erblina Berisha: „Wir haben beim Tennis, den Visitenkarten und am Basteln und Gestalten teilgenommen. War echt toll. Wir würden uns auch wünschen, dass das wiederholt wird. Der WorkshopDay könnte sogar öfters im Jahr sein. Vor allem waren die Lehrer gut drauf.

Stefanie Scheurich, Lehrerin: „Bei mir im Kurs gab es Mandalamalen mit Entspannungsmusik. Die Kursangebote wurden alle sehr gut angenommen. Als Frau Bauer auf der Lehrerkonferenz mit dieser Idee auf uns zukam, waren wir alle gleich angetan davon. Da die Schüler sich die Kurse an denen sie teilnehmen wollten selbst aussuchen konnten, waren sie natürlich entsprechend mit Begeisterung dabei. Ich würde es sehr befürworten, wenn man dies wiederholen könnte.

Autor:

Sylvia Kester aus Miltenberg

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