Erster Gras-Schnitt in der Region Odenwald, Maintal und Spessart ( 11.05.2016)

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Impressionen, u.a. aus Eichenbühl-Heppdiel.

Heu ist bekanntlich die getrocknete oberirdische Biomasse von Grünlandpflanzen wie Gräsern, Kräutern und Hülsenfrüchtlern.

Heu dient in der Regel als Futter für Nutz- und Haustiere.

Als Silage, Gärfutter oder Silo bezeichnen die Landwirte ein durch Milchsäuregärung konserviertes Futtermittel für Nutztiere.

Es ist ein Kraftfutter -vor allem für Wiederkäuer - (insbesondere für die Hausrinder), da diese durch die Fermentation der Nahrung im Pansen auch in der Lage sind, Strukturkohlenhydrate zu verdauen.

Durch Silierung werden nachwachsende Rohstoffe, die als Energiequelle in Biogasanlagen dienen, haltbar gemacht.

Siliert werden können grundsätzlich alle Grünfuttermittel, unter anderem

Gras (Gras-Silage),
• Mais (Mais-Silage),
• Klee,
• Luzerne,
• Ackerbohnen oder
• Getreide (als Ganzpflanzensilage)

Übrigens:

Mais-Silage hat den höchsten Energiegehalt aufgrund des Stärkegehaltes, gefolgt von reiner Grassilage.
Silagen dienen in Biogasanlagen als energiereiches Substrat.

Häufig wird Maissilage eingesetzt, da Mais einen hohen Ertrag an Trockenmasse pro Fläche ermöglicht. Zudem liefert Maissilage bei der Vergärung einen hohen Gasertrag.

Aber auch andere Ganzpflanzen-Silagen gewinnen an Bedeutung.

Ablauf der Silierung

Das zu silierende Pflanzenmaterial wird im Allgemeinen vor Einbringung in das zur Silierung (und anschließenden Lagerung) dienende Silo mittels Feldhäcksler oder Ladewagen zerkleinert.

Denn: zerfasertes oder zerrissenes Erntegut vor allem durch bessere Verfügbarkeit der Kohlenhydrate infolge teilweiser zerstörter Zellwände und der leichteren Verdichtung, damit geringerem Sauerstoffgehalt, vergärt besser.

Nach der Einbringung des Erntegutes in das Silo wird dieses verdichtet und luftdicht abgeschlossen.

Hierdurch werden pflanzeneigene Enzyme sowie unterschiedliche Mikroorganismen (Bakterien, Hefen, Schimmelpilze) unterdrückt.

Die Milchsäurebakterien wandeln den Zucker in Säuren (vor allem Milchsäure) um und der pH-Wert fällt auf typischerweise 4,0–4,5 ab.

Dadurch werden weitere gärschädliche Bakterien am Wachstum gehindert: Coli-Aeorogenes-Gruppe, Listerien und Clostridien.

Mehr als ein Drittel der Biogasanlagen in Deutschland nutzen Grassilage als Gärsubstrat - jedoch meist nur zu geringen Anteilen:

An der Masse der eingesetzten nachwachsenden Rohstoffe beträgt der Grassilageanteil lediglich neun Prozent.

Der Einsatz der langfaserigen Grassilage als Gärsubstrat verlangt eine geeignete Anlagentechnik. Bei hohen Anteilen Grassilage hat sich die Trockenfermentation bewährt.

Weitere Informationen und Bilder folgen!

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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