Tiefe Trauer in Miltenberg am Main, in Bürgstadt und Umgebung

Vom Kreuz zum Licht. Abenddämmerung im Odenwald.
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Stadtpfarrer Dr. Hermann Steinert (57) ist überraschend gestorben.

Er war beliebt unter den Gläubigen am Bayerischen Untermain. Dabei kam er erst vor einem Jahr an den Bayerischen Untermain: Dr. Hermann Steinert, Stadtpfarrer von Miltenberg.

Sympathie für Land und Leute am Untermain seit früher Jugend

Die Region kannte er aber schon seit Kindheitstagen, insbesondere mochte er das Kloster Engelberg bei Großheubach und die Weinberge ringsum.

Als Fundamentaltheologen fielen ihm dazu nicht nur Erinnerungen an frühere Zeiten ein, sondern ein Fülle von religiösen Assoziationen, etwa vom irdischen Lebensweg, Pilgern, Wallfahren und einem symbolträchtigen Ziel - hin zu Gott.

Wallfahrt und Pilgerschaft

Sein vielversprechendes Vorhaben, im kommenden Sommer mit einer hiesigen Reisegruppe nach Italien, insbesondere nach Assisi und zu den franziskanischen Wirkungsstätten zu pilgern, konnte Dr. Hermann Steinert leider nicht mehr in die Tat umsetzen.

Sein plötzlicher Tod am Mittwoch, dem 02. März 2016, machte seinen hoffnungsvollen Projekten einen Strich durch die Rechnung.

Unterwegs sah man Hermann Steinert immer wieder: zu Fuß, vom Pfarrhaus zur Klosterkirche eilend oder per Rad in Richtung Miltenberg-Nord fahrend.

Die Sache Jesu braucht Begeisterte

So hat man ihn auch in Erinnerung: winkend, meist mit einem sympathischen Lächeln, manchmal auch etwas in sich gekehrt, reich an religiösem Wissen, engagiert für die Sache Jesu, die auch heute noch Begeisterte braucht.

Faszinierend waren alle von ihm: jung und alt, Einheimische und Gäste. Er brachte frischen Wind und erfrischende Ideen in seine neue Wirkungsstätte mit.

Nun ist er völlig überraschend verstorben: der Miltenberger Stadtpfarrer Dr. Hermann Steinert.

Der 57-jährige hatte erst Anfang 2015 sein Amt als Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft "Sankt Martin Miltenberg-Bürgstadt" übernommen.

Dr. Steinert war ein gebürtiger Würzburger. Er wuchs im Stadtteil Heidingsfeld auf. Das nahe Gerbrunn bei Würzburg war für ihn sozusagen ein Heimspiel, auch seine letzte Pfarrstelle, bevor er im vergangenen Jahr als Seelsorger an den Bayerischen Untermain kam.

Die Weinberge in der alten Heimat und im neuen Domizil waren für ihn ein gemeinsames Band, auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart: hier wie dort wanderte er gern und liebte die Blicke ins Maintal, am Untermain wie in Würzburg.

Frommer Wanderer zwischen Welten und im Weinberg des Herrn

Grundlegende Studien unternahm Hermann Steinert nach der höheren Schule zunächst theoretisch mit Promotion in Fundamentaltheolgie , dann praktisch - im Weinberg des Herrn: er absolvierte ein Studium an der katholisch-theologischen Fakultät in Würzburg, außerdem studierte er in Bolivien.

Der damalige Würzburger Bischof Dr. Paul Werner Scheele weihte Hermann Steinert 1988 in der Abteikirche Münsterschwarzach zum Priester.

Als Kaplan wirkte Hermann Steinert in Würzburg, Ebern, Schweinfurt und Bad Kissingen.

Pfarrer war er in Ebertshausen, Hesselbach, Reichmannshausen und in Lengfeld.

Seit 2015 in und um Miltenberg seelsorgerisch tätig gewesen

2006 wechselte Hermann Steinert als Pfarrer nach Gerbrunn, bevor er im Februar 2015 nach Miltenberg kam.

Am Sonntag, dem 06.03.2016, fand um 18.30 Uhr ein Gedenkgottesdienst für Pfarrer Dr. Hermann Steinert in der Stadtpfarrkirche St. Jakobus d.Ä. statt.

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