Bildergalerie und Essay.
Was bedeutet eigentlich Rummelse-Kerb?
- Rummelse-Kerb in Eichenbühl. Was bedeutet eigentliche Rummelse?
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Impressionen vom 19.07.2026 . Teil II.
Die Rübe rockt das Erftal:
Warum die Rummelsekerb mehr ist als nur ein Volksfest.
Eichenbühl. Man nehme ein ganzes Dorf im kollektiven Ausnahmezustand, mische eine gehörige Portion fränkische Gemütlichkeit darunter und würze das Ganze mit einer verbalen Hommage an das bescheidenste Gemüse der regionalen Agrargeschichte.
Das Ergebnis? Die Eichenbühler Rummelsekerb!
Wenn Mitte Juli das Erftal bebt, feiert die Gemeinde nicht einfach nur irgendeine Kirchweih. Nein, hier huldigt man der „Rummelse“ – was dem Großstädter erst einmal linguistische Fragezeichen auf die Stirn treibt, im Odenwälder und Unterfränkischen aber schlicht und ergreifend die Futterrübe meint.
Während andere Regionen ihre Feste nach edlem Wein oder hochprozentigem Hopfen benennen, bleibt man in Eichenbühl herrlich bodenständig. Hier teilt sich die ehrwürdige „Kerb“ (Kirchweih) den Namen schamlos mit der Runkelrübe.
Ein historischer Geniestreich, der beweist: Wahre Festkultur braucht keinen Champagner, sondern Charakter.
Historisch tief in der landwirtschaftlichen Tradition verwurzelt, als die Rübe noch der Star im Viehstall war, schlägt die Rummelsekerb heute die perfekte Brücke zwischen nostalgischem Markttreiben und moderner Festzelt-Ekstase.
Wer braucht schon die Schickeria, wenn er eine Symbiose aus regionaler Kulinarik, Karussell-Nostalgie und ehrlicher Geselligkeit haben kann? Die Eichenbühler zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie man die eigene Herkunft mit einem Augenzwinkern feiert.
Die Rübe rockt – und das Erftal feiert mit!
Weitere Infos und Bilder folgen!
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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