Erster Bauabschnitt am HSG kann im März bezogen werden

Die Arbeiten im Rahmen des Schulbauprogramms haben den Ausschuss für Bau und Verkehr am Dienstag, 21.2.2017, beschäftigt. Kreisbaumeister Andreas Wosnik informierte das Gremium über den Fortschritt bei den Sanierungen im Hermann-Staudinger-Gymnasium (HSG) und dem Johannes-Butzbach-Gymnasium (JBG) Miltenberg.

Wosnik zufolge soll der Erweiterungsbau I am HSG planmäßig am 6. März der Schule übergeben werden, auch wenn zurzeit noch fast alle Ausbauarbeiten laufen. In der Woche vor der Inbetriebnahme soll der Umzug in die neuen Räume stattfinden –komplett in Eigenleistung der Schule, unterstützt von den Hausmeistern. Danach sollen die Räume im künftigen zweiten Bauabschnitt geräumt werden, so dass mit Start der Osterferien dieser Bauabschnitt offiziell beginnen kann. Zum ersten Bauabschnitt sagte Wosnik, dass es Zeitverzögerungen beim Abbruch gegeben habe, auch habe die nasskalte Witterung dafür gesorgt, dass der Estrich Wasser gezogen habe und getrocknet werden musste. Schimmelprobleme in zwei Klassenräumen aufgrund der ungünstigen Witterung seien schnell beseitigt worden, erklärte Wosnik. Das schlechte Wetter sei auch verantwortlich für den Verzug bei Fassadenrestarbeiten gewesen. In Absprache mit der Schule habe man zudem alle Schülertische im zweiten Chemie-Übungssaal mit einer Gasversorgung ausgestattet. Man überlege noch, die vertikalen Brüstungen der Dachterrasse mit Blechen zu verkleiden.

Am JBG habe die lange Kälteperiode im zweiten Bauabschnitt zu einer rund zweiwöchigen Zeitverzögerung geführt, erklärte Wosnik. Bislang seien 13 Gewerke ausgeschrieben worden mit einer zu erwartenden Gesamtsumme von 2.824.668 Euro. Angesichts von FAG-Mitteln von 2.903.616 Euro betrage die Einsparung zurzeit rund 79.000 Euro. Planänderungen habe es beim Glasdach über der neu entstehenden Aula gegeben, erläuterte Wosnik. So habe man sich dafür entschieden, nicht den kompletten Grundriss zu überdachen, sondern den umlaufenden Rand des Daches mit einem Deckenfries auszustatten. Diese Lösung biete immer noch genügend Licht, sagte Wosnik, zudem könne man Beleuchtungs- und Beschallungskomponenten einbauen und die Akustik verbessern. Zum (fertigen) ersten Bauabschnitt bemerkte der Kreisbaumeister, dass noch nicht alle Gewerke schlussgerechnet seien und man mit einer Kostenmehrung von rund 22.500 Euro rechnet. In Sachen Gebäudeautomation seien noch einige Nachbesserungen notwendig – etwa bei der Heiztechnik und der Lüftung.

Erfreuliches vermeldete Andreas Wosnik zum Bauunterhalt im vergangenen Jahr. Gegenüber dem Ansatz von 1.952.300 Euro hätten sich die Ausgaben um 296.150 Euro vermindert, sagte er und listete die Einsparungen an den in Frage kommenden Gebäuden auf. Etwa 100.000 Euro, die in dieser Summe enthalten sind, würden erst in 2017 umgesetzt, wies Wosnik auf technische oder personelle Probleme hin, die diese Ausgaben 2016 verhindert hätten. Selbst wenn man diese Ausgaben aus der eingesparten Summe herausrechne, verblieben Einsparungen von 179.150 Euro – entsprechend 9,2 Prozent der Summe im Ansatz 2016. Das sei „ein ordentliches Ergebnis“, das die gute Arbeit des Kreisbauamts dokumentiere, befand Wosnik.

Noch in diesem Jahr plant das Kreisbauamt, den kleinen Pausenhof der Miltenberger Johannes-Hartung-Realschule barrierefrei zu gestalten. Dieser Hof ist geprägt von zahlreichen Stufen, was zum einen den barrierefreien Zugang erschwert und zum anderen Unfallgefahren birgt. Wosnik will einen Teil der Stufen zurückbauen und durch eine behindertengerechte Rampe ersetzen, was zudem eine Zufahrt für Feuerwehr, Winterdienst und Fensterreiniger ermöglicht. Vor den restlichen Treppen sollen versetzte Bügel angebracht werden. Diese sollen verhindern, dass Schülerinnen und Schüler mit Schwung über die Treppen springen. 14.000 Euro sollen die Maßnahmen kosten, zu denen auch die Anlage von zwei Pflanzbeeten gehört.

Eine erfreuliche Mitteilung machte Landrat Jens Marco Scherf dem Gremium: Durch die Schaffung der Amphibientunnel im Ohrnbachtal bekomme der Landkreis Miltenberg insgesamt 69.000 Punkte auf sein Ökokonto gutgeschrieben – was etwa 55.800 Euro entspricht. Diese Wertpunkte werden pro Jahr mit drei Prozent „verzinst“, was das Ökokonto entsprechend anwachsen lässt. Ökopunkte würden immer dann benötigt, wenn der Landkreis Flächen verbraucht – eventuell für die mögliche Erweiterung der Kreismülldeponie Guggenberg.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab der Kreisbaumeister folgende Beschlüsse bekannt:
• Das Klimaschutzmanagement und weitere, integrierte Maßnahmen werden für 24 Monate im Rahmen der Umsetzung des Integrierten Klima- und Energiekonzeptes fortgesetzt
• Die lose Möblierung am HSG (Erweiterung, Umbau und Generalsanierung) wurde für 95.186 Euro vergeben, die Elektroinstallationsarbeiten am JBG (Generalsanierung) für 696.872 Euro und die Metallbau-, Fenster- und Sonnenschutzarbeiten für 371.340 Euro.
• Das Büro Balck wurde beauftragt, die Generalsanierung des HSGs und des JBGs weiter zu begleiten, ebenso wurde das Büro mit den Beratungsleistungen für das Gebäudemanagement betraut.

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