Neuer Jagdbeirat konstituiert sich

Landrat Jens Marco Scherf und Regina Groll, Leiterin der Unteren Jagdbehörde, haben am Mittwoch, 22.2.2017 im Landratsamt Jagdberater Rudi Faber für weitere fünf Jahre bestellt, den Mitgliedern des neuen Jagdbeirats Bestellungsurkunden überreicht und Jagdbeiratsmitglied Paul Grän verabschiedet. Eine solche konstituierende Sitzung findet nur alle fünf Jahre statt.

Rudi Faber (Umpfenbach), zuständig für den Altlandkreis Miltenberg, geht bereits in seine dritte Amtsperiode und sei bislang, wie Landrat Scherf sagte, „allen Verpflichtungen als Jagdberater in hohem Maße fachkundig und engagiert nachgekommen und hat vertrauensvoll mit der Jagdbehörde zusammengearbeitet.“ Scherf lobte Fabers Kompetenz als Jäger und seine ausgleichende Art. Welche große Wertschätzung Faber in den Interessensgruppen des Jagdwesens genießt, zeige sich an der einhelligen Zustimmung des Jagdbeirats zu Fabers Wiederbestellung. Faber und Dotterweich sind ehrenamtliche Sachverständigenberater der Jagbehörde und werden jeweils für fünf Jahre aus dem Kreis der Jagdscheininhaber bestellt. Von ihnen wird eine unparteiliche und ausschließlich an sachlichen Gesichtspunkten orientierte Aufgabenerledigung erwartet. „Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe“, wusste Landrat Jens Marco Scherf.

Gemäß Bundesjagdgesetz und Bayerischem Jagdgesetz wurde zudem ein neuer Jagdbeirat gebildet, der die nächsten fünf Jahre wirkt. Dieser berät die Jagdbehörde in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung sowie wichtigen Einzelfragen. Er hat dabei auf

einen gerechten Ausgleich zwischen jagdlichen Interessen und Belangen der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und des Naturschutzes hinzuwirken. Der Jagdbeirat wirkt etwa mit, wenn es um die Abschusspläne für bestimmte Schalenwildarten geht.

Der Jagdbeirat besteht aus der Vorsitzenden Regina Groll sowie aus fünf Mitgliedern der hauptbeteiligten Interessengruppen im Jagdwesen. Er soll die Verbindung der Jagdbehörde zu diesen Gruppen sicherstellen und die Tätigkeit der Behörde durch Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis ergänzen. Im Gegensatz zum Jagdberater dürfen die zum Jagdbeirat gehörenden Mitglieder die Belange der von ihnen vertretenden Gruppe wahren. Unparteilichkeit könne von ihnen nicht verlangt werden, so Scherf, „jedoch Wille und Fähigkeit zu einem am Gemeinwohl ausgerichteten Ausgleich der widerstreitenden Interessen.“

Die Fachverbände unterbreiteten der Jagdbehörde Vorschläge für Jagdbeiratskandidaten, aus denen die Untere Jagdbehörde auswählte. Bestellungsurkunden überreichte Landrat Jens Marco Scherf für die Gruppe Landwirtschaft an Josef Schiepeck (Großheubach) und seinen Stellvertreter Günther Hennrich (Amorbach-Reichartshausen), für die Forstwirtschaft an Stefan Beyer (Forstbetrieb Fürst Leiningen und Fürst Löwenstein) und Stellvertreter Paul Platz (Bürgstadt), für die Jagdgenossenschaften an Jagdvorsteher Egid Hennig (Richelbach) und Stellvertreter Horst Amrhein (Großwallstadt), für die Jägerschaft an Bernd Spilger (Obernburg) und Stellvertreterin Ingrid Stenger (Großwallstadt) und für den Naturschutz an Josef Fischer (Elsenfeld) und Stellvertreter Ferdinand Hovens (Amorbach).
Paul Grän (Miltenberg-Wenschdorf) wurde aus dem Jagdbeirat verabschiedet.

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