Tschechische Schüler zu Gast in Miltenberg
Deutsche Sprache verbindet

Zum Andenken an den gemeinsamen Ausflug zum Wasserschloß Mespelbrunn
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Miltenberg. Der Partnerschaftsvertrag zwischen der tschechischen Stadt Duchcov (Dux) und Miltenberg beschreibt ausdrücklich den Austausch und das Kennenlernen der Schülerinnen und Schüler beider Städte. Die Bürgermeister beider Städte, Sbynek Simbera und Helmut Demel legen besonderen Wert auf diesen Inhalt des Vertrages. Und mit Hildegard Bauer, Rektorin der Miltenberger Hauptschule und Lehrerin Carolin Eckerlein sind zwei Lehrkräfte auf das Ziel hin sehr aktiv, dass sich die Jugendlichen beider Städte nicht nur kennenlernen, sondern auch Freundschaften schließen. Dabei sollten die Kenntnisse der deutschen Sprache kein Hindernis sein. Vergangene Woche haben 14 Schülerinnen und Schüler mit Ihren Lehrerinnen Lucia Putiskove und Jana Doubkova Miltenberg besucht.

Seit 3 Jahren gibt es an den tschechischen Schulen die Vorschrift, ab der siebten Jahrgangsstufe eine zweite Fremdsprache zu vermitteln. Zunehmend wird die deutsche Sprache gewählt. Fragt man nach den Gründen, so erhält man zum Teil erstaunliche Begründungen. Etwa die, dass der Vater oder die Mutter in Deutschland arbeiten und deshalb Deutsch in den tschechischen Familien gesprochen wird. Altenberg in Sachsen zum Beispiel liege nur 30 Minuten von Dux entfernt, dort kaufe man ein, oder besuche das Schwimmbad. Eine Schülerin äußerte ihren Berufswunsch. Sie wolle den Beruf der Hotelfachfrau erlernen, vielleicht sogar in Deutschland. Dazu sind Deutschkenntnisse Voraussetzung. Deutsch zu lernen sei aber schwer, so die einheitliche Meinung der Schülerinnen und Schüler. Vor allem die Grammatik mache zu schaffen.

Viele Touristen in Miltenberg
Mit einer Stadtführung, dem Besuch des Museums mit der Duxer Heimatstube und einem Empfang im Rathaussaal lernten die jungen Gäste Miltenberg kennen. Gefragt nach den ersten Eindrücken von der Stadt Miltenberg kamen von den jungen Tschechen spontane Antworten, wie: „mit den kleinen Gassen und den vielen Fachwerkhäusern ist es eine sehr schöne Stadt“. Oder: „man merke gleich, dass Miltenberg eine mittelalterliche Stadt ist, mit den vielen alten Häusern und der schönen Beleuchtung“. Deshalb seien auch so viele Touristen in der Stadt.

Gastfreundschaft erleben
Den Jugendlichen mit ihren zwei begleitenden Lehrerinnen entstanden keine Kosten bei ihrem Besuch in Miltenberg. Lehrerin Carolin Eckerlein und Liba Machon, Mitglied in der Partnerschaftskommission legten bei den Vorbereitungen des Austausches besonderen Wert darauf. So wurden die Kinder bei Gasteltern untergebracht und verpflegt. Einmal kochten die deutschen Schülerinnen und Schüler mit ihren Gästen ein gemeinsames Mittagsessen und die Fahrtkosten übernahm die Stadt. Im Gegenzug werden die Kinder der deutschen Gastfamilien im nächsten Jahr der Schule in Duchcov einen Gegenbesuch abstatten. Man wolle damit die Kontakte noch vertiefen. 

Dankbar waren die tschechischen Gäste auch für das außerschulische Programm. So der Besuch der Eberstädter Tropfsteinhöhlen, eine Schifffahrt auf dem Main und schließlich die Fahrt nach Mespelbrunn mit Führung durch das Wasserschloss.

Bernhard Setzer.

Autor:

Bernhard Setzer aus Breitendiel

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