Corona-Krise befeuert künstlerisches Talent

Cécile Nokwe (Obernburg), Daniel Stockhorst (Obernburg) sowie Emily Leuner (Großheubach) sind die Jurypreisträger des Jugendkulturpreises des Landkreises Miltenberg 2020. 40 Jahre alt wird der Preis in diesem Jahr – und auch er wurde von der Corona-Pandemie beeinflusst.

Gerne hätten alle an der Organisation Beteiligten das Jubiläum mit einer großen Vernissage und einem Ehrenabend gefeiert, aber die Pandemie machte einen Strich durch die Rechnung. Die Organisatoren fanden aber eine kreative Lösung: Die eingereichten Werke wurden in einer digitalen Ausstellung im Internet gezeigt und die Jury kürte am Ende drei Preisträger*innen: In der Kategorie „Zeichnen und Malen“ siegte Cécile Nokwe, in der Kategorie „Plastisches Gestalten“ Daniel Stockhorst sowie in der „Fotografie/Kurzfilm, Computerkunst“ Emily Leuner.

Landrat Jens Marco Scherf und Kulturreferentin Juliana Fleischmann überreichten am Donnerstag die Glaspokale, die Urkunden und einen Gutschein über einen Kunstnetz-Workshop an die siegreichen jungen Künstlerinnen und Künstler. Obwohl in diesem Jahr weniger Werke eingereicht worden waren, so zeigten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dennoch durchwegs große künstlerische Begabung. Die Jury mit Mike Bauersachs, Cornelia König-Becker, Maurice Sam und Jutta Walter, die die Werke in der digitalen Ausstellung bewertete, hatte es schwer, die Siegerinnen und Sieger zu küren.

Das „größte“ Werk reichte Daniel Stockhorst ein, der eine lebensgroße Kopie seiner selbst aus Pappmasche anfertigte. „Eigentlich nur aus Langeweile während der Corona-Zeit zuhause“, blickte Daniels Mutter zurück. Aber man habe so die Zeit kreativ genutzt und verschiedene Materialien, die man gerade zuhause gehabt habe, für die Figur „Daniel der Zweite“ verwendet. Cécile Nokwe, die drei Bleistiftzeichnungen – ein Männerporträt, ein Frauenporträt sowie eine Heuschrecke – auf Papier eingereicht hatte, überzeugte die Jury ebenfalls. „Sie hat dabei auch einige Größere ausgestochen“, verriet die Kulturreferentin. Wie man das digitale Zeichnen zur Kunst wandeln kann, zeigte Emily Leuner mit drei Porträts „Georgina“, „Mädchenporträt“ und „Porträt“.

Landrat Jens Marco Scherf freute sich bei der Preisverleihung in Obernburg über die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten. Auf diese Weise habe die Pandemie doch noch etwas Gutes gehabt, verwies er auf die große künstlerische Kreativität, die dabei freigesetzt wurde. Emily Leuner, die bei der Preisverleihung nicht anwesend sein konnte, wird ihren Preis demnächst erhalten.

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