Bildergalerie und Essay.
Die Eichenbühler Rummelsekerb zog magisch jung und alt an.
- Eichenbühl im Erftal feiert an diesem Wochenende die Rumelsekerb.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Ein Ort im leichten Festschwung.
Eichenbühl zeigte sich am Wochenende vom 18. bis 20.Juli 2026 von jener Seite, die man nur kennt, wenn man die Erftal-Gemeinde nicht nur besucht, sondern erlebt.
Zwischen den sanften Odenwaldhügeln, dort wo die Wege sich seit Jahrhunderten kreuzen und die Landschaft eine stille Gelassenheit ausstrahlt, breitete sich die Rummelskerb aus wie ein freundlicher Pulsschlag.
Das historische Gefüge des Ortes – Rathaus, Kirche, Dorfplatz, der sanierte Brunnen mit Dorfcafé und die Valentinus-Kapelle am Rand – bildeten eine Art natürlicher Festkulisse, die sich nicht aufdrängte, sondern das Geschehen trug.
Der Name Rummelse gehört zum Ort wie der Duft der Streuobstwiesen. Er meint nicht nur dieses leichte, heitere Durcheinander, das entsteht, wenn Menschen zusammenkommen, Musik erklingt und die Ordnung für ein Wochenende ein wenig lockerer sitzt, sondern bezieht sich vor allem auf die einstige Zeit der Runkelrüben ( siehe eigene Bildergalerie) hier in der Region.
In erster Linie ist es ein Wort, das nicht nur Stimmung beschreibt, sondern sie hervorruft: ein Herumsausen, ein Herumlachen, ein Zustand, in dem das Dorf sich selbst feiert.
Am Samstag, 18. Juli 2026, begann um 20 Uhr das Fest mit Musik der Eichenbühler Musikanten, die sich zwischen den Häusern verfängt und die Besucher sofort in ihren Bann zieht.
Die Bühne im Zelt war überschaubar, aber die Klänge groß genug, um den Platz zu füllen. Gruppen blieben stehen, andere zogen weiter, doch alle trugen ein Stück Rhythmus mit sich.
Die Bewirtung war klassisch und herzlich: regionale Spezialitäten, kühle Getränke, ein Angebot, das nicht protzte, sondern genau das liefert, was ein Sommerabend braucht diesmal unter dem Motto: Großes Jahrgangstreffen - Feiern mit Freunden.
Der Sonntag setzte die Linie fort, aber mit dem Musikverein Bavaria aus Neunkirchen mit einem anderen Tonfall – etwas ruhiger, etwas familiärer. Wieder Musik, diesmal mit einem sanfteren Schwung, und erneut Bewirtung, die den Tag begleitete wie ein freundlicher Gastgeber.
Dazwischen das Markttreiben, das sich früher zwischen Rathaus, Kirche, Dorfplatz, Dorfbrunnen und der mittelalterlichen Valentinuskapelle ausbreitete, diesmal auf dem Festplatz selbst: Stände,Kleinigkeiten, Produkte, Gespräche, die sich spontan ergeben und manchmal länger dauern als geplant. Es war ein Markt, der nicht laut war, sondern lebendig.
So gab es einen Mädchenflohmarkt und Shopping für Mädels.
Sowie Unterhaltung mit dem Musikverein Richelbach angesagt. Ab 21 Uhr lief auf großer Leinwand das WM-Endspiel.
Der Festausklang ist am Montag, wo insbesondere Kinder und Senioren am Nachmittag herzlich eingeladen sind.
Kesselfleisch gibt es ab 16.30 h. Natürlich darf die Musik nicht fehlen: ab 16 h spielen die Oldtimer aus Kleinwallstadt und ab 18.30 h die Eichenbühler Musikanten.
So zeigt sich die Rummelsekerb in der Gegenwart: ein Fest, das aus dem Ort heraus wächst, ohne sich zu verkleiden.
Fazit:
Ein Wochenende, an dem Eichenbühl nicht nur feiert, sondern sich selbst spiegelt – in Musik, Bewirtung, Begegnungen und jenem unverwechselbaren Rummelse - Ton, der das Dorf seit Generationen begleitet.
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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