Der Philosophenkaiser Marc Aurel am Limes - Kaiser zwischen Kontemplation und Kriegsführung
Interessanter Vortrag im Römermuseum Obernburg am 24. Oktober 2019

In Obernburg ausgegrabener Sesterz mit dem Porträt des Kaisers Marc Aurel, Fundort Römerstraße/Kapellengasse; im Bestand Archäologische Staatssammlung München.
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  • In Obernburg ausgegrabener Sesterz mit dem Porträt des Kaisers Marc Aurel, Fundort Römerstraße/Kapellengasse; im Bestand Archäologische Staatssammlung München.
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Einladung zum Vortrag im Römermuseum Obernburg
„Der Philosophenkaiser Marc Aurel am Limes“
Prof. Dr. Alexander Demandt, Althistoriker und Buchautor
Donnerstag, 24. Oktober 2019, 19 Uhr

Der Limes war als Landstrich dem Kaiser untergeordnet. Die flache Hierarchie im Imperium sorgte für die Präsenz des Herrschers auch am Rand des Weltreiches.

In Mainz saß der Statthalter des Kaisers, der am Limes wiederum, wie in Obernburg, von einem Benefiziarier vertreten wurde.

Unter den Kaisern der Limeszeit ragt Marc Aurel (121-180 n. Chr.) mit seiner Regentschaft ab 161 n. Chr. heraus. Er ist der Kaiser, über dessen Biografie wir am meisten erfahren haben.

Seine berühmten „Selbstbetrachtungen“
geben Einblick in das reiche Innenleben eines Herrschers, der überwiegend damit beschäftigt war, die weiten Grenzen seines Reiches durch kriegerische Aktivitäten zu sichern.

Auch in Obernburg
am UNESCO-Welterbe Limes hat die Zeit des Philosophenkaisers Marc Aurel eindrucksvolle Spuren hinterlassen.

Im Jahr 162 n. Chr. wird ihm hier die monumentale Bau-Inschrift der Basilika des Stabsgebäudes im Kastell geweiht. Die Inschrift zum Versammlungsort der Kohorte wurde an der Straßenecke Römerstraße/Schmiedgasse gefunden.

Gestalt und Porträt Marc Aurels sind durch viele Denkmäler, etwa durch das bekannte Reiterstandbild auf dem Kapitol in Rom, überliefert.

Welche historische Bedeutung besaß nun dieser durch alle Zeiten hoch geachtete Kaiser?

Wie wirkte sich seine Regentschaft auf das Leben am Limes aus?

Diese Fragen beantwortet in einem Bildvortrag am Donnerstag, 24. Oktober, um 19 Uhr im Obernburger Römermuseum der Althistoriker Prof. Dr. Alexander Demandt.

Der Vortragende, Emeritus der Freien Universität Berlin und einer der renommiertesten Gelehrten seines Faches, hat jüngst eine umfassende Biografie Marc Aurels vorgelegt. Das vielgelobte Werk übermittelt das Leben des Kaisers im Spannungsfeld von Kontemplation und Krieg in neuem Licht.

Der Eintritt zum Bildvortrag im Römermuseum Obernburg ist frei.

Übrigens:

Das Buch von Prof. Dr. Alexander Demandt trägt den Titel „Marc Aurel. Der Kaiser und seine Welt“ und ist 2018 im Beck-Verlag, München, erschienen; 592 Seiten, mit Abbildungen, ISBN 978-3-406-71874-8, 32 €.

Die „Selbstbetrachtungen“ Marc Aurels sind in verschiedenen Buchausgaben zugänglich.

WEITERE BILDER UND INFOS FOLGEN!

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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