Neuigkeiten - nicht nur für Heimatfreunde und Liebhaber unserer fränkischen Region: Interessantes Buch über Miltenberg und die Reformationszeit vorgestellt

Das Buch von Johannes Oswald ist ein besonderer Lesegenuss und Glückstreffer. Es lädt nicht nur zum Blättern, Schmökern und Informieren ein. 

Es ist zugleich ein Antrieb und eine Einladung jetzt im Reformations-Jubiläumsjahr die Miltenberger Stadt und ihre bewegte Geschichte vor Ort näher in Augenschein zu nehmen.
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  • Das Buch von Johannes Oswald ist ein besonderer Lesegenuss und Glückstreffer. Es lädt nicht nur zum Blättern, Schmökern und Informieren ein.

    Es ist zugleich ein Antrieb und eine Einladung jetzt im Reformations-Jubiläumsjahr die Miltenberger Stadt und ihre bewegte Geschichte vor Ort näher in Augenschein zu nehmen.
  • hochgeladen von Roland Schönmüller

Den mutigen Miltenberger Bürgern gewidmet


Johannes Oswald stellte am Sonntag, dem 26. März 2017, im Alten Rathaus in Miltenberg sein Buch über die Reformationszeit in MIltenberg vor.

Weitere Mitarbeiter des Buches waren Peter Zeug und Jakob Rösler.

Sylvia Ackermann gestaltete gekonnt den musikalischen Rahmen.

Dr. Heinz Linduschka überzeugte als humorvoller und sehr sachkundiger Moderator.

Ereignisse, Berichte und Kontext aus dem frühen 16. Jahrhundert

Exakt 320 Seiten umfasst das gerade erschienene, geschichtliche Werk von Johannes Oswald.

Es enthält zahlreiche Abbildungen mit Buchdrucken, Fotos und Grafiken.

Spannend aufbereitet

Neben dem Vorwort, einer Einleitung und einem Schlusswort des Verfassers gibt es drei Kapitel, die es tätsächlich in sich haben und nicht nur für Heimatfreunde und Historiker spannend aufbereitet sind.

Im ersten Kapitel nimmt Oswald das Jahr 1523 - die Reformationszeit in Miltenberg unter die Lupe.
Hier erfährt der Leser Wissenswertes zum Ablass, zum Reliquienkult und zum Jenseitsglauben der damaligen Zeit.

Dann werden wichtige Personen im Jahr 1523 näher vorgestellt: Jakob Fugger, Johannes Tetzel, Friedrich Weygandt, Papst Leo X., Johannes Cochlaeus, Martin Luther, Erzbischof Albrecht von Brandenburg, Johannes Drach sowie Kaiser Karl IV.

Wer die Altaristen waren und welche besondere Rolle sie damals in und um Miltenberg spielten, erläutert der Verfasser anschließend.

Interessante Einzelheiten

Es folgt dann eine detaillierte Darstellung der Ereignisse in Miltenberg um 1523.

Sehr ausführlich ist das zweite Kapitel: Hier erscheinen Originaltexte, Übersetzungen und Kommentare in Hülle und Fülle, unter anderem von Pfarrer Johannes Drach, Kaplan Anton Scherpfer, erstaunlicherweise auch von Dr. Martin Luther unter dem Titel: "Ein christlicher Trostbrief an die Miltenberger".

Im letzten Kapitel werden Wege der Reformation nach Miltenberg aufgezeigt. Die Stadt schien doch für einen bestimmten Zeitabschnitt tatsächlich im Mittelpunkt der Weltgeschichte gewesen zu sein! Warum?

Miltenberg: Im Fokus der Weltgeschichte

1523 befand sich Miltenberg im Zentrum des Reformationsgeschens und am Main wurde Reformationsgeschichte geschrieben, betont Autor Oswald in seinem Buch.

Eine wesentliche Rolle spielen dabei der reformfreudige Miltenberger Pfarrer Johannes Drach, sein Gönner, der Amtskeller und Mainzer Beamte vor Ort Friedrich Weygandt und die mutigen Miltenberger Stadträte, die sich für den Verbleib ihres angeklagten Geistlichen einsetzen, aber damit keinen Erfolg haben werden.

Die Räte in Miltenberg
riskieren Privilegien, Wohlstand, Freiheit und ihr Leben, indem sie sich mutig für Drach und damit gegen ihren Landesherren Partei ergreifen.

Mutige Bürger von Miltenberg

Das ist eine Schlüsselstelle im Buch.Nicht umsonst widmet Verfasser Oswald "den mutigen Miltenberger Bürgern" sein Buch!

Es erscheinen 1523 eine Reihe von Flugschriften, Predigten und Berichten. Diese sind einmalig weil sie Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

Allein das militärische Eingreifen des Landesherren verhindert, dass Miltenberg die Ehre der ersten reformatorischen Stadt zuteil wird", schreibt Johannes Oswald.

Für einen Moment rückt Miltenberg in das Zentrum der Weltgeschichte, die Ereignisse in Miltenberg wirken geschichtsträchtig und sind wegbereitend für die weitere Entwicklung der Reformation im christlichen Mitteleuropa.

Das belegen im Buch die schriftlichen Quellen des modern eingestellten Amtskellers Friedrich Weygandt, des hiesigen Stadtpfarrers Johannes Drach und seines engagierten Kaplans Anton Scherpfer sowie vieler mutiger Miltenberger Bürger.

Fazit:

Das Buch von Johannes Oswald ist ein besonderer Lesegenuss und Glückstreffer. Es lädt nicht nur zum Blättern, Schmökern und Informieren ein.

Es ist zugleich ein Antrieb und eine Einladung jetzt im Reformations-Jubiläumsjahr die Miltenberger Stadt und ihre bewegte Geschichte vor Ort näher in Augenschein zu nehmen.

Die rund neunzigminütige Buch-Präsentation war durch die kurzweilige Moderation und abwechslungsreiche Performance mit Interviews, Rollenspiel, Hintergrund-Informationen und nahezu authentischer Musik aus der frühen Neuzeit ein nachhaltiges Erlebnis.

Das Buch von Verfasser Johannes Oswald ist mit Originaltexten nebst Übersetzungen im hiesigen Buchhandel erhältlich.

Weitere Bilder und Informationen folgen!

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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