Tourismusverband Spessart-Mainland arbeitet erfolgreich

Dass der Tourismusverband Spessart-Mainland im vergangenen Jahr erfolgreich gearbeitet, war den Worten seines Geschäftsführers Michael Seiterle im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus am Mittwoch, 17.1.2018 zu entnehmen.

Laut Seiterle sei der Tourismusverband vor allem auf den Gebieten Touristinformation und Marketing tätig, aber auch Verbandsarbeit und Mitgliederbetreuung seien Schwerpunkte der Arbeit. Im Destinationsmarketing habe man sich auf die Themen Wandern, Radeln, Kulinarik, Wohlfühlen und Kultur konzentriert. So veröffentliche man etwa ein Radmagazin „Alles am Fluss“, sagte er und bezeichnete den Mainradweg als „Segen“ für die Touristik. Beim Wandern stelle man die Qualitätsregion Räuberland, die Spessartwege 1 und 2 sowie das Wandern auf den europäischen Kulturwegen heraus, bei der Kulinarik werbe man mit Wild- und Weinwochen. Zahlreiche Broschüren wie der Urlaubskatalog, die Kataloge „Freizeit Aktiv“, „Gruppenreisen“, „Camping- und Wohnmobilstellplätze“ sowie Karten der Region trügen zur Gästewerbung bei.

Das Marketing umfasse auch Anzeigenwerbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Messeauftritte wie jüngst auf der CMT Stuttgart sowie Internetseite, Newsletter und die Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook und Instagram. Auch wenn man Druckerzeugnissen schon einmal den Tod prophezeit habe, vermeldete Seiterle weiter starke Nachfrage nach gedruckten Katalogen und Broschüren.

Daneben lege der Verband viel Wert auf die Qualität – etwa mit einer Qualitätsoffensive für Vermieter. Seit Anfang Januar 2018 sei ein Onlinebuchungssystem geschaltet, das auch für Klein- und Kleinstvermieter geeignet ist und an dem sich die Mitgliedsorte beteiligen können. Den barrierefreien Tourismus fördere man ebenfalls, nannte Seiterle das LEADER-Projekt „Impuls für eine barrierefreie Urlaubsregion im Naturpark Spessart“. Mit der Entwicklung des Tourismus in der Region könne man zufrieden sein, freute sich der Geschäftsführer über ein Plus bei den Ankünften von 2,9 Prozent und bei den Übernachtungen von 1,3 Prozent zwischen Januar und Oktober 2017. In den letzten zwölf Jahren seien rund 40 Prozent mehr Gäste gekommen, zeigte er mit einer Grafik.

Laut Landrat Jens Marco Scherf hat sich beim TouristikService Odenwald-Bergstraße in letzter Zeit einiges getan. So habe die Mitgliederversammlung im Dezember 2017 beschlossen, dass die drei beteiligten Landkreise Odenwaldkreis, Darmstadt-Dieburg und Miltenberg ihre bisherigen Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse zu einem einzigen Beitrag verschmelzen. Grundlage sei ein neuer Berechnungsmodus. Demnach zahlt der Landkreis Miltenberg in 2018 einen Grundbeitrag von 12.000 Euro sowie 8.483 Euro für die beteiligten Gemeinden (jeweils 51 Cent für 16.634 Einwohner von Mömlingen, Amorbach, Kirchzell, Laudenbach, Schneeberg und Weilbach). Dazu kommen 3751 Euro für die Betten (617 Betten mit jeweils 6,08 Euro) und 2167 Euro für sonstige Einrichtungen (860 mit jeweils 2,52 Euro). Für den Landkreis bedeute dies für 2018 einen Beitrag von 26.402 Euro und somit weniger als in den Vorjahren. Für den TouristikService biete die neue Beitragsregelung eine weitgehende stabile Einnahmenseite. Er, Scherf, habe der neuen Beitragsordnung zugestimmt, da ein abgestimmter und sachlich nachvollziehbarer Berechnungsmodus sinnvoll sei. Zudem bedeute dies für den Landkreis Miltenberg keine Mehrbelastung.

Kornelia Horn, Geschäftsführerin der Odenwald Tourismus (OTG) GmbH, erläuterte die Tourismusstruktur in Hessen und stellte die OTG vor, deren Gebietskulisse zwei Bundesländer, vier Landkreise sowie 32 Städte und Gemeinden umfasst. Mit dem Landkreis Bergstraße, der zurzeit keine Beiträge bezahlt, sei man zurzeit in Gesprächen über eine finanzielle Beteiligung. Beim Marketing konzentriere man sich auf die Profilthemen Wandern, Aktiv in der Natur, Familienurlaub und Kulinarik, sagte sie. Zum Jahresanfang 2018 habe sich die Gesellschafterstruktur geändert, denn nun sei der TouristikService Odenwald-Bergstraße alleiniger Gesellschafter. Die Gesellschaft verfüge über ein Stammkapital von 35.000 Euro, an Zuschüssen verbuche man pro Jahr 265.000 Euro, dazu kämen eigene Erlöse von 120.000 Euro pro Jahr.

Als Schwerpunkt der Arbeit der OTG nannte Horn die Neukundengewinnung, die Entwicklung von Angeboten, den Aufbau von Vertriebsstrukturen, themen- und zielgruppenorientiertes Marketing, Qualitätsmanagement sowie das Binnenmarketing.

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