Vorsicht beim Öffnen von E-Mail Anhängen – Makro-Viren wieder vermehrt aufgetaucht

Pressebericht des PP Unterfranken vom 14.12.2015 - Bereich Unterfranken

UNTERFRANKEN. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt aus aktuellem Anlass erneut vor einem sorglosen Umgang mit E-Mail Anhängen. Immer wieder nutzen auch Straftäter den oftmals massenhaften Versand mit Schadsoftware infizierter Mails. Letztlich geht es den Betrügern immer um dasselbe, nämlich das Geld ihrer Opfer.

Derzeit verschicken die Betrüger wieder vermehrt E-Mails, in denen die Empfänger aufgefordert werden, z.B. eine Rechnung, die als Word-Dokument angefügt ist, zu öffnen. Wenn der Benutzer dieser Aufforderung nachkommt, wird über ein im Word-Dokument enthaltenes Programm (sogenanntes „Makro“) eine Schadsoftware heruntergeladen und auf dem Computer installiert.

Die installierte Schadsoftware kann in der Folge verschiedenste Schäden anrichten. So können zum Beispiel Passwörter für den Zugang zum Computer oder das Online-Shopping oder Banking ausgespäht werden.

Als Beispiel kann folgender tatsächlich von einem Betroffenen erhaltener E-Mail Text dienen. Der Mail war zusätzlich ein entsprechendes Word-Dokument mit den angeblichen Rechnungsdetails angefügt:

„Sehr geehrter Kunde,

das von Ihnen gespeicherte Girokonto ist nicht genügend gedeckt, um die Lastschrift auszuführen. Sie haben eine nicht beglichene Rechnung bei unserem Kunden ….. GmbH.

Rechnungssumme: 570,20 EU
Kosten: 52,32 EU

Der Gesamtbetrag kann aufgrund kürzlich berechneter Zinsen möglicherweise abweichen.

Namens und in Vollmacht unseren Mandanten …. GmbH ordnen wir Ihnen an, die offene Gesamtforderung unverzüglich zu bezahlen. Bei Rückfragen oder Unklarheiten erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von 24 Stunden. Die detaillierte Kostenaufstellung, der Sie alle Einzelpositionen entnehmen können, fügen wir bei. Wir erwarten die gesamte Überweisung bis zum 17.12.2015 auf unser Bankkonto.

Erfolgt kein Ausgleich der offenen Gesamtforderung bis zur festgelegten Frist, werden wir ohne weitere Kontaktaufnahme die Angelegenheit an das Gericht übergeben und der SCHUFA melden.

Hochachtungsvoll

Stellvertretender Rechtsanwalt … …“

Neben Anhängen als Word-Dokument, sind weiterhin auch zip-Dateien als Anhang unterwegs. Wie bereits Mitte November berichtet, hatten sich im Laufe der vergangenen Wochen mehrere Unternehmen bei der Polizei gemeldet, die Opfer von Cyberkriminellen geworden waren. Alle Firmen hatten Stellenanzeigen geschaltet, auf welche sich die Täter per E-Mail meldeten. Beim Anklicken des Dateianhanges mit den angeblichen Bewerbungsunterlagen installierte sich die Schadsoftware „Chimera“ und sperrte den Bildschirm.

Der diesbezüglich zuletzt bekannt gewordene Fall ereignete sich Ende vergangener Woche im Landkreis Aschaffenburg. Hier hatte ein Mitarbeiter einer Firma eine angebliche Bewerbungs-E-Mail mit einem zip-Anhang geöffnet. Sofort installierte sich die Schadsoftware und verschlüsselte sämtliche Office-Dateien. Um Abhilfe zu schaffen, sollte eine russische E-Mail-Adresse angeschrieben werden.

Die Unterfränkische Polizei hat einige Tipps und Hinweise parat, wie man sich wirksam schützen kann:

1. Gehen Sie mit E-Mails und deren Anhängen grundsätzlich sorgsam um. Beachten Sie: Viren, Würmer und Trojaner werden häufig per E-Mail verbreitet.

2. Öffnen Sie E-Mail-Anhänge nur dann, wenn Ihnen der Absender vertraut ist. Aber: Es ist relativ einfach, den Absender einer E-Mail zu fälschen und dadurch einen vertrauten Eindruck zu erwecken! Zum Teil kopieren die Betrüger auch Adressen von Ihnen bekannten oder verwandten Personen. Deswegen ist dabei ist immer Ihr gesunder Menschenverstand gefordert! Erwarten Sie beispielsweise weder eine Rechnung noch eine Mahnung, könnte es sich bei einer Mail mit einer angehängten Rechnung, um eine gefälschte E-Mail mit Schadcode handeln.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sicherheitskompass/e-mail-und-anhaenge.html#sthash.JvfuF4Ap.dpuf

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