Warnmeldung: Betrügereien durch angebliche Microsoft-Mitarbeiter

Pressebericht der PI Miltenberg vom 31.10.2016

Derzeit häufen sich wieder Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern bei Bürgern im hiesigen Dienstbereich. Hier handelt es sich um eine bekannte Betrugsmasche. Die Anrufer sprechen meist englisch und geben vor, von Microsoft zu sein. Der Computer der Angerufenen würde Warnmeldungen absetzen, die Software-Lizenz sei defekt oder abgelaufen. Zur „Reinigung“ bzw. Fehlerbehebung verlangen die Anrufer, dass Ihnen per zuvor online übersandter Software (z.B. Team-Viewer) Zugang zu dem Computer des Geschädigten gewährt wird. Dieses Programm eröffnet einen Zugriff in Echtzeit auf den PC. Wenn die Anrufer Zugang zu diesem Computer erlangen, erklären sie, dass der Software-Key von Microsoft kostenpflichtig erneuert werden muss. Hierfür rufen die Betrüger die Internetseite eines online-Bezahldienstes auf und fordern die Geschädigten auf, hier ihre persönlichen Daten und Kreditkartendaten einzugeben. Ebenso den zu zahlenden Betrag. Das Formular wird abgeschickt und so die Kreditkarte des Geschädigten belastet. Die Gelder gehen in’s Ausland.
Eine weitere Version dieser Betrugsmasche ist die Zahlung über online-banking, auch in diesem Fall gehen die Täter wie oben beschrieben vor. Allerdings erhalten die Anrufer so auch die Zugangsdaten zum online-banking und können im Nachhinein weitere Geldbeträge vom Konto des Geschädigten abbuchen.
In Fällen, in denen sich die Geschädigten weigerten, ihre Bank- oder Kreditkartendaten in die aufgerufene Maske einzugeben, löschten die Täter teilweise Daten auf dem Computer und/oder änderten das Zugangspasswort und versuchten so, die Geschädigten zur Zahlung zu „zwingen“.
Die Polizei empfiehlt: Gewähren Sie niemals einem Anrufer online Zugang zu Ihrem Computer. Geben Sie keine persönlichen Daten, Kreditkartendaten oder Zugangsdaten für online-banking am Telefon preis. Sollten Sie einen Anruf von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter erhalten, können Sie davon ausgehen, dass es sich bei dem Anrufer um einen Betrüger handelt, der es auf Ihr Geld abgesehen hat. Mitarbeiter von Microsoft rufen niemals von sich aus bei Privatpersonen an! Lassen Sie sich nicht von der Dauer solcher Telefonate irritieren, Geschädigte berichteten von Telefonaten von bis zu zwei Stunden Dauer. Die übermittelten Telefonnummern lassen im Regelfall keine Rückschlüsse auf den Anrufer zu, die Anrufe erfolgen meist über Internet und es ist den Anrufern möglich, eine beliebige Ziffernfolge als „Anrufer-Nummer“ zu übersenden.

Bei Fragen hierzu können Sie sich gerne an Ihre zuständige Polizeidienststelle wenden.

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