Christi Himmelfahrt -
Zeugnis geben von der Botschaft des Hl. Geistes
- Messfeier zum Hochfest "Christi Himmelfahrt" am 14.05.26 in der Pfarrkirche St. Jakobus, Miltenberg
- Foto: Nina Reuling
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„Herzlich willkommen zum Hochfest Christi Himmelfahrt – 40 Tage haben wir nun Ostern, das Fest der Auferstehung, gefeiert“, sagte Pfarrer Kleinhenz zu Beginn der Messfeier am 14.05.26 in der Pfarrkirche St. Jakobus. In den Lesungen und den Evangelien hätten wir gehört, dass Jesus seit seiner Auferstehung vielen Menschen erschienen sei. In der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte werde berichtet, wie Jesus heimgekehrt sei zu seinem Vater: „Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken“ (Apg 1,9). Er habe uns jedoch nicht allein gelassen, sondern uns den Geist der Liebe geschenkt. Um diesen Geist beteten wir besonders in den zehn Tagen bis zum Pfingstfest. In seiner Predigt ging der Pfarrer auf die Apostelgeschichte ein, in der es heiße, dass zwei Männer in weißen Gewändern zu den Jüngern sprächen, warum sie da stünden und nach oben schauten. Jesus sei nicht mehr zu sehen – nicht für die Jünger damals und auch nicht für uns heute. Was bedeute das? Die Apostelgeschichte gebe uns hierzu zwei Hinweise. Erstens sei Jesus zu seinem Vater heimgekehrt und werde wiederkommen am Ende der Welt. Zweitens verspreche Jesus seinen Jüngern und uns allen seinen Geist, den Hl. Geist, der uns in Taufe und Firmung zugesagt sei und aus dem wir lebten und den wir bezeugen sollten. „(…) ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen (…) und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde“ (Apg 1,8). Dies bedeute, dass wir Christen zu den Menschen gehen und ihnen von der Liebe, der Freude und der Botschaft des Hl. Geistes Zeugnis geben sollten. Hierzu seien nicht nur Bischöfe und Priester aufgerufen, sondern jeder gläubige Christ. An den Taten der Liebe zu den Mitmenschen und zu Gott werde ein Christ erkannt. Wir sollten uns fragen, wie wir diesen Glaubensauftrag, unser Taufversprechen erfüllen könnten. Jeder Mensch trage einen göttlichen Kern in sich, somit sei Christus in jedem Menschen anwesend. Gott sei in Jesus hier auf Erden Gott und Mensch gewesen und an Christi Himmelfahrt sei Jesus zu seinem himmlischen Vater hinaufgegangen. Dort warte er auf die Menschen, denn er habe alle erlöst und uns als Beistand seinen Geist der Liebe und des sich Hingebens geschenkt. Der Hl. Geist, der uns Christen in Taufe und Firmung zugesprochen sei und zu dem wir „Ja“ gesagt hätten, gebe uns Kraft, Mut und Stärke auf unsere Mitmenschen zuzugehen und in Beziehung zu Gott und Jesus Christus miteinander zu leben, denn die Liebe zeichne uns Christen besonders aus. Wir müssten uns fragen, wie wir diese Liebe an unser Umfeld weitergeben würden. Leider schwinde der Glaube an Jesus Christus in Deutschland. In den Wohnungen junger Menschen fände sich kaum noch ein Bild des gekreuzigten und sich an die Menschen hingebenden Christus. In der Flur stünden Zeugnisse Jesu Christi auf die wir schauen sollten – nicht nur am heutigen Feiertag.
Nina Reuling
Autor:Nina Reuling aus Miltenberg |
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