Auch der bayerische Odenwald wird beschildert

Mit einem einstimmigen Beschluss hat sich der Steuerkreis der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Main4Eck am Donnerstagabend im Landratsamt für das Projekt „Wanderwege-Zielbeschilderung im bayerischen Odenwald“ ausgesprochen. Das Vorhaben umfasst ein Bruttovolumen von 42.751 Euro, über LEADER können 21.550 Euro gefördert werden.

Mit dem Projekt in Trägerschaft der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Odenwald soll im bayerischen Odenwald ein Beschilderungskonzept erstellt werden und Maßnahmen zur Beschilderung finanziert werden. Laut LAG-Manager Jürgen Jung ergänze man damit das im hessischen Odenwald bereits umgesetzte System, auch im Spessart gebe es ein ähnliches Projekt. „Damit schaffen wir den Lückenschluss“, zeigte sich Jung überzeugt vom Erfolg der einheitlichen Beschilderung in der Region. Die Schilder zeigen neben den Orts- und Kilometerangaben auch Hinweise auf Gastronomie, Beherbergung und ÖPNV-Haltestellen. Das Besondere sei, dass auch einige Standorte außerhalb der Förderkulisse mit Schildern versehen würden, um das Projekt abzurunden: in Wertheim, Freudenberg, Stockstadt und Großostheim. Projektpartner seien die Odenwald Tourismus GmbH, der Odenwaldklub, der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und Mainland Miltenberg-Churfranken.

Laut dem unterfränkischen LEADER-Koordinator Wolfgang Fuchs hat die LAG Main4Eck eine Meilensteinzahlung von 250.000 Euro erhalten, da sie ihre Ziele erreicht habe und von der Mittelkürzung anderer LAGs in Bayern profitiere. Mit dem Geld könnten Einzel- und Kooperationsprojekte finanziert werden, so Fuchs. Er riet dem LAG-Management, nur bewilligungsreife Projekte anzumelden, die schnell genehmigt werden können. Das Förderprogramm LEADER werde es auch von 2021 bis 2027 geben, sagte Fuchs, die Mittelausstattung sei aber angesichts des noch nicht beschlossenen EU-Haushalts unklar. Dennoch seien weiterhin fünf Prozent des Gesamthaushaltvolumens für LEADER vorgesehen, wusste er. Es werde ein erneutes Auswahlverfahren geben, in dessen Rahmen sich die LAGs für die neue Förderperiode bewerben können. Davor stehe aber eine Evaluierung als Grundlage für die Bewerbung.

Fuchs lag es am Herzen, dem LAG-Manager Jürgen Jung für seinen hartnäckigen Einsatz für das Projekt Burglandschaft zu danken. Er, Fuchs, habe am Anfang dem Vorhaben kritisch gegenüber gestanden, gestand er. Nun, da er die Ergebnisse sehe, sei er begeistert. Eine „unwahrscheinliche Wegstrecke mit unzähligen Sitzungen“ habe es bis zur Realisierung gebraucht, blickte er zurück, aber es habe sich gelohnt. Für Landrat Jens Marco Scherf, Vorsitzender der LAG, ist die Burglandschaft ein Beitrag zur regionalen Identität. Die brauche es, um Zukünftiges aufzubauen, stimmte er in Fuchs‘ Loblied ein.

Laut LAG-Manager Philipp Wollbeck sind seit Anfang Dezember Bewerbungen für den Kleinprojektefonds der LAG Main4Eck möglich. Insgesamt 5.000 Euro seien im Topf für Projekte mit bis zu jeweils 1.000 Euro Förderung. Bis Ende Januar seien Bewerbungen möglich, verwies er auf die Internetseite der LAG für weitere Informationen (www.main4eck.de).

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