Kunstnetz Miltenberg bekommt eigenen Haushaltsansatz

Einstimmig haben die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales dem Kreistag die Annahme des Teilhaushalts für das Kunstnetz in Höhe von 32.000 Euro empfohlen. Dieser soll, die Zustimmung des Kreistags vorausgesetzt, in den Haushalt 2019 aufgenommen werden.

Laut Kulturreferentin Juliana Fleischmann haben die Künstlerinnen und Künstler 14 Projekte mit Kostenkalkulation, Finanzierungsplan und Projektbeschreibung eingereicht. Die einzelnen Projekte werden aus drei Quellen finanziert: von Projektpartnern mit mindestens der Hälfte der Kosten, dem Bezirk mit einem Zuschuss von maximal 2000 Euro und dem Landkreis, der das verbleibende Defizit übernimmt. Eingereicht worden seien Projekte zu „Schule und Miteinander“, Ortsgestaltung, Integration, Theater, sowie „Ganztagsschulen und offene Workshops“. Das Kunstnetz plant laut Fleischmann Gesamtausgaben von 83.904 Euro, von denen 31.770 Euro von den Partnern und 20.000 Euro vom Bezirk – unter der Voraussetzung einer Förderzusage – übernommen werden. Die restlichen 32.134 Euro wird der Landkreis übernehmen. Angegeben wurden jeweils die Maximalkosten, darüber hinaus gehende Kosten können nicht abgerechnet werden. Andererseits, so Fleischmann, könnten Projekte auch noch günstiger werden.

Fleischmann berichtete in der Folge kurz über den wieder sehr erfolgreichen Internationalen Chorwettbewerb. Für den Landrat stellte sich diese traditionsreiche Veranstaltung als „sehr emotional“ heraus. Er sprach von einer „unbeschreiblichen Dynamik zwischen den Chören bei den Konzerten“. Im November würden sich alle relevanten Akteure zusammensetzen, ein Resümé ziehen und den nächsten Chorwettbewerb planen. Die Kulturreferentin blickte zudem auf den gelungenen Start des Kulturwochenherbstes zurück. In den nächsten Wochen stünden mehrere hochkarätige Veranstaltungen auf dem Programm, wies sie unter anderem auf das Chor- und Orchesterkonzert „Freedom Now“ am 17. November in der Stadtpfarrkirche Miltenberg, den Auftritt der Gruppe Federspiel am 22. November im Bürgerzentrum Elsenfeld und das Kindermusical „Der Zauberer von Oz“ am 9. Dezember an gleicher Stelle hin. Informationen über die genannten und weiteren Veranstaltungen stehen im Internet unter https://kulturwochen.landkreis-miltenberg.de bereit.

Dass im Landkreis Miltenberg mittlerweile 792 goldene und 1297 blaue Ehrenamtskarten ausgegeben wurden, erklärte Nadja Schillikowski, die im Landratsamt für die Ehrenamtskarte zuständig ist. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, weitere Akzeptanzpartnerinnen und Akzeptanzpartner für die Ehrenamtskarte zu gewinnen. Derzeit seien das 99, sagte sie, aber deren Zahl werde noch steigen. Sie betreibt Öffentlichkeitsarbeit, damit die Ehrenamtskarte im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger weiter verankert wird – etwa mit Ständen beim Lauftag des Landkreises und beim Tag des Sports. Auch organisiert sie Veranstaltungen wie Dankeschön-Abende, aber auch Austauschtreffen für Akzeptanzpartner. Breche man die bayernweite Zahl der Ehrenamtskarten auf den Landkreis Miltenberg herunter, liege der Kreis über dem Durchschnitt, stellte sie fest. „Die Ehrenamtskarte steht für die Wertschätzung des Engagements der Bürgerinnen und Bürger“, fand Landrat Jens Marco Scherf, der die Einführung der Karte als „richtige Entscheidung“ darstellte. Es gehe nicht in erster Linie um Rabatte, sondern um die Verdeutlichung des bürgerschaftlichen Einsatzes. Künftig wolle man den Fokus verstärkt auf Frauen richten, denn nach wie vor würden mehr Männer als Frauen für die Karten gemeldet. Dabei seien auch die Frauen stark engagiert, sagte Scherf und verwies auf deren vielfältigen Einsatz.

Landrat Jens Marco Scherf informierte den Ausschuss zudem über vom Landkreis gewährte Zuschussanträge für denkmalpflegerische Maßnahmen. Seit der Sitzung des Ausschusses am 27. März 2017 seien Landkreiszuschüsse von 5.943 Euro gewährt worden für Sanierungen, Restaurierungen und Untersuchungen diverser Projekte in Gesamthöhe von 124.688 Euro.

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