Ansatz für Bauunterhalt im Rahmen – Beleuchtete Frauenparkplätze am Schulzentrum werden geprüft

Der Landkreis Miltenberg wird in diesem Jahr vermutlich nur rund 80.000 Euro mehr für den in Höhe von knapp zwei Millionen Euro geplanten Bauunterhalt ausgeben müssen. Wie im Bauausschuss am Donnerstag, 21.7.2016, bekannt wurde, liegt dies auch an der Ausstattung neuer Büroräume des Landratsamts in Miltenberg.

Wie Roland Dittrich (Kreisbauamt) dem Gremium erklärte, werde der Ansatz von rund 1,95 Millionen Euro für das Jahr 2016 vermutlich um 80.000 Euro werden müssen. Dittrich begründete den Mehraufwand größtenteils mit Investitionen in Höhe von rund 75.000 Euro in die neuen Büroräume des Landratsamts in der Brückenstraße 20, die aufgrund des Platzbedarfs im Landratsamt angemietet und ausgestattet werden müssten. Die Kapazität der vorhandenen Räume in der Brückenstraße 2 reiche nicht mehr aus, erklärte Kreisbaumeister Andreas Wosnik die Notwendigkeit zusätzlicher Räume. In die genannte Summe fallen unter anderem Bodenbeläge, Datenkabelverlegung, Mobiliar für 16 Arbeitsplätze (rund 48.000 Euro) sowie weitere Büroausstattung.

Eine weitere Änderung im Bauunterhalt ergibt sich Dittrich zufolge im Schulzentrum Elsenfeld, wo die Bushaltespur nicht wie geplant auf einem Meter, sondern auf 2,5 Meter Breite saniert werden soll. Mehrkosten von rund 4600 Euro ergeben sich an der Miltenberger Realschule, wo statt mechanischer Schließzylinder ein Transpondersystem angeschafft wurde sowie bei Außenanlagen der Realschule Obernburg. Hier war das Kreisbauamt von Kosten von 41.000 Euro für die provisorische Herstellung der Außenanlage ausgegangen, nun aber wolle man die Bereiche dauerhaft fertigstellen. 20.000 Euro statt geplanter 10.000 Euro wird der Umbau der Lehrerzimmer in der Fachoberschule Obernburg kosten, da sich der Leistungsumfang und der Kostenansatz für die Schreinerarbeiten als wesent-

lich umfangreicher erwiesen hätten. Mit künftigen Wünschen werde man „sehr konserva-tiv“ umgehen, ergänzte Kreisbaumeister Andreas Wosnik. Ob der Mehraufwand von 80.000 Euro ausreicht oder sich gar verringert, konnten Wosnik und Dittrich angesichts der Zeit bis zum Jahresende aber noch nicht sagen.

Eine Diskussion entspann sich bei der Frage, ob der große Parkplatz am Schulzentrum Elsenfeld beleuchtet werden soll. Das Kreisbauamt hatte dies auf Anregung aus dem Bauausschuss geprüft und war zur Erkenntnis gelangt, dass dies rund 25.000 Euro kosten würde – ohne Kosten für Wartung und Betrieb. Landrat Jens Marco Scherf ergänzte, man müsse möglicherweise auch mit dem Anspruch rechnen, weitere Parkplätze von Landkreisschulen zu beleuchten. Ein Kreisrat gab Bedenken von Bürgerinnen weiter, die sich in der Dunkelheit unsicher fühlen und Probleme haben, ihr Auto zu finden. Bezogen auf die Sicherheit wies Landrat Scherf darauf hin, dass seit Inbetriebnahme der Flüchtlingsunterkunft nebenan nur wenige Meter vom Parkplatz entfernt ein Sicherheitsdienst die ganze Nacht über anwesend sei. „Das erhöht für alle die Sicherheit, denn wer dort um Hilfe rufen sollte, wird nun gehört werden“, so der Landrat. Zudem gebe es weitere, gut nutzbare und beleuchtete Parkplätze in der Nähe, ergänzte ein weiterer Kreisrat. Der Ausschuss schloss sich schließlich zwei Vorschlägen aus dem Gremium an: Zum einen wird die Kreisverwaltung untersuchen, ob man nicht an den nahe am Eingang liegenden Parkplätzen Frauenparkplätze ausweisen und diese beleuchten könnte. Zum anderen will das Kreisbauamt prüfen, ob ein zentraler Lichtmast in der Mitte des Parkplatzes mit mehreren Strahlern zur Beleuchtung ausreichen würde.

Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Kreistag, Ja zu einer Ausbauvereinbarung des Landkreises mit der Gemeinde Großwallstadt zu sagen. Es geht um den Bau und den Unterhalt der gemeindlichen Kanalisation zur Entwässerung der Straße und der Fahrbahn der Kreisstraße 29, die durch den Ort führt. Die Gemeinde Großwallstadt will die Kanalisation erneuern, der Landkreis beteiligt sich daran mit rund 47.620 Euro.

In seiner letzten nichtöffentlichen Sitzung hat der Bauausschuss folgende Aufträge vergeben: am Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach (Erweiterung, Umbau und Generalsanierung) Innentüren und Zargen für 61.213 Euro, Schlosserarbeiten für 82.283 Euro, Trockenbauarbeiten für 187.047 Euro und die Möblierung der naturwissenschaftlichen Fachklassen für 387.311 Euro; die Planungsleistungen der naturwissenschaftlichen Fachklassen, Bauabschnitte I und II, gingen an das Büro Balck und Partner. Die visuelle Medientechnik im Zug der Generalsanierung des Johannes-Butzbach-Gymnasiums Miltenberg wurde für 55.007 Euro vergeben, die Planungsleistungen für den Umbau der Staatlichen Berufsschule Miltenberg für die Hochschule Aschaffenburg bekam das Büro Wolf (Miltenberg). Die Erneuerung der Thermostatventile im Landratsamt Miltenberg wurde für 98.055 Euro vergeben.

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