Das Schandurteil des Jahres
Wie ein ehemals geachtetes Land sich zunehmend lächerlich macht
Zur Urteilsverkündung des Polizistenmörders von Völklingen in der vorletzten Woche.
Allenthalben Sprachlosigkeit. Die Richterin Jenny Klingelhöfer, spricht den Mörder des Polizisten, eines jungen Familienvaters, der im August des Vorjahres im Einsatz in Völklingen zu Tode kam, nein regelrecht mit 6 Schüssen von einem 19-jährigen hingerichtet wurde, des Mordes frei. Nach der Urteilsverkündung skandierten im Saal anwesende Zuschauer Dinge wie „Skandal“, „Schlag ins Gesicht“ oder „lächerlich“. All diese Einwürfe treffen den Kern des Ganzen: Unsere Judikative gleicht mittlerweile der eines Operettenstaates oder der einer Bananenrepublik. Der Bürger, der eigentliche Souverän, fühlt sich von der Justiz nicht mehr vertreten.
Dieses „Schandurteil“ , welches der Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr zu vermitteln ist, ist ein weiterer Tiefpunkt deutscher Rechtsprechung. Die Bezeichnung „Im Namen des Volkes“ wird von Richterin Klingelhöfer „ad absurdum“ geführt!
Es ist doch geradezu inflationär, wie oft sich Gewalttäter und Mörder in letzter Zeit auf angeblich „psychische Erkrankungen“ berufen und damit durchkommen. Ein weiteres, von allerdings vielen Beispielen, ist das Attentat von Aschaffenburg im Vorjahr. Mit einem 32 cm langen Messer, tötete der Täter während eines Kita-Ausflugs einen zweijährigen Jungen, stach vielfach auf ein ebenfalls zweijähriges Mädchen ein und verletzte eine Erzieherin. Mehrere mutige Passanten, die dazwischen- zugehen versuchten, wurden ebenfalls angegangen. Ein 41-jähriger Helfer, selbst zweifacher Vater, mußte dies mit seinem Leben bezahlen. Und auch dieser Täter war laut Gutachten paranoid schizophren, auch ihm sollen Stimmen die Taten befohlen haben. Auch der Aschaffenburger Attentäter wurde in die Forensik eingewiesen, wie nun der 19-Jährige Mörder von Völklingen auch. Sicherlich ist der Aufenthalt in einer solchen Einrichtung kein Zuckerschlecken, aber, bitteschön, die Täter sind ja nicht zum „Gesundstreicheln“ dort untergebracht. Vielmehr sind diese Personen unberechenbar, sind tickende Zeitbomben und sie müssen zum Schutz der Bevölkerung dauerhaft weggesperrt werden. Allerdings ist leider zu befürchten, daß in einigen Jahren, sowohl ein Gutachten als auch ein Gericht, darüber befinden werden, daß vom „Patienten“ keine Gefahr mehr ausgeht und dieser wieder auf die Menschheit losgelassen wird. Dies ist unverantwortlich und schon oft schief-gegangen.
Für die Angehörigen ist das Urteil dieser Richterin der blanke Hohn. Sie mag sich auf bestehende Gesetze berufen, allerdings hat jede Richterin / jeder Richter einen Spielraum und ein eigenes Ermessen. Zahllose Familien, zahllose Leben und viele Lebensplanungen wurden für immer vernichtet.
Dieses Fehlurteil ist ein weiterer Grund für die restliche Welt, über unser Land zu lachen. Eine fragwürdige Ehre, die uns Richterin Klingelhöfer hier eingebracht hat.
Klaus Franke, Wertheim-Mondfeld
Autor:Klaus Franke aus Wertheim |
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