Deutschland und Nudeln
Welche Pasta wählst du? Du kennst dich besser aus, als du denkst
- Foto: Bilder zur Weiterverwendung mit Namensnennung von Vico Food Box.
- hochgeladen von Danilo Massa
Du denkst, du greifst einfach zur Pasta, die gerade im Schrank fehlt? Vielleicht nicht. Die Pasta, die du kaufst, sagt oft mehr über deine Art zu kochen aus, als du denkst.
Eine Analyse von Vico Food Box zu den in Deutschland verkauften Pasta-Stückzahlen zwischen Januar und Mai 2026 zeigt: Spaghetti stehen zwar auf Platz eins, aber die Top 10 sind viel abwechslungsreicher, als man vielleicht erwarten würde.
Die meistgekauften Pastaformate in Deutschland sind:
- Spaghetti - 7,29%
- Linguine - 6,82%
- Mezzi Rigatoni - 6,78%
- Rigatoni - 6,64%
- Penne Rigate - 6,40%
- Spaghettoni - 5,91%
- Fusilli - 4,69%
- Farfalle - 3,21%
- Casarecce - 2,90%
- Fettucce - 2,75%
Auf den ersten Blick könnte man sagen: Okay, Spaghetti gewinnen. Ende der Geschichte. Aber eigentlich beginnt die Geschichte erst danach.
Denn direkt hinter den Spaghetti kommen Linguine, Mezzi Rigatoni, Rigatoni und Penne Rigate. Also nicht irgendeine Pasta, sondern Formate, die man ziemlich bewusst auswählt. Linguine passen gut zu Fisch, Meeresfrüchten, Pesto oder cremigeren Saucen. Rigatoni und Mezzi Rigatoni sind perfekt für kräftige Saucen wie Carbonara, Ofengerichte oder Rezepte, bei denen der Sugo wirklich an der Pasta haften soll. Penne Rigate sind der praktische Alltagsklassiker, der fast alles mitmacht.
Kurz gesagt: Wer diese Formate kauft, denkt nicht nur “Pasta”. Er oder sie denkt schon ein bisschen in Gerichten.
Und genau das ist der interessante Punkt. Die Daten zeigen nicht nur, welche Pasta in Deutschland beliebt ist. Sie zeigen auch, dass viele Kundinnen und Kunden italienische Küche konkreter verstehen, als man es ihnen vielleicht zutrauen würde. Es geht nicht nur um das typische Bild von Spaghetti mit Tomatensauce. Es geht um die passende Pasta für die passende Sauce.
Auch Fusilli, Farfalle, Casarecce und Fettucce in der Top 10 erzählen etwas. Fusilli nehmen Saucen gut auf und funktionieren in vielen schnellen Rezepten. Farfalle bleiben ein Klassiker für Familiengerichte, Salate oder einfache, bunte Teller. Casarecce wirken schon etwas spezieller und zeigen, dass auch weniger internationale Formate ihren Platz im Einkauf finden. Fettucce wiederum gehören zu einer Küche, die mehr auf Textur und Genuss setzt.
Die Spaghetti-Familie bleibt trotzdem stark. Rechnet man Spaghettoni und Spaghetti grossi dazu, kommt sie auf mehr als 13 Prozent der verkauften Pasta-Stückzahlen. Das ikonischste Format der italienischen Küche bleibt also zentral. Aber es steht nicht mehr allein im Mittelpunkt.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen “italienische Pasta kaufen” und “italienisch kochen wollen”. Wer nur irgendeine Pasta braucht, nimmt oft das erste bekannte Format. Wer aber bestimmte Formen auswählt, sucht meistens auch ein bestimmtes Ergebnis: mehr Biss, mehr Sauce, mehr Alltagstauglichkeit, mehr Nähe zu dem, was in Italien wirklich gegessen wird.
Für Vico Food Box ist diese Entwicklung besonders interessant, weil Deutschland heute der wichtigste Markt des Unternehmens nach Kundenzahl ist. Die Analyse zeigt deshalb nicht nur einen kleinen Pasta-Trend, sondern auch, wie sich das Verhältnis zur italienischen Küche verändert.
Italienische Produkte werden nicht nur gekauft, weil sie “italienisch” klingen. Immer mehr Menschen suchen Produkte, die wirklich Teil der italienischen Vorratsküche sind: Pastaformate, Saucen, Konserven, Olivenöl, Kaffee, Süßwaren und Spezialitäten, die in Italien ganz normal zum Einkauf gehören.
Am Ende bleibt also eine einfache Frage: Welche Pasta wählst du?
Wenn deine Antwort nicht immer nur “Spaghetti” lautet, bist du vielleicht schon näher an der italienischen Alltagsküche, als du denkst.
Autor:Danilo Massa aus Trennfurt |
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