Balkonkraftwerke
Mit Sonnenstrom die Haushaltskasse entlasten
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Balkonkraftwerke können sich für Haushalte mit Jahresstromverbrauch von 1.000 bis 2.000 Kilowattstunden lohnen
In der Energieberatung des Landratsamts taucht regelmäßig dieselbe Frage auf: Lohnt sich eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach – oder ist ein kleineres Stecker-Solargerät, das sogenannte Balkonkraftwerk, die bessere Wahl? Die erfreuliche Antwort: In den meisten Fällen rechnet sich eine der beiden Optionen.
Besonders für Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von 1.000 bis 2.000 Kilowattstunden (kWh) – etwa ein bis zwei Personen – können Balkonkraftwerke eine attraktive Lösung sein. Auf Balkon, Terrasse oder Garagendach installiert, decken sie bis zu 40 Prozent des Jahresstrombedarfs ab. Gut ein Drittel des Stroms stammt dann aus eigener Erzeugung. Da die Anschaffungskosten deutlich gesunken sind, amortisieren sich viele Anlagen bereits innerhalb weniger Jahre. Eine individuelle Abschätzung ermöglicht der kostenlose Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin: https://solar.htw-berlin.de/rechner
Klare Technik- und Sicherheitsvorgaben
Seit März 2026 gilt eine aktualisierte Norm (VDE-AR-N 4105:2026-03). Der Wechselrichter – das Gerät, das Solarstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom umwandelt – darf maximal 800 Voltampere (VA) ins Netz abgeben. Die Solarmodule selbst dürfen bis zu 2.000 Wattpeak (Wp) leisten. Die 800-VA-Grenze muss technisch im Gerät verankert sein; eine reine Softwarelösung genügt nicht.
Aus Sicherheitsgründen ist ein integrierter Netz- und Anlagenschutz Pflicht, der beim Ziehen des Steckers den Stromfluss binnen 200 Millisekunden unterbricht. Ist das Gerät entsprechend zertifiziert, ist der Anschluss über eine gewöhnliche Haushaltssteckdose ausdrücklich erlaubt. Neu ist zudem, dass integrierte Batteriespeicher jetzt ausdrücklich zulässig sind: Sie speichern überschüssigen Mittagsstrom und stellen ihn abends bereit. Der bürokratische Aufwand ist gering: Anlagen bis 2.000 Wp müssen lediglich im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden (www.marktstammdatenregister.de). Eine gesonderte Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt in den meisten Fällen. ran
Energieberatung
Der Verbraucherservice Bayern bietet gemeinsam mit dem Klimaschutzmanagement des Landratsamts während der Michaelismesse (28. August bis 6. September 2026) eine persönliche Vor-Ort-Energieberatung zu vielen Themen rund ums Energiesparen an – von Heizung und Dämmung bis hin zu Solarstrom. Termine können vorab online gebucht werden: www.terminland.de/main-energie
Bei Fragen zu Beratung und Fördermöglichkeiten steht Klimaschutzmanager
Sebastian Randig zur Verfügung:
Telefon: 09371/501-593 · E-Mail: sebastian.randig@lra-mil.de
Internet: www.landkreis-miltenberg.de
www.heimvooorteil.deran
Autor:Blickpunkt MIL aus Miltenberg |
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