Wildschäden auf Streuobstwiesen diskutiert - Runder Tisch in Hausen sucht gemeinsam Lösungen

Wie kann man Wildschäden auf Streuobstwiesen weitestgehend vermeiden, ohne die Baumbestände mit hohem Aufwand mit einem Zaun zu umgeben? Auf Initiative des Hausener Gemeinderats Karl Zimmermann haben Bürgermeister Manfred Schüssler, Landrat Jens Marco Scherf sowie Vertreterinnen und Vertreter der Unteren Jagdbehörde und des Amts für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten über dieses Thema diskutiert und Lösungsansätze erarbeitet.

Der Runde Tisch war als Reaktion auf eine Petition Zimmermanns an den Bayerischen Landtag einberufen worden. Darin hatte der Hausener beklagt, dass die Schäden durch Schwarzwild und die damit verbundenen Kosten zur Schadensbeseitigung immer weiter zunehmen. Aus München war daraufhin unter anderem die Aufforderung gekommen, sich vor Ort mit allen Beteiligten zusammenzusetzen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Die intensive Diskussion im Hausen stand unter dem von Staatsministerin Michaela Kaniber vorgegebenen Motto „Schäden vermeiden statt regulieren“. Denn, so die Staatsregierung, die Regulierung sei nur die letzte Möglichkeit, wenn alle vorherigen Maßnahmen wirkungslos sind.

Da der Schutz der Grundstücke durch Einzäunungen im Außenbereich als nicht umsetzbar angesehen wurde, bleibt nach Auffassung des Runden Tisches nur eine praktikable Lösung: Die Reduzierung der Schwarzwildbestände. Beim Runden Tisch wurde diesbezüglich eine engere Kommunikation zwischen den Streuobstbauern sowie der Jägerschaft vereinbart – auch revierübergreifend im Hinblick auf die Absprache bei den Jagdstrategien. Außerdem sollen die betroffenen Jagdpächter einen Antrag auf Verwendung von Nachtzielgeräten stellen. Die örtliche Jagdgenossenschaft will zudem die Streuobstbauern bei der Beseitigung von Schäden unterstützen. Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft sagte hierfür auch den Einsatz von Maschinen zu.

Bereits in den vergangenen Monaten fanden auf Initiative der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt verschiedene örtliche Runde Tische statt, um gemeinsam Strategien zu entwickeln.

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