Bildergalerie und Essay
Empfehlung: Kindgerechter Herbst-Ausflug zwischen Amorbach-Reichartshausen und Walldürn-Gottersdorf

Man meint, die Zeit sei stehengeblieben!
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Herbstliche Impressionen aus dem Odenwald.

Unterwegs im herbstlichen Gottersdorf rund das Odenwälder Freilandmuseum.

„Begehbares Bilderbuch“ ist immer einen Besuch wert- bevorzugt mit Kindern

Walldürn-Gottersdorf. Nur noch spärlich zeigt sich an einem Nachmittag im Herbst die Sonne. Graue Wolken ziehen über die Odenwaldhöhe bei Gottersdorf in Richtung Limes und Miltenberg-Schippach.

Am geräumigen Parkplatz unweit vom südwestlichen Ortsende und Friedhof stehen mehr als ein Dutzend Pkws.

Besucher und Einheimische sind unterwegs im Ort und im Freilandmuseums-Gelände rund um den einstigen, wohl schon im hohen Mittelalter angelegten Kloster-Weiher der einstigen Amorbacher Benediktiner.

Fische wie Schleie, Rotfeder, Güster, Karpfen und Rotauge, sogar Raubfische ( Flussbarsch, Hecht, Wels, Zander und Aal) gibt es im See. Zwei Bildtafeln dienen als Erklärungshinweis.

Angler sind heute nicht präsent. Aber das farbenprächtige Herbstlaub hier und das Schilfgras am geschützten Ufer auf der anderen Seite rascheln im aufkommenden Wind.

Wird Regenwetter einsetzen? Beschirmt geht es weiter am alten Bauerngarten mit seinen letzten Herbstblumen und an altehrwürdigen Freilandmuseums-Gehöften vorbei.

Von weitem grüßt das „Weiße Kreuz“ oben am Limes, dem einstigen Grenzverlauf der Römer.
Weiß-Gelbe Blüten leuchten als Zwischenfrucht am Hang. Man meint, man ist im Raps blühenden Frühling.

Eine kleine Gänseschar in einem eingezäunten Garten macht auf sich aufmerksam.

Eine Gäste-Gruppe hat eine Museums-Führung hinter sich und kehrt in einer dörflichen Gaststätte ein.

Aus dem Gottersdorfer Dorfbrunnen plätschert sauberes Quellwasser. Daneben wartet ein aus dem 17. Jahrhundert (1685) errichteter Bildstock mit einer noch lesbaren Inschrift auf eine verweilende Beachtung und stille Besinnung.

Einen gepflegten Eindruck machen die Gottersdorfer Kirche (erbaut Mitte des 18. Jahrhunderts) und das neuzeitliche Gemeindehaus. Den idyllisch gelegenen Friedhof findet man am Ortende in Richtung Gerolzahn.

Vorbei sind die Zeiten, wo die Gottersdorfer ins bayerische Reichartshausen zum Gottesdienstbesuch gehen mussten: der alte Kirchensteig erinnert heute noch daran.

Am Parkplatz steht vor der unmittelbaren Heimkehr jetzt nur noch mein Pkw-Gefährt. Nun setzt der Regen ein und es wird Zeit nach Hause zu fahren.

In Erinnerung bleiben viele herbstliche Eindrücke: Faszinierend waren die nuancenreichen Laubblätter-Farben, die urig wirkende Wagner-Werkstatt im musealen Schüßler-Hof oder die sagenumwobenen Steinkreuze.

Ich denke auch an die Bienenstöcke mit ihren summenden Bewohnern. Noch im Ohr höre ich die schnatternden Gänse.

Von den rotwangigen Äpfel auf einer Wiese in einer Streuobstanlage hätte ich gerne einiges Obst gesammelt, aber ein Elektrozaun hinderte mich daran.

Dann waren da noch die lebhaften, freudig strahlenden und losstürmenden Kinder, die sich wie ihre Eltern auf einen Besuch in einer wärmenden Wirtshausstube freuten.

Was ich aus früheren Zeiten vermisse, sind die frohen ungezwungenen Feste, Veranstaltungen und Vorführungen rund um das Odenwälder Freilandmuseum (angelegt ab 1984, eröffnet 1990) mit seinen vielen Besuchern.

Unvergessen bleibt mir die liebliche Marien-Darstellung an einer privaten Hauswand: gemalt 2016 vom Amorbacher Künstler Heinz Krug.

Doch die kommende kalte Jahreszeit, ansatzweise schon präsent, lähmt den Elan für mehrstündige Aufenthalte und Aktivitäten im Freien. Die frische Luft und Bewegung in und um Gottersdorf haben aber gut getan!

Roland Schönmüller.

Weitere Bilder und Informationen folgen!

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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