Bildergalerie und Essay
Festliche Erstkommunion in Heppdiel
- Sieben Kommunionkinder empfingen heuer in Heppdiel am Weißen Sonntag das Sakrament der heiligen Kommunion. Hier mit Pfarrvikar Winiarz und zwei Ministrantinnen. Foto Roland Schönmüller
- hochgeladen von Roland Schönmüller
„Unser Leben sei ein Fest“.
Erinnerung an die eigene Taufe und Besinnung auf eigenes Christsein.
Eichenbühl- Heppdiel /-Windischbuchen. Gut vorbereitet gingen am „Weißen Sonntag“ dem ersten Sonntag nach Ostern, in der katholischen St. Mauritius-Pfarrkirche in Heppdiel sieben Kinder zur Ersten Heiligen Kommunion.
Den feierlichen Festgottesdienst hielt Pfarrvikar Krzysztof Winiarz von der Pfarreiengemeinschaft Erftal und Höhen.
Mitglieder der Musikkapelle Schippach umrahmten den Ein- und Auszug der Kommunionkinder.
Die Singgruppe CON verschönerte mit modernen, rhythmischen Liedern die Messe.
Das diesjährige Motto der Erstkommunionfeier lautete: „Kommt her und esst“.
Stimmungsvoll erklangen Melodien wie „Unser Leben sei ein Fest“, „Wenn das Brot, das wir teilen …“ sowie „Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns“.
Beherzt wurden die Fürbitten von den Kommunionkindern vorgetragen. Zum „Vater unser“, zum Friedensgruß und zum Empfang der ersten heiligen Kommunion versammeltem sich alle Erstkommunion-Kinder um den Altar.
Nach dem Danklied „Wir wünschen dir Liebe“ sagte Pfarrvikar Winiarz allen ein herzliches Dankeschön, die beim Gottesdienst tätig waren und bei der Vorbereitung der Kinder auf diesen Tag mitgewirkt haben.
Abschließend wünschte der Geistliche den Familien eine schöne Feier und betonte, dass der „Weiße Sonntag“ für alle Gläubigen eine Erinnerung an die eigene Taufe und eine Besinnung auf das eigene Christsein bedeute.
Gruppenmütter hatten dank tatkräftiger Unterstützung von Lehrerin Anni Schlegel mit den Kindern mehrere Projekte inhaltlicher, motivierender und kreativer Art durchgeführt, die sicherlich nachhaltig in Erinnerung bleiben werden.
Nach dem Schlusslied „Großer Gott, wir loben dich“, zogen Pfarrvikar Winiarz, der Altardienst und die sieben Kommunionkinder feierlich aus. Aus Windischbuchen empfingen die erste heilige Kommunion Noah Bauer, Luan Kuhn und Nele Wöber, aus Heppdiel waren dabei Linus Breunig, Malina und Mattis König sowie Amelie Merz.
Vielfältig waren die Vorbereitungen auf das besondere Fest der Erstkommunion in Heppdiel.
Gemeinsam wurde das Motto-Plakat gestaltet und in der Kirche präsentiert.
Alle Kinder hatten Wochen vorher gemeinsam ein Fladenbrot gebacken. Es wurde zum Abschluss gegessen und Traubensaft dazu getrunken.
Jedes Kommunionkind durfte außerdem einen „Fisch“ formen, backen und später mit nach Hause nehmen.
Während der Backzeit hörten die Kinder eine Geschichte und spielten ein amüsantes Quiz. Hier waren auch die Kommunionkinder aus Miltenberg-Schippach mit dabei.
Kommunionunterricht fand einmal pro Woche in Eichenbühl statt: der Kurs wurde von Pfarrer Artur Fröhlich aus Eichenbühl und von Lehrerin Anni Schlegel aus Heppdiel gestaltet. Außerdem fanden von Januar bis April 2025 zehn „Wege-Gottesdienste“ statt.
An einem Nachmittag durften die Kinder ein kleines Kreuz aus Ton gestalten. Die später gebrannte Symbol-Form fand und findet Verwendung als Anhänger für jedes Kind.
An was erinnerten sich die Kommunionkinder während der Vorbereitungszeit besonders?
Nach der Beichte wartete als besonderes „Highlight“ die Besichtigung des Kirchturms der Heppdieler St. Mauritiuskirche, die bekanntlich als Wehrkirche aus dem Spätmittelalter stammt.
Beeindruckend war für die Kinder das vom hiesigen Mesner ausgelöste, außergewöhnliche Glocken-Geläut, über das manche Bewohnerinnen und Bewohner sich zunächst wunderten, aber nachdem sie den Grund erfahren hatten, schmunzelten und die „Störung“ akzeptierten.
Bleibt hier noch der Blick in die Zeit nach dem „Weißen Sonntag“.
Die Kommunionkinder möchten bald das Kinderhospiz in Kleinheubach besuchen und dort eine kleine Spende überreichen. Die Spende komme von den Kindern selbst, sie möchten - nach ihrer Meinung - selbst entscheiden, wie hoch der Spendenbetrag sei, berichtet die Mutter eines Kommunionkindes.
Baldmöglichst sei auch ein gemeinsamer Ausflug und Abschluss geplant.
Ein Wiedersehen dürfte es für die Gläubigen an Fronleichnam geben, wo traditionell die Kinder in ihrer Festkleidung an der Prozession teilnehmen werden.
Roland Schönmüller
BU: Sieben Kommunionkinder empfingen heuer in Heppdiel am Weißen Sonntag das Sakrament der heiligen Kommunion. – hier mit Pfarrvikar Winiarz und zwei Ministrantinnen. Foto Roland Schönmüller
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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