Warum wir den Herbst so lieben ...

Spieglein, Spieglein ... Nein, das ist hier nicht das Motto, sondern die kleine Schmink-Prozedur dient den nächsten Porträt-Bildern der beiden jungen Leute an der Erf bei Bürgstadt.
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  • Spieglein, Spieglein ... Nein, das ist hier nicht das Motto, sondern die kleine Schmink-Prozedur dient den nächsten Porträt-Bildern der beiden jungen Leute an der Erf bei Bürgstadt.
  • hochgeladen von Roland Schönmüller

Herbstfreuden

Entdecken Sie jetzt die herrliche Zeit drinnen und draußen!

Die jetzige Jahreszeit ist bei allen Generationen sehr beliebt.

Mögen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, den Herbst? Sicherlich beantworten Sie diese Frage mit ja. Warum?

Nun - Ihnen geht es vielleicht so wie jenen Schülern im Landkreis, die beim Brainstorming Assoziationen von A bis Z zum Thema „Herbstfreuden“ notieren sollten.

Wohl kein anderes Thema wurde so schnell und gern in Angriff genommen. Gedanken, Erinnerungen und Ideen zu „Was wir im Herbst lieben“- gab es bei den Kids in Hülle und Fülle.

Lieblingsthema in der Schule: der facettenreiche Herbst

Schwuppdiwupp und das ursprünglich weiße DIN A 4 – Papier war vollgeschrieben. Lücken gab es nur bei ganz wenigen Buchstaben wie Q oder Y. Doch da reichte ein kurzer Lehrer-Impuls und ein schnelles Schüler-Aha mit Lösungen stellte sich bald ein.

Stolz zeigten die beauftragten Kinder und Jugendliche, beispielsweise Grundschüler in Amorbach oder Siebtklässler in Bürgstadt schon nach wenigen Minuten ihre flink fixierten Einfälle und Zeichnungen zu den Freuden und Annehmlichkeiten im Herbst:

von Apfel über Drachensteigen, Halloween, Igelversteck, Laub, Kastanien, Pilze bis hin zu Waldwanderung und Zierkürbissen.

Der Herbst beflügelt die Phantasie

In der Tat beflügelt die Zeit zwischen September und November nicht nur die kindliche Phantasie.

Der Herbst ist nach wie vor ein „Highlight“ in Kindergarten, Schule, Familie, Freizeit und Gemeinschaft.

Vielfältige Entdeckungen und Genussmomente schaffen jetzt drinnen und draußen - bevor es richtig kalt und winterlich wird - nachhaltige Eindrücke und intensive Erlebnisse mit allen Sinnen.

Der Herbst regt zu Aktivitäten im Freien und drinnen an


Wanderschuhe
werden angezogen, Pilzkörbchen aus dem Keller geholt und Drachen startklar gemacht.

Zuhause gestalten fleißige Mutter- und Geschwister-Händchen stimmungsvolle Herbstdekorationen, legen Gemüse ein, kochen Kompott oder bereiten ein festliches Essen für Familie und Verwandte.

Was lieben wir im Herbst besonders?

Der Dichter Friedrich von Logau (1604 – 1655) hilft da weiter: „Der Frühling ist zwar schön,/ doch wenn der Herbst nicht wär’,/ wär zwar das Auge satt, /der Magen aber leer.“

Also auf ins Vergnügen!

Kulinarische Genüsse, Gaumenfreuden, Essen und Trinken, vergnügliche Volksfeste beschert der Herbst wie keine andere Jahreszeit.

Obst, Gemüse und Getreide werden geerntet und dafür beim Erntedankfest dem Schöpfer gedankt. Herbstmärkte präsentieren ein reichhaltiges Angebot an regionalen Produkten.

Beim Wandern und bei Spaziergängen erleben wir die Schönheiten der herbstlichen Natur in Wald und Flur, in Weinbergen und Flusstälern.

Das beeindruckende Farbenspiel der Laubbäume
erfreut unsere Sinne, wir genießen die Geschenke des Waldes und ernten würzige Pilze, Maronen und Nüsse. Vor allem auch die milde klare Luft lässt uns frei durchatmen und zur Ruhe kommen.

Der Herbst ist ein Fest der Sinne

Einkehr, Geselligkeit und Gemütlichkeit bieten Gasthäuser und Restaurants. Herbstmärkte und Volksfeste locken außerdem vor der beginnenden kalten Jahreszeit mit attraktiven Angeboten, sorgen aber auch für Bewegung, Abwechslung und Kommunikation.

Fazit:

Herbstzeit entspannt, schafft Muse für jung und alt, vermittelt kurzweiligen Zeitvertreib, weckt Kindheitserinnerungen, regt zu kreativen Tätigkeiten an und ist ein Fest der Sinne.

Das bestätigen auch generationsübergreifende Interviews und die bei Kinder und Heranwachsenden im Landkreis nachgefragten Herbstfreuden von A bis Z.

Warum sollten wir den Herbst lieben?

• Eine neue Jahreszeit bedeutet oft die Anschaffung neuer Kleidung: Erfreuen Sie sich beim Tragen an den neuesten Trends in den modischen Herbstfarben wie Beerentöne oder Senf!

• Fernseh-Fans aufgepasst! Die Sommerpause ist adé! Nun gehen unsere TV- Lieblingsserien in eine neue Runde.

• Haben Sie keinen Diät-Frust mehr! – Unter weiter, warmer Kleidung kann man sich auch wohlfühlen!

• Wie wäre es mit ein wenig Wellness? Also hinaus ins Freie und in den sonnigen Goldenen Oktober!

• „Ozapft is!“ – das Oktoberfest ist zwar schon passé, doch andere Herbstfeste bringen uns dennoch in Bierlaune und Schunkel-Stimmung.

• Saisonale und regionale Leckerbissen wie Steinpilze und Kürbis machen Hunger auf den Herbst.

• Vorfreude ist die schönste Freude: Buchen Sie jetzt schon den nächsten Strandurlaub und entfliehen sie vorab mental der kommenden Kälte!

• Genießen Sie „Cocooning“, den Rückzug in die eigenen gemütlichen vier Wände – mit neuem Lesestoff!

• Erfreuen Sie sich an der zauberhaften Stimmung, wenn sich morgens der Nebel langsam lichtet.

• Wecken Sie im Herbst das Kind in sich - beispielsweise beim Kastaniensammeln, beim Drachensteigen und beim kreativen Deko-Basteln.

Interview 1 : Bernd Ullrich, Kleinheubach:
Was mir am Herbst so gefällt ...

„Ich mag eigentlich alle Jahreszeiten. Die Natur, die sich in jeder Jahreszeit in einem anderen Kleid und Farbe zeigt – ist einfach schön. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz – so auch der Herbst.
Da gibt es einiges, das da wäre:

• wie sich aus dem monotonen Grün der Natur ein buntes Gemisch aus Rot, Gelb, Braun färbt
• Spaziergänge in den bunten Wäldern und am Rotweinwanderweg
• das Rascheln, das beim Durchschreiten des Laubes entsteht
• die Weinlese bzw. die Ernte
• draußen in der Natur sein – auch bei stürmischem Wetter
• wenn es kalt und zeitiger finster wird, zu Hause gemütlich zusammen sitzen, ein gutes Fotobuch lesen, dazu heißen Kaffee oder auch mal einen Tee genießen
• viele Fotos, die während des Jahres entstanden sind, endlich zu bearbeiten
• die tolle Fernsicht, die sich häufig durch die klare Herbstluft ergibt
• auch ein nebeliger Tag kann seinen Reiz haben
• mit meinem kleinen Enkeln bunte Blätter sammeln und den Drachen steigen lassen
• den faszinierenden Formationen der Zugvögel zuschauen
• sich auf den Schnee freuen
• die auf mich einwirkende tolle Lichtstimmung am Morgen und am Abend fotografisch einfangen
• alles erscheint so rötlich, warm und geborgen
• der Herbst hat für mich als Fotograf ganz besondere Reize“

Interview 2: Christopher Betzwieser, Miltenberg:
Faszination Nebel, Sonne und bunte Blätter

„Sehr gerne mag ich den Morgennebel, der alle Geräusche schluckt, die Sonne die sich durch den
Morgennebel kämpft und das Farbenspiel der Blätter.“

Interview 3 : Gerold Janes, Eisenbach:
Zauberhafte Verwandlungen

„Am besten gefällt mir jetzt im Herbst die Ruhe in der Natur. Beeindruckend sind auch das Farbenspiel der Lichter, ebenso das Färben der Blätter und das Beobachten des Wildes.“

Interview 4 : Jennifer Kissinger, Großheubach:
Farbenvielfalt outdoor, Wohlfühlcharakter indoor

„Ich mag den Herbst sehr gerne, da jetzt die vielen Blätter in allen möglichen Farben und Schattierungen fallen. Drinnen können wir wieder enger zusammen kuscheln und warmen Tee trinken!“

Interview 5: Gisela Lindemann, Neuhaus an der Pegnitz, BR-Franken-Fotografin.
Verzauberung in „Slow motion“ (Zeitlupe)

„Das gefällt mir am Herbst: Das Feuerwerk der Farben, das unsere Welt verzaubert, bis ganz leise Blatt für Blatt zu Boden fällt.
Und noch etwas: faszinierend sind auch die goldgelben Farben, die der Nebel im Sonnenaufgang zaubert!“

Interview 6: Erika Haberkorn und Josef Gaab, Walldürn – zu Besuch in Miltenberg
Auch im Herbst auf Achse

Erika Haberkorn: „ Ich habe ein bewegtes Leben hinter mir. Als Heimatvertriebene kam ich als Siebenjährige in die fränkische Region, jetzt wohne ich in Walldürn. In der südmährischen Heimat arbeiteten wir während der Lese schon ab vier Uhr früh in den Weinbergen. Der Herbst war früher mit viel Arbeit und körperlicher Anstrengung, zum Beispiel auch bei der Apfelernte verbunden. Heute genieße ich meinen Lebensabend mit Ausflügen und Spaziergängen in der näheren Umgebung.“

Josef Gaab: „ Mit meiner Lebensgefährtin Erika bin ich auch im Herbst viel unterwegs. Wir beide sind keine Stubenhocker. Als ehemaliger Wagner und Postangestellter mag ich die Natur sowie den Kontakt zu Land und Leuten. Bis vor wenigen Jahren war ich passionierter Radfahrer, der den Odenwald in allen Jahreszeiten erkundete. Der Herbst ist für mich nach wie vor die schönste Zeit.“

Interview 7: Sophie Müller, Gerolzahn und Lina Trützler, Gottersdorf – im Raum Miltenberg unterwegs
Das schöne Herbstwetter genießen

Sophie Müller, Gerolzahn: „Herbst bedeutet für mich Blätterfall, schönes Ausflugswetter, Vorfreude auf die kommenden Herbstferien und Ernte von Obst, Trauben und Gemüse.“
Lina Trützler, Gottersdorf: „Der Herbst ist eine schöne Jahreszeit und lädt zu vielen Aktivitäten im Freien ein. Mit meiner Freundin Sophie bin bei schönem Wetter, zum Beispiel jetzt im Goldenen Oktober, viel mit dem Rad unterwegs. Dabei gibt es unterwegs zahlreiche Mitbringsel wie Äpfel, Birnen, Kastanien und bunte Blätter als Deko-Material für Zuhause. Mit Halloween haben wir beide nicht viel zu schaffen, aus diesem Grusel-Alter sind wir längst heraus!“

Interview 8: Marianne Sahm, Walldürn-Gottersdorf
Verbundenheit mit Land und Leuten

„Mit dem Herbst sind viele Kindheitserinnerungen verbunden. Mein Vater war Lehrer an verschiedenen Schulorten im Odenwald. So habe ich den Alltag und die Anstrengungen – auch im Herbst - am eigenen Leib erfahren. Im Herbst sammelten wir als Schülerinnen und Schüler Bucheckern, die zu Öl verarbeitet wurden. Als Erwachsene bin ich der Gegend um Gottersdorf treu geblieben. Mehr als ein Dutzend Jahre habe ich die hiesige Wirtschaft im Odenwälder Freilandmuseum betreut: gerade jetzt im Herbst gibt es hier zahlreiche Besucher, die sich auf unsere Gaumenfreuden und Gerichte freuen!“

Interview 8: Alexandra Schwarzburg aus Beckstein an der Tauber, als Klöpplerin in Walldürn-Gottersdorf
Klöppeln in geselliger Runde

„Gerne komme ich aus dem Taubertal nach Gottersdorf zum dortigen Odenwälder Freilandmuseum – nicht nur jetzt im wunderschönen Herbst und zu hauswirtschaftsgeschichtlichen Vorführungen!
Hier und in der Region treffen wir uns mit Gleichgesinnten zum Klöppeln, einem fast ausgestorbenen Kunsthandwerk, das früher auch in ländlichen Orten ein beliebter Zuerwerb unter Frauen war.
Auch heute entstehen für Liebhaber filigraner Textilien zeitaufwändige Schmuckstücke. In geselliger Runde und bei wärmendem Holzofen fällt alles viel leichter, auch wenn es heute nur ein seltenes Hobby in gemütlicher Damenrunde ist. Ab und zu bewirkt jetzt ein Gläschen neuer Wein oder ein frischer Obstler Wunder und Auftrieb für das weitere Klöppler-Schaffen!“

Interview 9: Paul Pegoretti, Eichenbühl:
Vom Ernten und Einlagern

„Ich mag jetzt im Herbst die frische Luft am Morgen und die bunten Blätter. Die reifen Früchte an den Garten-Bäumen warten auf ihre Ernte, das Einlagern im Keller erzeugt einen besonderen würzigen Wohlgeruch, der in meiner Nase lange anhält.“

Interview 10: Linda Plappert-Metz, Amorbach
Herbstpoesie

„Goldsonne und Goldmond lassen die Farbenpracht des Herbstes leuchten!
Pralle, satte Töne erzeugen die Früchte und Blätter rund um die Barockstadt.
Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit!
Fleischige Kürbisse liegen am Wegrand.
Doch unterwegs verschleiert der aufsteigende Nebel
manches Detail in der Natur und im Leben.
Trotz allem genieße ich das Jetzt, die Gegenwart in vollen Zügen!“

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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