„Den richtigen Ton treffen!“

Elternabend in der Mittelschule Miltenberg
Kommunikation in Elternhaus und Schule pflegen!

Miltenberg
Am vergangenen Dienstag fand in der Mittelschule Miltenberg auf Einladung des Elternbeirats in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung in München ein Eltern- und Bildungsabend statt.
Der Elternbeiratsvorsitzenden Katja Breunig war es wichtig, dass das Thema „Wie redest Du mit mir?“ im Rahmen der Werteerziehung auch die Erziehungskompetenz der Eltern bestärken solle. Dazu sprach Edmund Speiseder, der Schulleiter des Gymnasiums in Schrobenhausen und Mitglied im Arbeitskreis Direktoren des Bayerischen Philologenverbandes im Auftrag der Hanns-Seidel-Stiftung.

Eingangs lag dem Referenten daran, die Teilnehmer des Elternabends mit der Frage zu konfrontieren, welches Gespräch, welche Unterredung sie nicht noch einmal erleben möchten. Ausgehend davon wurde erörtert, warum manche Gespräche und Kommunikationssituationen fehl schlagen und welche Ursachen dahinter stünden. Speiseder informierte sodann darüber, welche vier Seiten einer Nachricht, einer Mitteilung zwischen Menschen grundsätzlich zukäme. Dabei zeigte er auf, dass eine Mitteilung eine sachliche Komponente, eine Beziehungsebene, die Form einer Selbstmitteilung und aber auch einen Appell darstellen könne. In der Gesprächssituation mit Kindern nutze man häufig den Appell, also die Aufforderung, dies oder jenes zu tun. Eltern und Lehrkräfte wissen aber darum, dass diese Form durchaus Sinn mache, aber beizeiten auch seine Grenzen habe. Wenn man etwas erreichen wolle, dann müsse man doch die Vernunftebene wählen, so dass Anweisungen oder Wünsche auch entsprechend ein bereitwilliges Gehör fänden. In anschaulichen Beispielen wurden Alltagssituationen vorgestellt und so konnte recht überzeugend auch dafür geworben werden, dass, wenn man sich dessen bewusst ist, man leichter ein Gespräch bzw. eine Auseinandersetzung mit einem Kind aber auch mit einem Erwachsenen meistern könne.
Merkmale guter Gespräche und einer guten Kommunikation, so haben Psychologen herausgefunden, zeigen stets, dass die Beteiligten vor einander Respekt haben, sich klar und deutlich ausdrücken, eben auch das sagen, was sie wirklich meinen, formulierte der Referent. Merkmale guter Gespräche zeichnen sich aber auch dadurch aus, dass die Beteiligten einander ausreden lassen, dass der Andere nicht bewertet werde, keine Schimpfwörter fallen und die „Du-bist-Strategie!“ meiden. Im Umgang mit den Kindern, so der Referent, sei es immer wichtig, dass das Vorbild das einprägsamste Mittel sei, das die Eltern vorgeben. Und so wurden eine Vielzahl von Alltagssituationen beleuchtet, in denen die Eltern jene Standards vorgeben, die sie gerne auch bei ihren Kindern befolgt und umgesetzt hätten. „Und vor allem, loben Sie gutes Benehmen und unterstreichen Sie damit jene Verhaltensweisen, die Sie sich wünschen!“, formulierte Speiseder abschließend.

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