Landkreis wird über KEG-Sachträgerschaft verhandeln

Der Kreistag hat am Montag die Landkreisverwaltung einstimmig dazu ermächtigt, ergebnisoffene Verhandlungen mit der Stadt Amorbach über den Übergang der Sachaufwandsträgerschaft des Karl-Ernst-Gymnasiums Amorbach an den Landkreis Miltenberg zu führen.

Bei der Abstimmung vor vollen Zuschauerrängen zeigte sich, dass der komplette Kreistag hinter dem Erhalt des Karl-Ernst-Gymnasium Amorbachs steht. Bei den Verhandlungen gehe es ausschließlich um die Sachträgerschaft, erklärte Landrat Jens Marco Scherf, der Standort sei nach Aussagen des Ministeriums gesichert. Wenn es zum Übergang der Sachaufwandsträgerschaft kommen sollte, müsste allerdings das Kultusministerium zustimmen. Amorbachs Bürgermeister und Kreisrat Peter Schmitt stellte nochmals die finanzielle Situation der Stadt Amorbach dar, die aufgrund des Erhalts von Stabilitätshilfen stark eingeschränkt ist. Deshalb sei es wichtig, in einen Dialog einzusteigen mit dem Ziel, die Sachaufwandsträgerschaft an den Landkreis zu übertragen. Ein unabhängiger Gutachter solle Daten, Zahlen und Fakten ermitteln, die später als Grundlage für Verhandlungen dienen sollen. „Das Karl-Ernst-Gymnasium ist für den Landkreis Miltenberg existenziell wichtig“, formulierte Schmitt unter zustimmendem Nicken des Kreistags. Eine Alternative zu einer neuen Sachträgerschaft sah er nicht: „Nur dann sind weiterhin eine familiäre Atmosphäre und eine qualitativ hochwertige Bildung möglich.“

Einstimmig beschloss der Kreistag eine auf zwei Jahre befristetete Weiterführung der Stelle Bildungsmanagement/Bildungsmonitoring im Rahmen des Förderprogramms „Bildung integriert“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der Kreisausschuss hatte dies in seiner jüngsten Sitzung bereits einstimmig empfohlen.

Zu Beginn der Sitzung hatte Landrat Jens Marco Scherf um ein Gedenken an den Gdansker Oberbürgermeister Pavel Adamovich gebeten, der an den Folgen eines feigen und hasserfüllten Mordanschlags gestorben war. „Hass und Gewalt dürfen weder in Wort, Tat und Gedanken auch nur ansatzweise eine Chance bekommen, in unserer freiheitlichen Demokratie als Form der Auseinandersetzung akzeptiert zu werden“, sagte Scherf.

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