Mobbing
Pink Shirt Day - Wir setzen ein Zeichen gegen Mobbing

Nicht nur am Arbeitsplatz oder in der Freizeit ist Mobbing ein großes Thema, sondern vor allem auch in der Schule. Anlässlich des „Pink Shirt Days“, der eigentlich weltweit am 26.Februar seit einigen Jahren große weltweite Aufmerksamkeit erregt, stand nun der vergangene Donnerstag an der Johannes-Hartung Realschule Miltenberg ganz im Zeichen von „Anti-Mobbing“. Ziel dieses besonderen Tages ist es, das Thema „Mobbing“ in den Mittelpunkt zu rücken und das Bewusstsein für das Thema zu stärken.
Der „Pink Shirt Day“ und dessen Bewegung begann im Jahr 2007, als in Kanada ein homosexueller Schüler von seinen Mitschülern schikaniert und attackiert wurde, da er ein pinkfarbenes T-Shirt trug. Zwei Schüler beobachteten die Situation und beschlossen, sich auf die Seite des Neuntklässlers zu stellen und ihm zu helfen. Aus Solidarität kamen sie am nächsten Tag ebenfalls in pink zur Schule. Aber bei diesen zweien blieb es nicht: Bereits nach kurzer Zeit schlossen sich ihnen immer mehr Teenager an, um auch optisch ein Zeichen gegen die Ungerechtigkeit von Mobbing zu setzen. Einer der Initiatoren gab an, dass er erfahren durfte, dass, wenn nur zwei Leute eine Idee haben und diese umsetzen, dadurch ein Wunder angefacht werden könnte. Dies zeigte sich kurz darauf, als aus einer Bewegung, die in einer kleinen kanadischen Provinz begann, ein international anerkannter Tag auch in anderen Ländern wurde.
Da die Johannes-Hartung Realschule schon seit einigen Jahren zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gehört, wurde von der SMV der „Pink Shirt Day“ auch an unserer Schule initiiert. Hierzu wurden im Zuge der Mottowoche die Schülerinnen und Schüler angehalten, pinkfarbene T-Shirts zu tragen, um sich optisch mit Mobbingopfer zu solidarisieren. Zudem erhielten alle Klassensprecher an diesem Tag eine spezielle Schulung zum Thema „Anti-Mobbing“ und „Mobbing-Prävention“, die von der Schulpsychologin Frau Anna Schmidt und von der Verbindungslehrerin Frau Heid geleitet wurde. Die gewonnenen Erkenntnisse werden die Klassensprecher ihren Mitschülern zeitnah präsentieren. Um alle Klassen auf diesen Tag vorzubereiten und für das Thema zu sensibilisieren, wurde im Vorfeld mit den Klassen der tragische Fall der Kanadierin Amanda Todd besprochen, die sich vor einigen Jahren aufgrund schwerer Mobbingattacken seitens der Mitschüler das Leben nahm. Eine Neuntklässlerin der Miltenberger Realschule gab an, dass sie der Tod von Amanda Todd sehr erschüttere und sie sich deshalb dazu entschieden habe, an diesem Donnerstag ein pinkfarbenes T-Shirt zu tragen, um ein Zeichen gegen Mobbing zu setzen. – Und diesem Bespiel folgten noch viele andere Schülerinnen und Schüler.
B. Michelbach

Autor:

Silke Bundschuh aus Miltenberg

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