Pressebericht des Polizeipräsidiums Unterfranken vom 13.08.2014: Interessante Immobilie in Aussicht gestellt – 50.000 Euro von Bekannter ergaunert

REGION ALZENAU. Eine 50-Jährige steht im dringenden Verdacht, in den zurückliegenden Monaten eine Bekannte mit der Aussicht auf eine interessante Immobilie ordentlich über den Tisch gezogen zu haben. Die Geschädigte hatte der Beschuldigten im Laufe der Zeit für den Hauskauf 50.000 Euro überlassen, die diese dann allerdings u.a. für ein neues Auto völlig zweckentfremdet hatte. Gegen die Frau, die ein umfassendes Geständnis abgelegt hat, läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs.

Die Geschädigte hatte ein Haus verkauft und war bei der Suche nach einer neuen Immobilie auf die 50-Jährige aus der gleichen Ortschaft gestoßen. Diese erzählte ihr von einem tollen Haus, das sie für die 45-Jährige gefunden habe. In der Folgezeit ergaunerte sich die selbst ernannte Maklerin 50.000 Euro Bargeld als Anzahlung.

Schon bald merkte die potentielle Kundin, dass bei diesem Geschäft irgendetwas schief lief. Als ihr immer deutlicher wurde, dass sie einer Betrügerin aufgesessen war, wandte sie sich schließlich an die Alzenauer Polizei. Um von dem offensichtlich ergaunerten Bargeld möglicherweise noch etwas sicherstellen zu können, wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg das Haus der 50-Jährigen am Dienstag durchsucht. Dabei konnten von der ursprünglichen Summe noch 20.400 Euro aufgefunden werden. Auch ein Auto, das sich die Beschuldigte von dem ihr überlassenen Geld inzwischen geleistet hatte, stellten die Polizisten sicher.

Die Tatverdächtige, die im übrigen wegen anderer Straftaten noch unter Bewährung steht, wurde festgenommen und musste die Beamten zur Alzenauer Polizeidienstelle begleiten. Dort legte die Frau in ihrer Vernehmung ein umfassendes Geständnis ab. Sie räumte ein, nie eine Immobilie gehabt zu haben, die sie der 45-Jährigen habe verkaufen können. Vielmehr hatte sie für das ihr überlassene Geld schnell andere Verwendung. So hatte sie sich das Auto zugelegt und neue Einrichtungen für ihre eigene Wohnungen gekauft. Außerdem lieh sie Geld an Geschwister und versorgte ihre eigenen Kinder mit Geschenken. Auch mehrere Kurzurlaube machte der „Geldsegen“ möglich. Und auch laufende Rechnungen konnten dank der nunmehr zur Verfügung stehenden 50.000 Euro problemlos beglichen werden.

Da die Frau voll geständig war und auch kein Haftgrund vorlag, wurde die Beschuldigte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wieder auf freien Fuß gesetzt. Möglicherweise endet diese Zeit in Freiheit nach einer Gerichtsverhandlung, zu der die Frau wegen des Betrugs in absehbarer Zeit erscheinen muss.

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