Auf der Michaelismesse
Kostenfreie Beratung zu selbst erzeugtem Sonnenstrom
- hochgeladen von Landratsamt Miltenberg
Lohnt sich eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach oder ist ein Balkonkraftwerk die bessere Wahl? Diese und andere Fragen zu selbst erzeugtem Sonnenstrom beantworten der Verbraucherservice Bayern und das Klimaschutzmanagement des Landratsamts während der Michaelismesse vom 28. August bis 6. September 2026. Die Beraterinnen und Berater informieren darüber hinaus marktunabhängig zu weiteren Themen rund ums Energiesparen – etwa Heizung und Dämmung. Für eine individuelle Beratung können vorab Termine unter www.terminland.de/main-energie gebucht werden.
Wie groß das Interesse an der unkomplizierten, dezentralen Stromerzeugung mittlerweile ist, zeigt ein Blick in das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur: Im Landkreis Miltenberg sind aktuell über 3.200 Steckersolargeräte offiziell in Betrieb. Pünktlich zur Michaelismesse beantworten Expertinnen und Experten vor Ort die wichtigsten Fragen dazu, wann sich welche Lösung für den eigenen Haushalt eignet.
Für Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von 1.000 bis 2.000 Kilowattstunden – etwa ein bis zwei Personen – können Balkonkraftwerke eine attraktive Lösung sein. Auf Balkon, Terrasse oder Garagendach installiert, decken sie bis zu 40 Prozent des jährlichen Strombedarfs ab. Da die Anschaffungskosten zuletzt gesunken sind, amortisieren sich viele Anlagen bereits nach wenigen Jahren. Eine erste, unverbindliche Einschätzung ermöglicht der kostenlose Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin (www.solar.htw-berlin.de/rechner).
Seit März 2026 gelten vereinfachte Normen für Balkonkraftwerke: Wechselrichter dürfen nun bis zu 800 Voltampere (VA) ins Netz einspeisen. Die Modulleistung darf in Kombination mit einer speziellen Energiesteckdose bis zu 2.000 Wattpeak (Wp) betragen; an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose sind bis zu 960 Wp zulässig. Bei zertifizierten Geräten ist der Anschluss über die normale Steckdose ausdrücklich erlaubt. Zudem dürfen nun auch integrierte Batteriespeicher genutzt werden. Der bürokratische Aufwand ist gering: Eine einfache Registrierung im Marktstammdatenregister genügt in der Regel.
Die Beratung ist eingebunden in die Regionalkampagne „Heimvooorteil“, die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern in der Region ein gebündeltes Angebot rund um energetische Sanierung macht (www.heimvooorteil.de). Das Beratungsangebot ist kostenfrei, da es durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.
Rückfragen beantwortet Sebastian Randig, Klimaschutzmanager im Landratsamt (Telefon: 09371/501-593 E-Mail: klimaschutz@lra-mil.de).
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