Bildergalerie und Essay.
Im Monat der Rose.


Volkstümlich hieß der Juni auch Rosenmonat, nachdem in ihm die „Königin der Blumen“ zu blühen beginnt.
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  • Volkstümlich hieß der Juni auch Rosenmonat, nachdem in ihm die „Königin der Blumen“ zu blühen beginnt.
  • hochgeladen von Roland Schönmüller

Der Juni mit 30 Tagen hat gerade erst begonnen. Den Namen hat er von der römischen Göttin Juno, der Gemahlin des Göttervaters Jupiter.

Juno war bei den Römern Beschützerin der Hochzeit, der Ehe und ein bedeutsamer Beistand während der Geburt.

Unseren germanischen Vorfahren gebrauchten für den sechsten Monat im Jahr den alten deutschen Namen „Brachert“ oder Brachmonat. Das war ein Hinweis auf die alte Dreifelderwirtschaft: nun wurde mit der Bearbeitung des dritten, brach und ungenutzt liegenden Feldes begonnen.

Diese Art der Bewirtschaftung geht auf die Zeit von Karl dem Großen um 800 nach Christus zurück. Erst tiefer in die den Boden reichende Pflüge, modernere Düngeverfahren und der Fruchtwechsel machten diese Bearbeitungsmethode unserer Altvorderen für landwirtschaftliche Anbauflächen überflüssig.

Volkstümlich hieß der Juni auch Rosenmonat, nachdem in ihm die „Königin der Blumen“ zu blühen beginnt.

"Johannismonat" erinnert an den heiligen Johannes dem Täufer, an den Heiligen, der am 24 . Juni, am längsten Tag im Jahr seinen Gedenktag hat. Sonnwendfeiern mit imposanten Johannisfeuern gab es vor Corona auch in unsrer Region.

Der Monat mit den kurzen Nächten und den langen Abenden bringt zwar kalendermäßig den Sommer-Start erst in seinem letzten Drittel, wird aber von Anfang an als Sommerzeit genossen.

Die Landwirte lieben den Juni zwar warm, aber nicht allzu heiß, denn noch ist alles im Wachstum begriffen.

Die Reifezeit für das Korn beginnt meist erst gegen Monatsende am 29. Juni, wenn die Bauernweisheit eintrifft:

„Peter, Paul und Purzel,
bricht dem Korn die Wurzel!“

Andere Bauernregeln zielen auf ein wünschenswertes, gutes Gedeihen der Ernte:

Juniregen bringt reichen Segen.

Viermal Juniregen bringt zwölfachtfachen Segen.

Wie soll das Wetter das Juniwetter sein?
Juni feucht und warm, macht den Bauern nicht arm.

Jedoch heißt es aber auch:

Wenn nass und kalt der Juni war,
verdirbt er meist das ganze Jahr.

Oder:

Menschen und Juniwind
ändern sich geschwind!“

Roland Schönmüller

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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