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Klangflucht ins Kühle: Musikverein Eichenkranz trotzt der Hitze in der Eichenbühler Kirche.
- Kurzentschlossen verlegte der Musikverein „Eichenkranz“ Eichenbühl sein traditionelles Gartenkonzert vom flirrenden Rathaushof in die schützenden, kühlen Mauern der Pfarrkirche St. Cäcilia.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Eichenbühl. Wenn die Sommerhitze unbarmherzig auf den Asphalt des Rathausvorplatzes drückt, wird Kultur zur Frage der Logistik.
Kurzentschlossen verlegte der Musikverein „Eichenkranz“ Eichenbühl sein traditionelles Gartenkonzert vom flirrenden Rathaushof in die schützenden, kühlen Mauern der Pfarrkirche St. Cäcilia.
Was als pragmatische Notlösung begann, entpuppte sich als atmosphärischer Glücksfall, bei dem die Sakralarchitektur den Klängen ein ganz besonderes Volumen schenkte.
Unter der präzisen und feinfühligen Leitung von Dirigent Peter Jedlitschka entfaltete das Ensemble ein anspruchsvolles, neunteiliges Programm, das die akustischen Vorzüge des Gotteshauses exzellent auszunutzen wusste.
Die musikalische Reise schlug gekonnt Brücken zwischen den Genres:
Epische Kinomomente: Dramatische Auszüge moderner Filmmusik erzeugten Gänsehautmomente unter den hohen Kirchenbögen.
Traditionelle Leichtigkeit: Beschwingte Polka-Rhythmen brachten trotz der feierlichen Kulisse eine sommerliche Unbeschwertheit in den Raum.
Klangliche Balance: Das knapp zwei Dutzend Akteure starke Orchester bewies feines Gespür für die Dynamik des Kirchenschiffs.
Durch den Spätnachmittag führte der Vorsitzende Hermann Schmedding. Mit seiner pointierten und charmanten Moderation balancierte er geschickt zwischen feinsinnigem Hintergrundwissen zu den Stücken und einer erfrischenden Prise Humor. Das Publikum dankte es den Musikern mit begeistertem Applaus für diese gelungene, schattige Kulturflucht.
Roland Schönmüller (Text und Fotos)
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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