Bildergalerie und Essay.
Trotz Hitze beeindruckendes Weinfest in Külsheim.
- Weinprinz Linus und Weinprinzessin Emilia aus Külsheim freuen sich über die vielen Gäste .
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Prinzessin, Genuss und Muschelkalk: Külsheim feiert glanzvolles Weinfest und inthronisiert neue Weinhoheit.
Külsheim. Das traditionsreiche Weinfest in Külsheim hat am vergangenen Wochenende (25. und 26. Juli 2026) wieder zahlreiche Liebhaber des badischen Frankenweins in die Brunnenstadt gelockt.
Die idyllisch gelegen Steillage „Hoher Herrgott“ verwandelte sich bei bestem Sommerwetter in eine lebendige Genussmeile mitten in den Weinbergen.
Organisiert von den Külsheimer Selbstvermarktern bot das Fest zwei Tage lang eine gelungene Symbiose aus badischer Gemütlichkeit, edlen Tropfen und königlicher Eleganz.
Stimmungsvoller Auftakt und laue Sommernacht.
Das Festwochenende startete am Samstagabend um 18:00 Uhr mit der offiziellen Eröffnung an den liebevoll geschmückten Festlauben der Winzer.
Bei bester Stimmung füllte sich das Areal in der Weinlage schnell mit Gästen aus der gesamten Region. Ab 19:30 Uhr sorgte Live-Musik für den passenden Rahmen, sodass die Besucher einen perfekten Sommerabend bei exzellenten Weinen, die auf den charakteristischen Muschelkalkböden gedeihen, genießen konnten.
Festsonntag im Zeichen der Tradition und der Inthronisation einer neuen Weinprinzessin.
Der Sonntag begann besinnlich mit einem gut besuchten „Gottesdienst im Grünen“ unter freiem Himmel direkt zwischen den Reben.
Nahtlos ging es anschließend zum traditionellen Frühschoppen und dem gemeinsamen Mittagstisch über. Ein deftiger Festbraten und zünftige, handgemachte Blasmusik luden die Gäste zum Verweilen ein
Der unumstrittene Höhepunkt des Sonntagnachmittags folgte um 14:00 Uhr mit der feierlichen Krönung der neuen regionalen Repräsentantin: Emilia Grimm wurde offiziell als neue Külsheimer Weinprinzessin inthronisiert.
Bürgermeister Thomas Schreglmann vollzog die feierliche Amtseinführung unter dem tosenden Applaus der Festgäste.
Flankiert wurde die traditionelle Zeremonie vom Vorsitzenden des Winzervereins, Georg Stang, sowie einer Dutzend-Delegation angereister royaler Weinhoheiten aus den umliegenden Gemeinden und Main- bzw. Tauber-Regionen, die der neuen Prinzessin ihre Aufwartung machten.
Zuvor hatte bereits der noch amtierende Weinprinz Linus I. in einer Ansprache das Engagement der lokalen Winzer sowie die hohe Qualität des aktuellen Jahrgangs gelobt.
Lob aus dem Rathaus für die Kulturlandschaft.
Auch die städtische Führung zeigte sich sichtlich begeistert von der Resonanz und dem reibungslosen Ablauf des Events. Bürgermeister Thomas Schreglmann hob in seinem Grußwort die tief verwurzelte Tradition der Region hervor:
„In Külsheim wie im ganzen Taubertal blicken wir auf eine lange und stolze Weinbautradition zurück. Unsere Landschaft und die vortrefflichen Weine sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Ein besonderer Dank gilt unseren Winzerfamilien und Selbstvermarktern, die dieses Fest jährlich mit enormem Fleiß auf die Beine stellen und damit seit Jahrzehnten unsere wertvolle Kulturlandschaft pflegen.“
Fazit: Optimismus für die nächsten Monate.
Die Veranstalter, die Winzer und die frisch gekrönte Weinprinzessin blicken nach diesem gelungenen Wochenende mit großem Optimismus in die nächsten Monate.
Die hervorragende Qualität des aktuellen Jahrgangs, der ungebrochene Zusammenhalt der lokalen Winzergemeinschaft und die Begeisterung der treuen Festgäste stimmen die Brunnenstadt positiv für das restliche Weinjahr.
Dank der hervorragenden Organisation, der malerischen Kulisse und der gelebten Gastfreundschaft bleibt das Weinfest 2026 am „Hohen Herrgott“ als voller Erfolg in Erinnerung.
Von Hausaufgaben im Weinberg direkt ins royale Amt: Bürgermeister führt Emilia Grimm als neue Weinprinzessin ein.
Külsheim. Keine bloße Nominierung, sondern ein handfester, feierlicher Staatsakt im Miniaturformat:
Bürgermeister Thomas Schreglmann führte Emilia Grimm auf dem traditionsreichen Weinfest offiziell in die Amtsgeschäfte der Brunnenstadt ein. Der glanzvolle Höhepunkt des Protokolls folgte sogleich, als ihr die funkelnde Prinzessinnenkrone feierlich direkt ins Haar gesteckt wurde. Damit schließt sich für die frischgebackene Abiturientin vom bekannten ein Kreis, der eigentlich schon in der Grundschulzeit begann.
Büffeln zwischen den Reben.
Mancherorts lernen Kinder das Einmaleins am heimischen Schreibtisch. Emilia Grimm lernte es zwischen Rebstöcken, untermalt vom Rascheln der Blätter und dem Duft reifer Trauben. Während andere Kinder nach der Schule den Fernseher einschalteten, zog es Emilia direkt hinaus in die Natur.
„Direkt nach dem Unterricht ging es in die Weinberge“, erinnert sie sich schmunzelnd. Dort wurde nicht nur tatkräftig angepackt, sondern auch das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden: Die Hausaufgaben wurden kurzerhand an der frischen Luft erledigt – auf dem Traktor oder mitten in der Zeile, stets belohnt mit einem zünftigen Weinberg-Vesper.
Diese Symbiose aus Kindheitserinnerungen, harter Arbeit und familiärer Leidenschaft macht deutlich: Emilia Grimm ist für dieses royale Amt geradezu prädestiniert. Weinbau und Weinlese liegen ihr im Blut; die Praxis beherrscht sie aus dem Effeff.
Vom Weinberg in den Hörsaal.
Doch wer denkt, die junge Majestät ruht sich auf ihrem fundierten Praxiswissen aus, der irrt. Das Abitur hat sie frisch in der Tasche, der nächste Schritt steht bereits fest: Ein Studium der Agrarwissenschaften soll das feste Fundament aus der Heimat wissenschaftlich untermauern. Fachwissen und akademische Tiefe werden sich also bald an der Hochschule die Klinke in die Hand geben.
Für die anstehenden Repräsentationsaufgaben bringt Emilia somit die perfekte Mischung mit: spritzigen Charme, tief verwurzeltes Heimatgefühl und eine Prise Humor, die man eben nur lernt, wenn man zwischen zwei Rebstöcken Matheaufgaben gelöst hat. Die Brunnenstadt darf sich auf eine Amtszeit freuen, die so erfrischend und gehaltvoll zu werden verspricht wie ein guter Jahrgang aus dem Hause Grimm.
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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