Bildergalerie und Essay.
Zeichen des Glaubens im Frauendreißiger.
- Lourdes-Madonna in Heppdiel im einstigen Anwesen von Erich Berberich (ehemaliger Mesner)
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Maria, Madonna, Marienmale.
Pfarreiengemeinschaft St. Antonius Erftal und Höhen. In der Zeit des Frauendreißigers rücken in vielen Gemeinden die marianischen Zeichen des Glaubens neu in den Blick. Besonders die Darstellung Mariä Königin am 22. August und die Lourdes-Madonna laden dazu ein, vertraute Orte der Frömmigkeit aufmerksam wahrzunehmen: als Denkmäler des Gebets, der Hoffnung und der liebevollen Pflege kirchlichen Brauchtums.
Maria Königin: Gedenktag am 22. August
Der 22. August ist in der katholischen Kirche der Gedenktag Maria Königin. Er steht in enger Verbindung mit dem Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel und deutet Maria als die im Himmel vollendete Mutter Jesu. Die Krone ist dabei kein Zeichen weltlicher Macht, sondern ein Bild für Würde, Vollendung und Fürsprache. Wer vor einer gekrönten Marienfigur verweilt, schaut auf Maria als Königin des Friedens, als Mutter der Kirche und als Begleiterin der Menschen in ihren Sorgen und Hoffnungen.
Die Lourdes-Madonna: Zeichen von Nähe, Gebet und Vertrauen.
Die Lourdes-Madonna erinnert an die Marienerscheinungen von Lourdes im Jahr 1858 und an die junge Bernadette Soubirous. Typische Zeichen dieser Darstellung sind das weiße Gewand, der blaue Gürtel, der Rosenkranz und die betende Haltung. Sie sprechen von Reinheit, Glaubenstreue und dem stillen Vertrauen auf Gottes Hilfe. In vielen Kirchen, Kapellen und an Wegkreuzen ist die Lourdes-Madonna ein vertrauter Ort: Menschen zünden Kerzen an, sprechen ein persönliches Gebet oder halten einen Moment der Stille.
Marianische Denkmäler in der Pfarreiengemeinschaft.
In der Pfarreiengemeinschaft St. Antonius Erftal und Höhen sind solche Marienbilder mehr als schmückende Figuren. Sie sind marianische Denkmäler: sichtbare Glaubenszeichen, die Generationen geprägt haben. Liebevoll gepflegt, geschmückt und besucht, erzählen sie von Menschen, die ihre Bitten, ihren Dank und ihre Lebenswege Maria anvertraut haben. Gerade im Frauendreißiger, der traditionsreichen Zeit zwischen Mariä Himmelfahrt und dem Septembergedenken Mariä, wird diese Verbundenheit neu lebendig.
Blumen, Kerzen, Rosenkranzgebet und stille Besuche gehören zu diesem Brauchtum. Sie machen sichtbar, dass Marienverehrung nicht nur Erinnerung an Vergangenes ist, sondern gelebter Glaube in der Gegenwart. Die Blumen verweisen auf Schönheit und Dankbarkeit, die Kerze auf Hoffnung und Christuslicht, der Rosenkranz auf das betrachtende Gebet. So werden die marianischen Denkmäler zu Orten, an denen Kirche vor Ort erfahrbar bleibt: schlicht, nahbar und getragen von vielen Händen.
Einladung zum bewussten Hinschauen.
Die Pfarreiengemeinschaft St. Antonius Erftal und Höhen lädt dazu ein, diese marianischen Orte in den kommenden Tagen bewusst wahrzunehmen. Die Darstellung Mariä Königin und die Lourdes-Madonna erinnern daran, dass Glaube nicht nur in großen Feiern, sondern auch in liebevoll gepflegten Zeichen, in vertrauten Gesten und im stillen Gebet weitergegeben wird. So bleiben die marianischen Denkmäler Brücken zwischen Brauchtum und Gegenwart – und Zeichen einer Hoffnung, die Menschen bis heute trägt.
Fazit: Pflege, Pracht und Präsenz.
Pflege, Pracht und Präsenz prägen diese marianischen Denkmäler bis heute. Sie bewahren das Brauchtum, beleben den Glauben und begleiten Menschen in der Gegenwart. Gerade im Frauendreißiger zeigen Maria Königin und die Lourdes-Madonna, wie alte Zeichen neu sprechen können: leise, liebevoll und lebensnah.
Roland Schönmüller (Text und Fotos)
1. Mariä Königin in Heppdiel vor dem Bauernhof der Familie Inge und Ernst Ott.
2. Lourdes-Madonna in Heppdiel im einstigen Anwesen von Erich Berberich (ehemaliger Mesner)
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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