Mit Apps schneller Deutsch lernen

Dicht umlagert waren die Mitarbeiter des Arbeitskreises Medien bei ihrem Besuch in der Erstaufnahmeeinrichtung in Kleinheubach, als sie den Flüchtlingen Apps zum Deutschlernen und zum Leben in Deutschland zeigten.
  • Dicht umlagert waren die Mitarbeiter des Arbeitskreises Medien bei ihrem Besuch in der Erstaufnahmeeinrichtung in Kleinheubach, als sie den Flüchtlingen Apps zum Deutschlernen und zum Leben in Deutschland zeigten.
  • hochgeladen von Landratsamt Miltenberg

Clevere Möglichkeiten, Sprachbarrieren abzubauen und das Leben in Deutschland kennenzulernen, bieten unzählige Programme, die sogenannten Apps. Da fast jeder Flüchtling heute ein Smartphone besitzt, hat der Arbeitskreis Medien am Dienstag, 23. 2. 2016 den Flüchtlingen in der Erstaufnahme Kleinheubach mehrere dieser Apps vorgestellt.

Der Arbeitskreis Medien im Landkreis Miltenberg, in dem unter anderem das Landratsamt, das Schulamt und die Caritas mitarbeiten, hat in Kooperation mit dem Verein „Frauen für Frauen“ viele Apps unter die Lupe genommen und getestet. Die besten, die sich in erster Linie mit der Vermittlung von Sprachkenntnissen und Völkerkunde beschäftigen, wurden auf Blätter kopiert und mit QR-Codes versehen. Mit jedem Smartphone können diese Codes eingelesen werden. Sie führen auf Seiten, von denen die kostenlosen Programme heruntergeladen werden können.

Mehrere Mitglieder des Arbeitskreises kamen nun im Nachgang zum Safer Internet Day in die Erstaufnahme, wo sie diese Programme vorstellten. Schnell waren die mit Tablets ausgerüsteten Fachleute von Flüchtlingen umlagert. Geduldig erklärten sie in englischer Sprache, manchmal mit Übersetzern und notfalls auch mit Zeichensprache, wie die Apps funktionieren, wie man sie auf das Smartphone herunterlädt und wie man sie bedient.

„Fast jeder Flüchtling hat ein Smartphone“, stellte Stefan Adams, am Landratsamt Miltenberg zuständig für die Jugendsozialarbeit an Schulen, dabei fest. Insgesamt neun Apps haben die Mitglieder des Arbeitskreises als nützlich erachtet – etwa den Google-Translator, den es für die wichtigsten Betriebssysteme iOS und Android gibt und der in der Lage ist, Wörter und Sätze zu erkennen und in die gewünschte Sprache zu übersetzen. „Zumindest für die Notkommunikation ist diese Anwendung sehr gut geeignet“, findet Stefan Adams und bedauert, dass der Translator leider nicht für die persische Sprache verfügbar ist. Aber Arabisch beherrscht die App und das ist für die vielen Syrer in der Erstaufnahme sehr hilfreich.

„Wir hoffen, dass die wichtigen Apps weitergegeben werden und es sich unter den Flüchtlingen und den Neuankömmlingen schnell herumspricht, welche App man haben sollte“, sagt Adams. Bei Bedarf will der Arbeitskreis weitere Informationstreffen anbieten. Eine Anfrage aus einer Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge liegt dem Arbeitskreis bereits vor.

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