Müllentsorgung
Testbetrieb für erstes unterirdisches Müllsammelsystem im Landkreis angelaufen

Zum Start des Testbetriebs des Unterflursystems in der Miltenberger Kaffeegasse zeigten sich Landrat Björn Bartels (links) und Miltenbergs Bürgermeister Bernd Kahlert angetan von dieser neuen Form der Müllentsorgung. | Foto: Winfried Zang
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  • Zum Start des Testbetriebs des Unterflursystems in der Miltenberger Kaffeegasse zeigten sich Landrat Björn Bartels (links) und Miltenbergs Bürgermeister Bernd Kahlert angetan von dieser neuen Form der Müllentsorgung.
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Nach einer Bürgerinformationsveranstaltung in Miltenberg ist das erste unterirdische Müllsammelsystem im Landkreis Miltenberg, ein sogenanntes Unterflursystem, für den Testbetrieb freigegeben worden. Hierbei handelt es sich um ein gemeinsames Pilotprojekt der Kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises und der Stadt Miltenberg.

Künftig werden die Abfälle (Restmüll, Biomüll, Papier, Gelber Wertstoffsack) einiger Haushalte in der Altstadt nicht mehr über Mülltonnen, sondern über das neu errichtete Unterflursystem am Standort Kaffeegasse in Miltenberg gesammelt. Auch die Jägergasse profitiere vom neuen Unterflursystem ergänzte Miltenbergs Bürgermeister Bernd Kahlert, der sich gemeinsam mit Landrat Björn Bartels vor Ort von den Vorzügen des Systems überzeugte. Er freue sich über neue Formen der Entsorgung, die zum einen das Stadtbild verbessern können und zum anderen Sorge tragen, dass der Müll bis zur Abfuhr gut verwahrt ist, zeigte sich Bartels von den Unterflurbehältern angetan. Das reduziere vor allem im Sommer die Geruchsbelastung im Umfeld, stellte er fest. Dass solche Systeme gut funktionieren, habe er, Bartels, schon auf diversen Rastplätzen gesehen.

Für Bürgermeister Bernd Kahlert ist das Unterflursystem ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Müllentsorgung und zur Verschönerung der Stadt und des Quartiers Kaffeegasse/Jägergasse. Das Müllsystem unter der Erde überzeuge durch seine nahezu geruchslose Funktion, sagte er und dankte dem Landkreis Miltenberg, dass die Stadt dieses Pilotprojekt umsetzen dürfe.

Dass es zu weniger Geruchsbelästigung kommen wird, hoffen auch die Anwohnerinnen und Anwohner. In der engen Kaffeegasse, in der zahlreiche Müllbehälter vor den Häusern stehen, machen vor allem Rest- und Biomüll Probleme: Vor allem im Sommer könnten die Bewohnerinnen und Bewohner kaum lüften, weil es stinkt, erklärte ein Anwohner. Er freut sich schon auf den Transponder, der die Einwurfklappen öffnet und ihm den Zugang zu den Müllbehältern ermöglichen wird.

Die Kommunale Abfallwirtschaft des Landkreises möchte bei dem Pilotprojekt vor allem Erfahrungen zum Betrieb, zur Leerung sowie dem Management solcher Systeme sammeln. Geleert wird das System durch eigenes Personal der Kommunalen Abfallwirtschaft. Im derzeitigen Testbetrieb bleiben die Mülltonnen der angeschlossenen Haushalte weiterhin nutzbar. Ziel ist es, diese dann in einem weiteren Schritt einzuziehen und komplett durch das Unterflursystem zu ersetzen. Ausdrücklich dankt die Kommunale Abfallwirtschaft der Stadt Miltenberg und den mitwirkenden Bürgerinnen und Bürgern, welche die Umsetzung des Projektes erst möglich gemacht haben.

Hintergrund:

Unterflursysteme haben sich international und deutschlandweit als sichere, platzsparende und optisch ansprechende Art der Abfallsammlung bewährt. Vor allem in Großstädten und im Quartiersneubau finden diese Systeme Anwendung. Die Abfälle werden hierbei unterirdisch gesammelt und durch spezielle Fahrzeuge mit einem Kran geleert. Die Unterflurbehälter können mit elektronischen Zugangssystemen sowie Füllstandsensoren ausgestattet werden. Letztere machen eine Leerung nach Bedarf möglich. Auch der Standort in der Kaffeegasse in Miltenberg ist mit einem elektronischen Einwurf- und Zugangssystem sowie Füllstandsensoren ausgestattet.

Zum Start des Testbetriebs des Unterflursystems in der Miltenberger Kaffeegasse zeigten sich Landrat Björn Bartels (links) und Miltenbergs Bürgermeister Bernd Kahlert angetan von dieser neuen Form der Müllentsorgung. | Foto: Winfried Zang
... und so sieht es unter der Erde aus: Große Müllbehälter, die die Kommunale Abfallwirtschaft mit eigenem Personal leeren wird, fassen einige Kubikmeter Abfall. Das Bild entstand beim Einbau der Behälter im März 2026.  | Foto: Winfried Zang

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