Schulanfang
Neongelbe Schlupftücher machen Kinder bei Dunkelheit besser sichtbar

Stellvertretender Landrat Günther Oettinger stellte beim Schulanfang in Kirchzell die neonfarbenen Schlupftücher vor, die die Schulkinder im Verkehr besser sichtbar machen sollen. | Foto: Winfried Zang
  • Stellvertretender Landrat Günther Oettinger stellte beim Schulanfang in Kirchzell die neonfarbenen Schlupftücher vor, die die Schulkinder im Verkehr besser sichtbar machen sollen.
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Eine gute Idee hat sich seit Jahren bewährt: Traditionell finanziert die Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg für alle Abc-Schützen im Landkreis Miltenberg neongelbe Schlupftücher, mit denen die Kinder in der Dunkelheit besser für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar sind. Stellvertretend für den gesamten Landkreis wurden die Tücher am Dienstag, 15. September, an 14 neue Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kirchzell übergeben.

Im Pausenhof freute sich Schulleiterin Marion Gleußner nach dem Auftakt mit einem Lied der zweiten Klasse bei strahlendem Sonnenschein über viele Eltern und Großeltern, die diesen besonderen Tag miterleben wollten, ebenso über Ehrengäste wie stellvertretenden Landrat Günther Oettinger, Schulamtsdirektor Michael Brummer, Bürgermeister Patrick Walter, Tobias Geiger (Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg), Karsten Hein (Polizei Miltenberg) und Dominik Pagio (Kreisverkehrswacht).

Auch für sie als Schulleiterin sei dieser Tag kein gewöhnlicher, bekannte sie, „auch ich bin noch aufgeregt“. Die Erstklässlerinnen und Erstklässler freuen sich auf das Lernen, das Schreiben und das Rechnen, erfuhr Gleußner auf Nachfrage, ein Kind freute sich auf die Pausen. „Die Lehrer auch“, antwortete die Schulleiterin unter Gelächter des Publikums.
Sie bat die Eltern, schon bei kleinen Anzeichen eines Problems mit ihr zu reden, damit keine großen Probleme erwachsen

Bürgermeister Patrick Walter zeigte sich überzeugt, dass die Kinder viel lernen und neue Erfahrungen sammeln werden und wünschte viel Spaß in der Schule. Spaß und vor allem Geduld für Kinder und Eltern wünschte für den Elternbeirat Christin Weiser. Der Elternbeirat sei jederzeit für Wünsch und Anregungen offen, forderte sie zum Mitmachen auf.

Nachdem jedes neue Schulkind seinen Patinnen und Paten aus der dritten Klasse vorgestellt wurde und eine Geschenktüte erhielt, erinnerte sich stellvertretender Landrat Günther Oettinger daran, dass er unbedingt vom Kindergarten in die Schule zu den „Großen“ gewollt habe. Die Grundschule Kirchzell biete ideale Voraussetzungen für die Schulzeit, fand er. Er bat die Kinder, vorsichtig zur Schule zu gehen, denn „ein Auto ist immer stärker als ihr.“ Die Eltern würden die Schulanfängerinnen und Schulanfänger in den ersten Tagen noch auf dem Schulweg begleiten, ehe sie selbstständig gehen werden.
Darauf könne man dann auch richtig stolz sein, so Oettinger. Er zeigte ein Schlupftuch, das auf verschiedene Art und Weise getragen werden kann und verwies darauf, dass Tobias Geiger, Leiter der Amorbacher Geschäftsstelle der Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg, die Tücher mitgebracht habe. An die Eltern gewandt, bemerkte Oettinger, dass auf diese eine besondere Verantwortung zukommt und forderte sie auf, ein positives Verhältnis zu den Lehrkräften aufzubauen.

Mahnende Worte an die Eltern richtete der Leiter der Polizeidienststelle Miltenberg, Karsten Heinz. Sobald Kinder lesen lernten, würden sie vom Rücksitz des Autos aus erkennen, ob ihre Eltern am Steuer schneller fahren als erlaubt. Sie bekämen das Verhalten ihrer Eltern im Verkehr hautnah mit, wusste Heinz und bat die Eltern, auch im Verkehr ein Vorbild für ihre Kinder zu sein. „Fahren Sie bitte den Verkehrsregeln entsprechend“, bat er. Für die Kreisverkehrswacht bat Dominik Pagio die Eltern, ihre Kinder in heller Kleidung auf den Schulweg zu schicken, damit sie besser sichtbar sind – vor allem in den dunklen Herbst- und Wintermonaten. „Lasst die Kinder selbstständig in die Schule laufen, sobald sie das gelernt haben“, appellierte er an die Väter und Mütter.

Schulleiterin Marion Gleußner versicherte den Eltern am Ende der Einschulungsfeier, dass die Kinder in der Grundschule in besten Händen seien. Die gesamte Schulfamilie werde sich um sie kümmern, versprach sie, ehe die Kinder in ihren ersten Schultag starteten.

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