THW-Jugend Miltenberg
Ausbildung, Teamgeist und Spaß in Künzelsau
- Die Junghelfer aktiv am Unfallort.
- Foto: THW Miltenberg
- hochgeladen von Wolfgang Bohlender
In der ersten Ferienwoche war es wieder soweit: Die THW-Jugend des THW Miltenberg fuhr in ihr diesjähriges Jugendlager. In diesem Jahr führte der Weg auf das Übungsgelände des THW-Ortsverbandes Künzelsau, wo das Motto »Spannung, Spiel und Überraschung« lautete. Auch diesmal erwartete die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm, das Ausbildung und Spaß in ausgewogener Form verband.
Die Ausbildung hat beim THW Miltenberg einen besonders hohen Stellenwert. Das Jugendlager wird bewusst mit Erlebnischarakter gestaltet, um nicht nur den Ausbildungsstand der Jugendlichen zu erweitern, sondern auch die Kameradschaft und Freundschaft innerhalb der Gruppe zu fördern.
Praxisnahes Lernen im Team
Unter der Leitung des Jugendbetreuers Marco Schlackl Grech und seines Betreuerteams reiste die Jugendgruppe nach Künzelsau, um dort das ortseigene Übungsgelände zu nutzen. Für die 18 Jugendlichen, die an dem Lager teilnahmen, war ein vielfältiges Ausbildungsprogramm vorbereitet worden. Dieses umfasste nahezu alle Aufgabenbereiche und Maßnahmen der technischen Hilfeleistung und sorgte zugleich dafür, dass der Spaß nicht zu kurz kam.
Die Jugendlichen wurden spielerisch an die Aufgaben im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz herangeführt. Dabei lernten sie, wie die moderne Technik des THW fachgerecht eingesetzt wird.
Der Schwerpunkt der Ausbildung lag auf den Grundlagen der technischen Hilfeleistung. Die Teilnehmenden übten den fachgerechten Umgang mit technischem Gerät, erlernten grundlegende Berge-Methoden und trainierten das Funken. Außerdem befassten sie sich mit der Ausleuchtung von Einsatz- und Ausbildungsgebieten, dem Bewegen schwerer Lasten, dem Auffinden vermisster Personen, sowie der Rettung verletzter Menschen aus Gefahrenlagen. Abgerundet wurde die Ausbildung durch die Vermittlung grundlegender Erste-Hilfe-Maßnahmen zur Erstversorgung.
24-Stunden-Übung – erlerntes in die Realität umsetzen
Besonders eindrucksvoll war die große 24-Stunden-Übung, bei der die Jugendlichen das zuvor Gelernte in einem realitätsnahen Szenario umsetzen konnten. In der Übung ging es um die Folgen einer angenommenen Gasexplosion in einem Wohngebäude. Das Gebäude galt als einsturzgefährdet, und im Inneren wurden verletzte und eingeschlossene Personen vermutet. Zunächst mussten die Vermissten geortet werden, um ihre Position genau zu bestimmen, die Rettung zu planen und ihre Erstversorgung sicherzustellen. Anschließend wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet, damit alle Helferinnen und Helfer gefahrlos arbeiten konnten.
Der Abtransport der Verletzten war durch den unwegsamen Bauschutt erschwert, sodass die Aufgabe darin bestand, eine stabile schiefe Ebene zu errichten, um die Personen sicher aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
Freizeit und Gemeinschaft
Trotz des intensiven Ausbildungsprogramms kam auch der Freizeitspaß nicht zu kurz. Die Gruppe unternahm eine Stadtrallye quer durch Künzelsau, um den Zusammenhalt zu stärken. Außerdem stand eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Würth auf dem Plan. Ein weiterer Höhepunkt war der gemeinsame Ausflug in den Freizeitpark Tripsdrill. Abgerundet wurde das Lagerprogramm durch eine fröhliche Lagerolympiade, bei der die Jugendlichen ihr Geschick in spielerischen Wettkämpfen unter Beweis stellen konnten.
Autor:Wolfgang Bohlender aus Miltenberg |
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