Neue Öffnungszeiten im Wertstoffhof kommen gut an

Die Änderung der Öffnungszeiten des Wertstoffhofs Bürgstadt seit 1. August 2018 sind von den Anlieferern gut angenommen worden, so das Fazit der kommunalen Abfallwirt-schaft des Landkreises Miltenberg. Auch der Wertstoffhof selbst wird von den Bürgerin-nen und Bürgern größtenteils sehr gut beurteilt.

In der Sitzung des Ausschusses für Energie, Natur- und Umweltschutz berichtete Ruth Heim am Donnerstag von einer Zunahme der Anlieferungen. Der Hof sei jede Woche von Mittwoch bis Samstag geöffnet, erklärte sie. Die Zahl der Anlieferungen habe sich von 766 im Juli auf 1020 im August erhöht, im September habe sie bei 1002 gelegen, im Oktober bei 965 und im November immer noch bei 902. Beim Blick auf die Zahlen der Müllumladestation Erlenbach und der Kreismülldeponie Guggenberg falle auf, dass die Anlieferungen in Bürgstadt eher zusätzliche Anlieferungen seien und die anderen Ab-falleinrichtungen nicht entlastet würden. Landrat Jens Marco Scherf bewertete dies posi-tiv, denn dadurch würden mehr Wertstoff pro Kopf angeliefert. Besonders die Öffnung am Mittwoch habe sich bewährt, fuhr Ruth Heim fort. Aufgefallen sei, dass vor allem zwi-schen 16 und 18 Uhr relativ wenig Betrieb sei. Man werde die Anlieferungen weiter be-obachten und dem Ausschuss erneut berichten, kündigte sie an.

In der Woche vom 12. bis 15. September habe man die Anlieferer nach ihrer Meinung zum Wertstoffhof Bürgstadt befragt, blickte die Leiterin der kommunalen Abfallwirtschaft zurück. Auf 147 Kärtchen hätten 137 Anlieferer dem Wertstoffhof die Note sehr gut ge-geben, freu-

te sie sich. 127 Anlieferer hätten zudem schriftliche Anmerkungen hinterlassen. Als er-freulich wertete Heim die Tatsache, dass 62 Mal das freundliche Personal gelobt wurde, 39 Mal sei die Organisation des Wertstoffhofes hervorgehoben worden. Auf der Liste der Wünsche habe die Annahme von Elektrogroßgeräten oben gestanden (14), gefolgt von erweiterten Öffnungszeiten (12).

Mit Bildern und Erläuterungen blickten Ruth Heim und Kai Strüber auf den rund 5,3 Mil-lionen Euro teuren Ausbau der Kreismülldeponie Guggenberg (Abschnitte IVa und Va) zurück. Rund 40.000 Kubikmeter Erde seien dabei bewegt worden, so Ruth Heim, 875 Bäume seien gefällt und diese Auswirkungen durch naturschutzrechtliche Maßnahmen ersetzt worden – etwa durch Nistkästen und Umsiedlungen von Zauneidechsen. Die Firma Hagn Umwelttechnik habe sehr gut gearbeitet, freute sie sich, das Wetter sei per-fekt gewesen und auch die Kosten seien im Rahmen geblieben. So seien in nur acht Monaten Bauzeit die Arbeiten fristgerecht am 30. November zu Ende gegangen. Wie schwierig die einzelnen Maßnahmen gewesen waren, belegte Kai Strüber mit Fotos. Sie vermittelten Eindrücke von der schwierigen Freilegung der Fläche über den Einbau der geologischen Barriere, der mineralischen Dichtung bis hin zum Einbringen einer Kunst-stoffdichtungsbahn, einer Entwässerungsschicht sowie zum Bau einer Drainageleitung, damit Niederschlagssickerwasser aufgefangen und abgepumpt werden kann.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Ruth Heim mehrere Vergaben bekannt. So wurde der Auftrag zur dreijährigen Anmietung von zwei Hakenliftlastwagen und zwei Anhängern mit Abrollcontainern für 221.021 Euro an die Firma PEMA GmbH vergeben. Der Müllfern-transport zum Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt wurde für ein weiteres Jahr an die Firma Werner vergeben. Die Firma Palm Recycling wird bis Ende 2019 das auf der Müllumladestation Erlenbach erfasste Altpapier übernehmen und verwerten.

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