Bildergalerie und Feature: Fronleichnam in Corona-Zeiten
Fronleichnam: früher und im Corona-Jahr 2020

Fronleichnams-Prozession in Miltenberg-Schippach 2019
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Warum wird Fronleichnam gefeiert?

Wie war es in den letzten Jahren?
Wie begeht die katholische Kirche dieses, einst imposante Kirchenfest im Jahr 2020?

Informationen und Impressionen hier und noch folgend!

Das gab es bis 2019 ...

  • vier abwechslungsreiche Stations-Altäre,
  • aufwändige Blumenteppiche
  • generationenübergreifendes Engagement bei der Vorbereitung und Gestaltung dieses kirchlichen und beliebten Festes
  • präsente Musik- und Fahnen-Abordnungen
  • vor einer altehrwürdigen Fachwerk-Kulisse
  •  mit aufgestellten grünen Birken
  •  farbenprächtige Hausaltäre
  •  herausgeputzte Madonnen
  • Fazit: Das Fronleichnam-Fest war 2019  wieder ein nachhaltiges Ereignis für die Gläubigen aus nah und fern. Auch das sonnige Wetter passte.

Fronleichnam in Würzburg 2020:

  • Am Fest Fronleichnam  (11.06.2020) findet in Würzburg eine Messe auf dem Residenzplatz statt: es dürfen 350 Gläubige teilnehmen, "die Plätze waren schnell weg",  heißt es in einem Mainpost-Pressebericht am 9. Juni 2020.
  • Wegen der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr keine Fronleichnamsprozession durch die Innenstadt geben. Bischof Franz Jung kann heuer aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, dafür wird Weihbischof Ulrich Boom die Fronleichnams-Messe halten.
  • Aufgrund einer  Sondergenehmigung der Stadt Würzburg und des Gesundheitsamtes können die Gläubigen trotzdem eine Freiluftmesse auf dem Residenzplatz feiern – mit Platz für 350 Menschen.

Fronleichnam ist ein katholische Hochfest.

Es wird immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert.

Im Mittelpunkt steht dabei die Eucharistie.

Vor allem in katholisch geprägten Bundesländern ist Fronleichnam ein Feiertag.
In Deutschland ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag in folgenden Bundesländern:

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Hessen
  • Rheinland-Pfalz
  • Nordrhein-Westfalen
  • Saarland

In protestantisch geprägten Bundesländern ist Fronleichnam in der Regel kein gesetzlicher Feiertag.

Am Fronleichnamsfest verehren die Katholiken die heilige Eucharistie, also die Umwandlung von Brot und Wein in der Messfeier in Leib und Blut Christi.

Das Fest erinnert an das letzte Abendmahl, das letzte Gemeinschaftsmahl Jesu mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tode (Gründonnerstag).

Der Name entstand vor etwa 750 Jahren. Er geht auf die Worte "vron" (Herr) und "lichnam" (lebendiger Leib) zurück und bedeutet "Leib des Herrn".

Das Fronleichnamsfest geht auf eine Vision der Nonne Juliane von Lüttich im Jahr 1209 zurück.

Die Ordensfrau sah den Mond als Symbol für das Kirchenjahr mit einem dunklen Fleck und deutete dies als Hinweis Christi, dass der Kirche ein Fest zur besonderen Verehrung des Altarsakraments fehle.

Papst Urban IV. machte Fronleichnam 1264 zum allgemeinen Kirchenfest.

Papst Johannes XXII. ordnete 1317 den Donnerstag als Festtag an.

In vielen Pfarrgemeinden wird seit dem 13. Jahrhundert bis heute bei Fronleichnamsprozessionen die geweihte Hostie als Leib Christi durch die Straßen getragen.

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Wie wird Fronleichnam begangen?

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Nach dem Gottesdienst in der katholischen Kirche bricht die Gemeinde an dem Feiertag zu einer Prozession auf, die sich entweder auf einen kleinen Rundgang um die Kirche beschränkt oder durch die Straßen der Heimatstadt führt.

Der Zug wird von einem Geistlichen angeführt, der eine Monstranz trägt.

In dem liturgischen Gefäß, das meist reich mit Gold und Edelsteinen geschmückt ist, befindet sich eine geweihte Hostie – das Kernstück des christlichen Abendmahls und nach katholischem Glauben dann der Leib Christi.

Über dem Geistlichen ist ein sogenannter Sternenhimmel aufgespannt, ein prunkvoller Baldachin aus Stoff.

Hinter dem Geistlichen schreiten die Gläubigen mit Blumengestecken und Fahnen.

Die Prozession wird von kirchlichen Gesängen begleitet und hält an bestimmten Stationen, die oftmals mit bunten Blumenteppichen geschmückt sind.


Fronleichnam in Corona-Zeiten

  • Ob diese und andere Bräuche wegen der Corona-Krise auch dieses Jahr stattfinden können, variiert je nach Corona-Regeln in den einzelnen Ländern.
  •  Es ist in jedem Fall mit Einschränkungen zu rechnen.
  • In Köln findet die Fronleichnamsprozession beispielsweise ohne Zuschauer statt.
  • Während des gesamten Gottesdienstes müssen Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden und zwischen den Plätzen besteht ein Sicherheitsabstand von zwei Metern.
Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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