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“Pfingstwunder“ – mal anders, mit Musik und Gesang.
- Das wunderbare Zusammenspiel des Projektchors als Neuanfang gestaltete sich am Pfingstsonntag mit dem Orchester Camerata Wertheim und drei solistischen, exzellenten Darbietungen von Kea Niedoba (Alt), Stefan Schneider (Tenor) und Jakob Mack (Bass).
Foto Roland Schönmüller
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Gelungene Bachkantate in der Stiftskirche zum Mitsingen.
Wertheim. Pfingsten gilt bekanntlich als drittes Hochfest im Kirchenjahr, als Geburtsstunde von christlicher Gemeinschaft, von angestrebter Einheit im Glauben und inspiriert durch den Geist Gottes als ein sakrales Ereignis voller Lebendigkeit und Neuanfänge.
Die Kirchengemeinde Wertheim hatte unter der Leitung von Bezirkskantor Carsten Klomp den Mut, im Gottesdienst am Pfingstsonntag in der Stiftskirche ein neues Konzept vorzustellen, das auch für künftige Veranstaltungen Schule machen könnte.
So bereitete rechtzeitig ein neu geschaffener Projektchor in mehreren Probe-Veranstaltungen die Aufführung der Bachkantate 117 zum Mitsingen vor.
Der Titel und das Kantaten-Werk dürften vielen Fans klassischer Kirchenmusik bekannt sein: „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ von Johann Sebastian Bach. Die neun Text-Strophen stammen von Johann Jakob Schütz aus dem Jahr 1675 und finden sich auch im Evangelischen Gesangsbuch Nr. 326 unter dem Oberbegriff „Loben und Danken“.
Dekanin Wibke Klomp stellte dieses christliche Anliegen in ihrer Pfingst-Predigt besonders heraus. Der Geist Gottes verleihe jedem Menschen die Fähigkeit, Gottes Wort zu verstehen und weiterzugeben.
Sie erinnerte daran, dass der Heilige Geist auf die Jünger Jesu herabkam. Plötzlich konnten sie in verschiedenen Sprachen predigen und das Evangelium verkünden.
Die Apostelgeschichte erzähle davon. „Wir werden durch den heiligen Geist inspiriert, mit unseren Worten und Taten, Hoffnung und Glauben zu verbreiten“, betonte die Dekanin.
Der Schweizer Dichter Kurt Marti spreche in diesem Zusammenhang von einer „geselligen Gottheit“. Gott habe Interesse an den Menschen und Lust am Leben. Sein Geist schenke uns Trost, Zuversicht und Hoffnung und ermögliche Neuanfänge, wo wir sie vielleicht nicht für möglich halten würden. Dazu sei der Geist Gottes voller Lebendigkeit und setze sich für Gerechtigkeit und Frieden ein.
Das wunderbare Zusammenspiel des Projektchors als Neuanfang gestaltete sich am Pfingstsonntag mit dem Orchester Camerata Wertheim und drei solistischen, exzellenten Darbietungen von Kea Niedoba (Alt), Stefan Schneider (Tenor) und Jakob Mack (Bass).
Bachs bekannteste Kantate war musikalische Wortverkündigung und Gotteslob zugleich, abwechselnd vorgetragen mit Solo-Singstimmen Orchesterbeiträgen, Orgelspiel und Mitmach-Chorliedern.
Johann Sebastian Bach komponierte diese Chorkantate in Leipzig zwischen 1728 und 1731 eigentlich für keinen besonderen Anlass. Sie basierte auf einer Hymne des evangelischen Kirchenlieddichters Johann Jacob Schütz.
Das Werk ist für drei Vokalsolisten (Alt, Tenor und Bass) und einem vierstimmigen Chor geschrieben. Die Instrumente setzen sich aus Flöten, Oboen, Oboe en d’mores, Violinen, Bratsche und Generalbass zusammen.
Es gibt neun Sätze mit Choral, Rezitativ, Arien.
Fachleute betonen, dass diese Kantate vom Geist des Tanzes durchdrungen sei, insbesondere aufgrund der häufigen Verwendung vom Dreier-Metrum und der Dominanz des Dur-Tongeschlechts.
Ungewöhnlich war für Bach, der Kantaten oft mit einem einfachen vierstimmigen Chorsatz abschließt, die Tatsache, dass der Schlusschor die Musik des ersten Satzes mit einem Text wiederholt, der den Hörer zum Singen und Tanzen auffordert.
Letzteres war im Wertheimer Stiftskirchen-Pfingstgottesdienst nicht der Fall, aber ein mutmachendes neuzeitliches Abschlusslied der Gläubigen beendete eine kurzweilig empfundene, erinnerungswerte und mutmachende Konzert-Festtags-Messe.
Roland Schönmüller
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BU 1: Das wunderbare Zusammenspiel des Projektchors als Neuanfang gestaltete sich am Pfingstsonntag mit dem Orchester Camerata Wertheim und drei solistischen, exzellenten Darbietungen von Kea Niedoba (Alt), Stefan Schneider (Tenor) und Jakob Mack (Bass).
Foto Roland Schönmüller
BU 2 : Die Kirchengemeine Wertheim hatte unter der Leitung von Bezirkskantor Carsten Klomp den Mut, im Gottesdienst am Pfingstsonntag in der Stiftskirche ein neues Konzept vorzustellen, das auch für künftige Veranstaltungen Schule machen könnte.
Foto Roland Schönmüller
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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